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Klage gegen Vodafones LTE Zuhause-Tarife eingereicht

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vodafoneDie Verbraucherzentrale Sachsen hat ihre Drohung in die Tat umgesetzt: Nachdem Vodafone eine entsprechende Unterlassungserklärung nicht abgeben wollte, haben die Verbraucherschützer nun Klage beim Landgericht Düsseldorf eingereicht. Das Gericht soll klären, ob der Telekommunikationsanbieter Verbraucher mit seiner Werbung für die „LTE Zuhause“-Tarife täuscht und ob einzelne Vertragsbestandteile unzulässig sind.

Bereits im Dezember wurde berichtet, dass die Verbraucherzentrale nicht nur die Deutsche Telekom bezüglich ihrer stationären LTE-Tarife im Fokus habe, sondern auch Mitbewerber wie Vodafone beobachten würde. Mitte Januar bestätigte man dies gegenüber Hardwareluxx, nur wenige Tage später wurde dann die Klage angekündigt. Nach Ansicht der Verbraucherschützer bewerbe Vodafone die Tarife „LTE Zuhause S“, „M“ und „L“ „explizit als vollwertigen Ersatz zum Festnetz“. „Tatsächlich jedoch wird die Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch eines bestimmten Surfvolumens gedrosselt, neues Volumen muss häppchenweise teuer hinzugekauft werden“, so der Vorwurf. Damit würde das Unternehmen „nicht den Erwartungen eines Verbrauchers, der sich auf ein LTE-Zuhause-Angebot deshalb einlässt, weil die Werbung Internet gleich einem DSL-Anschluss verspricht“ entsprechen, wie Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen erklärt.

Zwar weist Vodafone mittlerweile deutlicher darauf hin, dass die Übertragungsraten nach dem Erreichen eines bestimmten Datenvolumens reduziert werden, laut Henschler sei dies aber nicht das einzige Problem. Denn die dann lediglich noch zur Verfügung stehenden 384 kb/s seien zu wenig: „Aus unserer Sicht gefährdet eine derartig niedrige Surfgeschwindigkeit die Nutzung der vertraglichen Leistung, also den Vertragszweck“, so die Expertin. Von einem Urteil erhoffen sich die Verbraucherschützer aber nicht nur Veränderungen bei Vodafone, auch andere Anbieter von stationären LTE-Tarifen sollen laut Henschler so unter Druck gesetzt werden: „Mit der Klage wollen wir erreichen, dass die Richter über die notwendigen Leistungen eines LTE-Angebotes urteilen, das Festnetzbedingungen verspricht“.

Urteilen die Richter im Sinne der Kläger, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf den Breitbandausbau in Deutschland haben. Denn die Versorgung über LTE ist ein wichtiger Baustein in den Plänen der Bundesregierung und Anbieter. Schliesslich fallen die Investition geringer als beim Verlegen von Kupfer- oder Glasfaserleitungen mitsamt der notwendigen Verteiler aus. Gleichzeitig bietet LTE als geteiltes Medium aber auch eine geringe Gesamtbandbreite im Vergleich zum traditionellen Festnetz. Kommt das Landgericht zu dem Schluss, dass die gedrosselten Übertragungsraten deutlich höher liegen müssen, könnte dies die Kosten für den Ausbau spürbar in die Höhe treiben.

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Kommentare (15)

#6
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Hippie
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Drosslung sollte allgemein abgeschafft werden. Denn was nützen einen die 150mbit am Monatsanfang, wenn sie nach 10 tagen passé sind? Im Grunde ist es nur Geldschneiderei, mehr nicht.
#7
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#8
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Zitat King Bill;21931156
Drosslung sollte allgemein abgeschafft werden. Denn was nützen einen die 150mbit am Monatsanfang, wenn sie nach 10 tagen passé sind? Im Grunde ist es nur Geldschneiderei, mehr nicht.


Wenn man das so sieht, ist aber die Frage was besser ist: 100 MBit für 30 GB und dann Drosselung auf beispielsweise 1 MBit oder generell nur 1 MBit? Denn 100 MBit durchgängig wird es mit LTE nicht geben. Das halten die Netze nicht. Alternativ könnte man natürlich auch die Grundgebühr von 39,90 auf 399,90 anheben.
#9
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3672
Das Problem hier ist mal wieder die Unwissenheit.
Die User hier wissen nicht, dass der Mast nur 1-xgbit schafft, oft sogar weniger und lass dan mal 20 Leute dran hängen - dann wird auch wieder gejammert.
#10
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Registriert seit: 02.09.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3502
Also mir würds reichen, wenn nicht auf 64kbits, sondern zumindest auf 200-300kbits gedrosselt wird. Ich denke das wäre noch im Rahmen des möglichen. Mit 64kbits kann man nichtmal normal surfen...
#11
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Registriert seit: 05.02.2003
Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 16288
Das kann man auch mit 384kbit/s nicht mehr. Um noch einigermaßen flott im Internet unterwegs sein zu können, braucht es doch mittlerweile mindestens 1-2Mbit/s.
#12
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Registriert seit: 04.01.2011

Korvettenkapitän
Beiträge: 2298
Wir haben hier 30GB bei 50mbit. ... Mir würden schon 4-8mbit danach vollkommen genügen ... Hauptsache man kann sich mal nen Game laden oder ein Vid angucken.

Für einen Mehrpersonenhaushalt ist das halt echt kacke mit LTE bzw. mit der Drosselung, weil LTE läuft an sich echt anständig.
#13
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Registriert seit: 08.11.2007

Flottillenadmiral
Beiträge: 5951
Eine Drossel auf eine "nutzbare"Geschwindigkeit von min. 3Mbit wäre ja noch hinnehmbar. Damit kann man alles machen außer HD Material streamen. Aber diese Steinzeitlichen 380kbit sind ein Witz. Das reich um mit dem Mobiltelefon Whatsapp zu nutzen oder Emails zu versenden. Aber "normales" Surfen oder Youtube sind damit nicht möglich.

Habe zum Glück 50MBit Kabel ohne Drossel. Hätte ich kein DSl/Kabel würde ich umziehen.
#14
Registriert seit: 05.03.2014

Matrose
Beiträge: 1
Endlich mal jemand der das Problem aufgreift und den profitgeilen Konzern Vodafone anklagt. Wohne selber im 4 Personen Haushalt. 15 GB sind schnell verbraucht und danach geht gar nichts mehr. Sogar Youtube Videos mit 144p werden nur mäßig abgespielt. Zudem ist LTE nicht gerade billig.
Die größte Frechheit ist allerdings die "freundliche" Option des Zubuchens von Geschwindgkeit. Als ich Vodafone fragte warum überhaupt gedrosselt wird kam die Antwort, dass dies nötig sei um für alle die entsprechende Leistung zu erbringen. Das kann ich auf der einen Seite verstehen. Was ich allerdings nicht verstehen kann ist, dass es ja anscheinend technisch doch geht, sofern man extra bezahlt.
Vergleicht man die Preis/Leistung mit z.B. Unitymedia ist das eine Frechheit seitens Vodafone.
#15
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Registriert seit: 22.04.2008
Dortmund
Korvettenkapitän
Beiträge: 2492
Finde ich eine sehr gute Sache. Die Telekom hat wegen ihrer profitgeilen Drosselpläne (bei Dsl, noch dazu!) schon völlig zurecht eins auf den Deckel bekommen.
Hier sollte es auch nicht anders laufen - zum einen wird fälschlicherweise Internet wie mit Dsl versprochen, zum anderen ist ein Drosselung auf ein derart erbärmliches Schneckentempo eine Unverschämtheit.
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