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AMD mit hohen Verlusten im vierten Quartal

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AMD Logo 2013Konnte AMD dank der neuen Konsolen-Generation vor einem Jahr noch ein kräftiges Umsatzwachstum verzeichnen und leichte Gewinne einstreichen, steckt man zwölf Monate später wieder in den tiefroten Zahlen. Dem jüngsten Quartalsbericht zufolge verzeichnete die US-amerikanische Chipschmiede im vierten Quartal einen Nettoverlust von 364 Millionen US-Dollar. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 1,24 Milliarden US-Dollar zurück. Damit blieb der Intel-Konkurrent sogar hinter den ohnehin schon niedrig angesetzten Analysten-Erwartungen zurück, die Einnahmen in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar vorausgesagt hatten.

Konnte AMD im letzten Jahr den schwächelnden PC-Markt noch mit seinen Konsolen-Chips für die Sony PlayStation 4 und Microsoft Xbox One ausgleichen, konnten die Konsolen-Chips die Rückgänge im CPU- und Grafikkarten-Markt nicht mehr glatt bügeln. Aufgrund ausbleibender Neuheiten im Prozessor-Segment und einer stärker werdenden Konkurrenz durch die neuen „Maxwell“-Grafikkarten musste AMD in beiden Marktsegmenten Rückgänge verkraften. Der Computing- und Graphics-Bereich ging um knapp 16 Prozent zurück.

Das Geschäftsjahr schloss AMD mit einem Umsatz von 5,51 Milliarden US-Dollar ab und konnte seine Einnahmen damit im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern. Unterm Strich blieb AMD allerdings ein kleiner Verlust von 155 Millionen übrig. Im Jahr 2013 reichte es noch für Gewinne von knapp über 100 Millionen US-Dollar. Für das erste Quartal 2015 erwartet AMD einen weiteren Umsatzrückgang von 12 bis 18 Prozent, was nach dem traditionell starken Weihnachtsgeschäft saisonal bedingt ist.

Insgesamt zeigt sich AMD aber optimistisch. Gerade im Grafik-Bereich erwartet AMD-CEO Lisa Su ein deutliches Wachstum – wohl bedingt durch eine neue Grafikkarten-Generation, die Gerüchten zufolge in Form der Radeon R9 380X im Laufe des zweiten Quartals erscheinen soll. Auch die kommenden "Carizzo"-APUs dürften ihren Teil dazu beitragen.