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Auch Amazon kann seine Gewinne deutlich steigern

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amazonNach Apple, AMD, Facebook oder Nintendo legte auch Amazon seine neusten Geschäftskennzahlen offen. Demnach konnte der Online-Händler im vierten Quartal 2016 einen Umsatz in Höhe von 43,74 Milliarden US-Dollar verbuchen. Ein Jahr zuvor setzte man noch 35,75 Milliarden US-Dollar um, womit Amazon um etwa 22 % zulegen konnte. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn in Höhe von 749 Millionen US-Dollar übrig. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres strich Amazon noch 482 Millionen US-Dollar ein.

Damit konnte der Versandhändler den Erwartungen der Analysten nur teilweise gerecht werden. Sie waren zwar von einem größeren Umsatz ausgegangen, prognostizierten aber auch einen kleineren Nettogewinn. Trotzdem straften die Anleger die Aktie im nachbörslichen Handel mit Verlusten im niedrigen, einstelligen Prozentbereich ab.

Ein immer wichtigeres Standbein für Amazon wird die Cloud-Sparte AWS. Hier verzeichnete der Konzern im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 ein Umsatzwachstum von satten 47 %. Über 3,54 Milliarden US-Dollar steuerte das Geschäftsfeld zum Konzernumsatz bei und erwirtschaftete einen operativen Gewinn in Höhe von rund 926 Millionen US-Dollar – mehr als Amazon mit seinem eigentlichen Geschäft in Nordamerika mit 816 bzw. international mit 487 Millionen US-Dollar bei deutlich höherem Umsatz operativ gewinnt. Im Gesamtjahr 2016 setzte Amazon 135,99 Milliarden US-Dollar um, der Nettogewinn beläuft sich auf 2,37 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 107,1 Milliarden bzw. 596 Millionen US-Dollar.

Amazon investiert massiv in seine Prime-Dienste und die Logistik. Erst in dieser Woche kündigte man den Bau eines eigenen Flughafen-Hubs im US-Bundesstaat Kentucky an, der rund 1,5 Milliarden US-Dollar kosten wird. Der Bundesstaat ist bereits ein Dreh- und Angelpunkt in Amazons Logistik. Hier betreibt man elf Fulfillment-Center mit rund 10.000 Angestellten. Der Flughafen soll weitere 2.000 Stellen mit sich bringen.

Für das aktuell laufende Quartal erwartet der Konzern saisonal bedingt schwächere Zahlen. In den ersten drei Monaten des Jahres will man zwischen 33,5 und 35,8 Milliarden US-Dollar umsetzen.

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Kommentare (1)

#1
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Falls sich jemand wundert weshalb die Börse negativ auf mehr Gewinn reagiert hat (was durachaus unüblich ist): Amazon ist dafür bekannt so viel vom Gewinn wie wie Möglich zu reinvestieren.
Dass man dies diesmal weniger getan hat, kann als Indikator für weniger Wachstum in der Zukunft ausgelegt werden und der Börsenwert beschreibt grundsätzlich die Aussicht auf Erfolge, und nicht die vergangenen Erfolge.

Solche Spikes relativieren sich aber sowieso meistens schnell wieder, denn viele Anleger warten darauf bei solch einem Kurs einzusteigen.
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