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Neuer Milliarden-Gewinn: Microsoft erholt sich nach Nokia-Übernahme

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Microsoft2012Nachdem Microsoft vor einem Jahr nach der missglückten Nokia-Übernahme noch Verluste in Milliardenhöhe schrieb, hat sich der Konzern unter der Führung von Satya Nadella wieder erholt. Wie Microsoft am gestrigen Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt gab, konnte man im zweiten Quartal 2016 wieder satte Gewinne einfahren und die Erwartungen der Anleger und Analysten übertreffen.

Insgesamt strich Microsoft im Zeitraum von April bis Juni einen Gewinn in Höhe von 3,12 Milliarden US-Dollar ein und konnte damit die roten Zahlen des Vorjahres fast 1:1 in schwarze Zahlen umwandeln. Während der letzten drei Monate zahlte Microsoft fast 6,4 Milliarden US-Dollar an seine Aktionäre in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden aus. Trotzdem ging der Umsatz um fast 7 % auf rund 20,6 Milliarden US-Dollar zurück, was Microsoft dem Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft zuschreibt. Trotz des riesigen Verlusts des Vorjahres beliefen sich die Quartalsumsätze vor einem Jahr noch auf rund 22,2 Milliarden US-Dollar.

Vor allem das Cloud-Geschäft boomt. Der Umsatz kletterte hier um 7 % auf 6,7 Milliarden US-Dollar, alleine der Azure-Umsatz soll sich mehr als verdoppelt haben. Auch die „Productivity and Business Processes“-Sparte, zu der Microsoft Office zählt, konnte kräftig zulegen. Hier belief sich das Umsatz-Plus auf fast 5 %, womit Microsoft knapp 7 Milliarden US-Dollar umsetzte. Der Umsatz mit Office-360-Abos stieg um 54 %. Aufgrund des weltweit schwächelnden PC-Geschäfts musste Microsoft einen leichten Rückgang der Erlöse auf insgesamt 8,9 Milliarden US-Dollar verbuchen. Immerhin zog der Verkauf der Surface-Tablets weiter an und konnte um 9 % zulegen.

Dank Windows 10 mit Bing als Standardsuche im neuen Edge-Browser oder des Sprachassistenten Cortana konnte Microsoft sein Werbegeschäft im Suchmaschinen-Sektor ausbauen und um etwa 16 % steigern. Größter Verlierer ist wie bereits erwähnt das jüngst aufgegebene Smartphone-Geschäft. Hier musste der Konzern einen Umsatz-Einbruch von über 70 % verkraften. Nachdem Microsoft trotz der Übernahme Nokias auf keinen grünen Zweig kam, strich man die Produktesparte zusammen – zahlreiche Jobs wurden gestrichen.

Im nachbörslichen Handel reagierten die Anleger positiv auf das Ergebnis – die Aktie legte zweitweise um fast 4 % zu.