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Gerichtsanhörung mit Apple: FBI macht einen Rückzieher

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fbiNur wenige Stunden nach der Vorstellung des iPhone SE und kleineren iPad Pro hat das FBI den Richter in Riverside, Kalifornien, darum gebeten die für heute angesetzte Anhörung zu verschieben. Auch Apple widmete dem Thema während der gestrigen Keynote einige Minuten. Der Zeitpunkt der Verschiebung war sicherlich nicht zufällig auf den gestrigen Tag gelegt.

Als Grund für die Verschiebung nennt das FBI, das man offenbar eine Möglichkeit sieht, das betroffene iPhone 5c doch noch entsperren zu können – auch ohne die Hilfe von Apple. Das FBI nennt keine Details wer oder wie die Entsperrung vornehmen wird. Aus der Anfrage vor Gericht geht nur hervor, dass es sich um eine Partei außerhalb der Behörden handelt – "outside the US government".

"As the FBI continued to conduct its own research, and as a result of the worldwide publicity and attention on this case, others outside the US government have continued to contact the US government offering avenues of possible research," – so die Begründung weiter. Nun hat das FBI bis zum 5. April Zeit eigene Tests durchzuführen und wird dann vor Gericht wieder Bericht erstatten.

Offenbar hat die Popularität um den Fall dazu geführt, dass sich viele dritte Parteien bei der Staatsanwaltschaft und dem FBI gemeldet haben, die ihre Hilfe angeboten haben. Ohnehin liegt die Vermutung nahe, dass es dem FBI gar nicht um eine mögliche Methode der Entsperrung durch Apple geht, sondern darum einen Präzedenzfall zu schaffen. John McAfee, der eher schrille Kopf hinter dem gleichnamigen Softwareunternehmen, schlug einige Methoden vor und sprach davon, nur wenige Tage bis 30 Minuten für die Entsperrung zu benötigen. So ließe sich der Speicher notfalls binär auslesen und der Softwarecode mittels Disassembler analysieren.

Edward Snowden sprach ebenfalls davon, dass die Argumente des FBI nicht belastbar seien. Man habe auf Seiten der Behörden seine Hausaufgaben nicht gemacht und versuche nun die Verantwortung auf andere zu schieben. Aber selbst wenn man nun von der Verschiebung auf den 5. April absieht, so ist der Kampf um die Verschlüsselung der privaten Daten auf den eigenen Geräten noch lange nicht gewonnen.

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