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Übernahme der E-Plus-Mutter könnte Kauf durch O2 verhindern

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e-plus gruppeDie vom spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica geplante Übernahme des deutschen Anbieters E-Plus droht zu scheitern. Nachdem bereits zu Beginn der Woche bekannt wurde, dass die Kartell- und Aufsichtsbehörden im Falle der Übereinkunft den Entzug einiger Mobilfunkfrequenzen in Aussicht gestellt hatten, droht nun Ungemach aus Mexiko sowie den Niederlanden.

Denn der dort beheimateten E-Plus-Tochter KPN droht ebenfalls eine Übernahme, allerdings durch das mexikanische Unternehmen America Movil, das dem Milliardär Carlos Slim gehört. Slim, der als zweitreichster Mensch der Welt gilt, gehören über America Movil bereits knapp 30 Prozent der KPN-Aktien. Erst vor wenigen Tagen hatte sein Unternehmen erklärt, sich den Kauf zusätzlicher Anteile vorzubehalten und eine anderslautende frühere Erklärung damit zurückgezogen.

Gleichzeitig verkündete man, dass man je KPN-Wertpapier 2,40 Euro zahlen würde, was einem Kaufpreis von 7,2 Milliarden Euro entspräche. Sollten die bisherigen Aktionäre dem Vorhaben zustimmen, würde der Verkauf der deutschen Tochter E-Plus an den spanischen Konkurrenten mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Denn Slim hatte sich unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Übernahmepläne vehement gegen diese ausgesprochen.

Allerdings heißt es aus dem Umfeld von America Movil, dass Slim mit diesem Schachzug lediglich ein höheres Gebot seitens der Spanier erzwingen wolle. Allerdings würde dies die Gefahr mit sich bringen, dass Telefónica Abstand von der Übernahme nehmen werde.

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Kommentare (4)

#1
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Na da ist der Wert der Aktie ja heute mal schwupps um 16% gestiegen.

Was ich nicht verstehe:
Sind soviele Aktien überhaupt auf dem Markt, oder ist dafür erforderlch, dass andere ihre Aktien auch wirklich an ihn verkaufen?
#2
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Rechtschreibfehler... America Mobil....nicht Movil ;)
#3
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America Móvil ist schon richtig :) (--> Mexikanisches Unternehmen)
#4
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Kapitänleutnant
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Zitat Hardwarekäufer;20992020

Sind soviele Aktien überhaupt auf dem Markt, oder ist dafür erforderlch, dass andere ihre Aktien auch wirklich an ihn verkaufen?

Soweit ich weiß (bzw die Kommentare hier richtig sind) gibt es ja sehr selten den Fall, dass Aktien "ausverkauft" sind. Ein bestimmter Prozentsatz ist also immer käuflich. Je gewinnversprechender nun aber die Aktie ist, umso mehr Leute steigen ein (bis zu einem gewissen Wert). Eine Übernahme wird durch "Restkäufe" also vermutlich nicht wirklich möglich sein. Insofern vermute ich, dass tatsächlich Aktionäre, die derzeit diese Aktien halten, diese verkaufen müssen, damit der Typ über 50% kommt (oder wie viel man für eine Übernahme dafür haben muss).

Ist jetzt natürlich die Frage, inwiefern die Aktionäre Bock haben, sich die Aktien für 2,40€ abkaufen zu lassen. Wer seit 1998 dabei ist, hat immerhin 12 Euro dafür gezahlt. Und vor einem Jahr war der Kurs doppelt so hoch. Also ich (als Ahnungsloser) würde jetzt nicht verkaufen (reines Bauchgefühl) :d
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