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Bundeskartellamt will E-Plus-Übernahme prüfen

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e-plus gruppeDie Übernahme der deutschen E-Plus-Gruppe durch den spanischen Konkurrenten Telefónica wird genauer geprüft. Entsprechend äußerte sich der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am heutigen Mittwoch.

Es sei klar, „dass ein solcher Zusammenschluss erhebliche Folgen für den Wettbewerb hätte und in all seinen Facetten genau geprüft werden muss“, so der oberste deutsche Wettbewerbshüter. Entsprechend wolle man bei der Europäischen Kommission dafür sorge tragen, dass die deutschen Kartellaufseher die Prüfung vornehmen können. Von Seiten der in erster Linie zuständigen Bundesnetzagentur hieß es bereits vor gut zwei Wochen, dass eine Übernahme höchstwahrscheinlich nur mit Auflagen genehmigt werden würde.

Unter anderem sei denkbar, dass bereits an E-Plus oder O2 vergebene Mobilfunkfrequenzen zurückgenommen und neu ausgeschrieben werden könnten. Denn durch den Zusammenschluss würden Vergabevorschriften verletzt werden, die Frequenzen seien an die „wettbewerbliche Unabhängigkeit“ gekoppelt.

Nach wie vor unklar ist allerdings, ob es überhaupt zur Übernahme kommen kann. Denn zunächst sollen die Aktionäre der niederländischen E-Plus-Mutter KPN am 2. Oktober in einer eigens einberufenen Hauptversammlung über den Verkauf abstimmen. Gleichzeitig bereitet das mexikanische Mobilfunkunternehmen América Móvil, hinter dem der ebenfalls aus Mexiko stammende Milliardär Carlos Slim steht, eine Übernahme von KPN vor. In einer heute veröffentlichten Erklärung heißt es dazu, dass die Finanzierung gesichert sei und man einen Antrag auf Übernahme bei der niederländischen Finanzaufsicht eingereicht habe. Slim gilt als klarer Gegner der E-Plus-Übernahme durch Telefónica. Denn die Spanier sind in Südamerika der größte América-Móvil-Konkurrent.

 

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