> > > > HTC abermals mit hohen Verlusten – VR und Fitness als Hoffnungsträger

HTC abermals mit hohen Verlusten – VR und Fitness als Hoffnungsträger

Veröffentlicht am: von

htc 2013HTC rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Wie man am Wochenende bekannt gab, musste der taiwanische Smartphone-Hersteller auch im vierten Quartal 2015 große Verluste hinnehmen – es ist das dritte Quartal in Folge, welches man mit hohen Verlusten abgeschlossen hat. Unterm Strich blieb HTC ein Nettoverlust in Höhe von 3,4 Milliarden NT-Dollar übrig – umgerechnet entspricht dies rund 91,43 Millionen Euro. Damit ist der noch zu Beginn des Jahres ausgestrahlte Optimismus vorbei, im ersten Quartal konnte man noch leichte Gewinne einfahren.

Dennoch konnte HTC seine Verluste im Vergleich zum zweiten und dritten Quartal etwas eindämmen. Nicht aber den Umsatzrückgang. Im Vergleich zum Vorjahreszeitrum musste HTC einen Rückgang von über 46 % hinnehmen, womit sich die Erlöse binnen eines Jahres fast halbierten. Im vierten Quartal 2015, welches am 31. Dezember endete, setzten die Taiwaner rund 25,7 Milliarden NT-Dollar (etwa 710 Millionen Euro) um. Trostpflaster hier: Im Vergleich zum vorausgegangenen Dreimonats-Zeitraum ist das ein leichter Umsatz-Anstieg von 21,4 auf 25,7 Milliarden NT-Dollar. Grund hierfür sei die Vorstellung der Desire-Familie und des neuen One A9, welche sich während des Weihnachtsgeschäfts vor allem in Asien, den USA und in Europa gut verkauft hätten – konkrete Zahlen nennt man jedoch nicht.

VR und Fitness sollen es richten

Trotz der schwierigen Zeiten sieht HTC positiv in die Zukunft. Richten sollen es in den nächsten Wochen vor allem die HTC Vive, welche sich voraussichtlich ab Ende des Monats vorbestellen lassen wird. Was die eigene VR-Brille, die in Zusammenarbeit mit der Spieleschmiede Valve entwickelt wurde, aber kosten wird, ist noch immer nicht verraten worden. Der Preis dürfte sich jedoch über dem der Oculus Rift bewegen, welche hierzulande mit einem Preis von fast 750 Euro zu Buche schlägt. Vorteil der HTC Vive sind allerdings verschiedene Laser-Sensoren, die im Raum aufgestellt werden, um dem Träger der VR-Brille auch Bewegungen innerhalb der virtuellen Welt zu ermöglichen.

Was dieses Tracking-System kosten wird, ist ebenfalls nicht bekannt. Wie aber bei der Oculus Rift wird auch hier ein teures High-End-Gaming-System mit mindestens einer NVIDIA GeForce GTX 970 notwendig sein.

HTC Vice Pre Dev Kit
HTC Vive Pre Dev Kit

Ebenfalls die Kehrtwende in den Geschäftszahlen soll die UA Healthbox bringen, welche zur CES 2016 in Zusammenarbeit mit Under Armour vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um Fitness-Kit bestehend aus Armband, einem Herzfrequenzmesser und einer intelligenten Waage. Der Marktstart für das komplette Paket steht noch bevor – zunächst soll die Einführung für knapp 400 US-Dollar in den USA vollzogen werden. Über Preis und Verfügbarkeit in Deutschland sprach man bislang nicht.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1836
Geil, die zwei absoluten Nischen sollen es also für HTC richten, ja?

Da können sie den Laden auch direkt dicht machen.
#2
Registriert seit: 27.07.2006
Stuttgart
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 488
Dachte ich mir auch. Schade um HTC, aber ich glaube das gezeigte wird den Laden nicht retten.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AMD-Grafikkarten-Hersteller VTX3D verschwindet vom Markt

Logo von VTX3D

Vor allem für AMD-Partner sind schwere Zeiten angebrochen: Während der gesamte PC-Markt mit einer weltweit schwächelnden Nachfrage zu kämpfen hat, haben es die ersten Polaris-Grafikkarten gegen NVIDIAs Pascal-Modelle nicht leicht. Zwar kann die Radeon RX 480 leistungsmäßig durchaus mit der... [mehr]

Lohnt das Mining für den Privatanwender noch?

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bestimmte Grafikkartenmodelle sind schlecht verfügbar und einige Hersteller präsentieren sogar spezielle Mining-Modelle – bestes Anzeichen dafür, dass eine neue Mining-Welle anrollt. Ethereum basiert wie Bitcoins auf einer Blockchain-Technologie. Ethereum ist aber keine reine Kryptowährung,... [mehr]

Bitcoin droht der Hard Fork – Ethereum weiter auf niedrigem Kurs

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bereits in der vergangenen Woche deuteten sich einige Änderungen bei den Kryptowährungen an. Nach einem wochenlangen Hoch brach der Kurs des Ether auf weit unter 200 US-Dollar ein. Die Gründe dafür sind nicht immer ersichtlich. Oftmals gibt es auch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen... [mehr]

AMD mit guten Quartalszahlen – Vega und Naples für Q2 bestätigt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD

AMD hat die ersten Quartalszahlen veröffentlicht, die nach dem Verkaufsstart der RYZEN-Prozessoren zusammengestellt wurden. Darin zeichnet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg beim Umsatz aus, muss bisher aber noch auf Gewinne verzichten. Weitaus wichtiger aber ist, dass AMD in seinen... [mehr]

O2: Wer bei der Hotline nicht anruft, wird mit Datenvolumen belohnt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/O2_LOGO

O2 war in den letzten Monaten aufgrund seiner schlecht erreichbaren Hotline immer wieder in der Kritik. Kunden mussten teilweise stundenlang in der Warteschleife warten, bis sich am anderen Ende der Leitung ein Mitarbeiter meldete. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Kapazitäten... [mehr]

Amazon Drive mit unbegrenztem Speicherplatz kostet 70 Euro im Jahr

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/AMAZON

Amazon bietet ab sofort seinen Speicherdienst Drive mit unbegrenztem Speicherplatz für 70 Euro im Jahr an. Dabei kann der Kunde unbegrenzt viele Daten auf den Cloud-Service hochladen und muss auf keine Begrenzung achten. Das Angebot kann laut Amazon für drei Monate kostenlos getestet werden –... [mehr]