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Outriders mit DLSS im Test

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outridersIn der vergangenen Woche erschien Outriders – ein Third-Person-Shooter auf Basis der Unreal Engine 4, der auch direkt von Deep Learning Super Sampling Gebrauch macht. Bisher mussten Spiele, welche die Unreal Engine 4 verwenden, immer speziell auf DLSS angepasst werden. Inzwischen gibt es jedoch das passende Plugin, so dass jeder Entwickler für die Unreal Engine 4 DLSS implementieren kann.

Ein paar Worte zum Spiel: Outriders ist ein Third-Person-Shooter, der Elemente eines Loot-Shooters enthält. Es wird ein Charakter erstellt, der sich für eine von vier Klassen entscheidet und seine Fähigkeiten im Verlaufe des Spiels immer weiter ausbaut. Neben diesen Fähigkeiten gibt es verschiedene Waffen, die über Modifikationen ebenfalls stetig verbessert und angepasst werden können. Die Spieler bekämpfen sowohl Monster als auch menschliche Feinde. Durch ein Besiegen der Gegner bekommt der Spieler Erfahrungspunkte und steigt im Weltlevel auf. Daran angepasst ist die Stärke der Gegner und je stärker diese sind, desto besser sind die Gegenstände, die ein besiegter Gegner mit sich trägt und dropt.

Bereits 2015 hat das Entwicklungsstudio People Can Fly mit der Entwicklung von Outriders begonnen. Square Enix sprang den polnischen Entwicklern bei und ließ den Funktionsumfang deutlich erweitern. Unter anderem wurde ein kooperatives Gameplay hinzugefügt, so dass der Spieler sich nicht alleine durch die Welt von Outriders kämpfen muss, sondern dies auch in Gruppen tun kann.

Erschienen ist das Spiel für den PC, die PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series und für Googles Stadia.

Die Technik in Outriders

Wie bereits mehrfach erwähnt, verwendet Outriders die Unreal Engine 4. Die Hardwarevoraussetzungen sind als moderat zu bezeichnen. Ein Spielen in 1080p soll selbst für schwächere Systeme möglich sein. Aber auch hier soll das Deep Learning Super Sampling (DLSS) dann beispielsweise für eine GeForce RTX 2060 noch eine Unterstützung sein.

Zuletzt haben wir uns das DLSS in Cyberpunk 2077 und Call of Duty: Black Ops Cold War angeschaut. Diese Titel verwenden allerdings nicht die Unreal Engine. Mit dem Neustart von DLSS in Form der aktuellen Umsetzung bietet NVIDIA den Entwicklern und letztendlich dem Spieler einige weitere Funktionen im Zusammenspiel mit DLSS. So gibt es nun vier verschiedene Profile (Qualität, Ausbalanciert, Leistung und Ultra-Leistung), die eine Abwägung zwischen Bildqualität und Auflösung des internen Renderings und der Leistung in Form von FPS vornehmen. Wie hoch das Leistungsplus in den einzelnen Profilen ausfällt, schauen wir uns gleich noch an.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Einstellungen des Grafikmenüs von Outriders:

Dieses darf als aufgeräumt bezeichnet werden. Viele Eingriffsmöglichkeiten hat der Spieler nicht. Neben der Auflösung kann eine Auflösungsskalierung eingestellt werden. VSync und ein FPS-Limit können ebenfalls aktiviert, oder deaktiviert werden. Bei den Qualitätseinstellungen gibt es Presets (Niedrig, Mittel, Hoch und Ultra). Über die einzelnen Unterpunkte können die Qualität der Effekte, Texturen, Schatten, Sichtweite und des Blattwerks angepasst werden. Ein Anti-Aliasing und Post-Processing gibt es natürlich ebenfalls.

Outriders

3.840 x 2.160 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Von Niedrig auf Ultra werden die FPS in etwa halbiert. In der Darstellungsqualität ist natürlich ein deutlicher Unterschied erkennbar und wer kann, sollte um Niedrig und Mittel einen Bogen machen, mindestens Hoch sollte es schon sein. Der Sprung von Hoch auf Ultra macht hinsichtlich der FPS wenig aus, zeigt aber auch nur geringe Unterschiede in der Darstellungsqualität.

Outriders

3.840 x 2.160 Pixel, GeForce RTX 3080

133.2XX


109.3XX
107.2XX


93.8XX
91.7XX


75.8XX
86.0XX


68.3XX
66.5XX


56.1XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Das DLSS kann für das Ultra-Leistungs-Profil die FPS bei einer GeForce RTX 3080 in UHD verdoppeln. Wer auf die Darstellungsqualität Wert legt, bekommt immerhin 30 % mehr FPS, für Ausbalanciert sind es 38 % und für das Leistungs-Profil etwas mehr als 60 %.

In einigen Vergleichs-Screenshots haben wir versucht, die Darstellungsqualität festzuhalten. In originaler Auflösung und Qualität zu finden sind die Screenshots hier. Eine gewisse Weichzeichnung und damit eine geringere Darstellungsqualität ist erst ab dem Profil "Leistung" festzustellen - noch deutlicher mit "Ultra-Leistung".

Benchmarks

Mit den letzten beiden GPU-Generationen von AMD und NVIDIA haben wir ein paar Benchmarks durchgeführt. Dabei kam ein Intel Core i9-11900K auf einem ASUS ROG Maximus XIII Hero zusammen mit 4x 8 GB DDR4-3600 18-19-19-39 Corsair Vengeance zum Einsatz.

Outriders

1.920 x 1.080 Pixel (Ultra)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Outriders

2.560 x 1.440 Pixel (Ultra)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Eine GeForce RTX 3090 stand uns leider nicht zur Verfügung. Die GeForce RTX 3080 war somit die schnellste Karte im Testfeld und wird selbst von der Radeon RX 6900 XT nicht überflügelt. Darauf folgt die Radeon RX 6800 XT. Eine GeForce RTX 2080 Ti ist schneller als die GeForce RTX 3070 und erst darauf folgt die Radeon RX 6800. Alle weiteren Karten sortieren sich in der erwarteten Reihenfolge ein. Selbst eine Radeon RX 5700 reicht noch aus, um in 1080p flüssige FPS darzustellen. Selbst in 1440p kommt diese Karte noch auf 45 FPS.

Outriders

3.840 x 2.160 Pixel (Ultra) - DLSS: Ausbalanciert

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Für das Spielen in UHD haben wir bei den RTX-Karten das DLSS hinzugeschaltet. Dann kommt sogar eine GeForce RTX 3060 noch auf 45 FPS und dies in der höchsten Darstellungsqualität. Als DLSS-Profil haben wir "Ausbalanciert" ausgewählt. Über eine Auswahl des Leistung-Profils kommen dann auch die kleinsten Karten auf 60 FPS.

Fazit

Outriders feuert kein Effekt-Feuerwerk ab und bietet auch keinerlei Raytracing-Effekte. Allerdings wird letztgenannter Punkt ohnehin von vielen kritisch gesehen und so können wir uns auf die reine Anwendung von DLSS konzentrieren. Mit DLSS 2.0 brachte NVIDIA die Technik auf ein Niveau, welches eigentlich schon zum Start hätte angelegt werden sollen – offenbar war man einfach noch nicht fertig. Nun müssen mit DLSS keinerlei Kompromisse mehr in der Darstellungsqualität gemacht werden. Über die Auswahl an Profilen kann der Spieler bestimmen, ob er mehr Wert auf die FPS oder die Bildqualität legt und kann für sich persönlich ein Level festlegen, das zu seinen Präferenzen passt.

Aus technischer Sicht wirkt Outriders grundsolide, was wohl an der vielfach verwendeten und daher ausgereiften Unreal Engine liegt. Zum spielerischen Inhalt können wir wenig sagen, da wir uns nur auf die technischen Aspekte konzentriert haben. Festzuhalten ist, dass selbst Monitore mit größerer Auflösung noch von Grafikkarten der Mittelklasse ausreichend befeuert werden können, um in Outrides ausreichende FPS zu erreichen. Bei GeForce-RTX-Karten kann das DLSS eine notwendige Hilfestellung leisten.

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An dieser Stelle noch einmal ein paar Worte zu DLSS: Anfangs standen wir der Technik sehr kritisch gegenüber, sie war zu Beginn einfach nicht gut umgesetzt. Der Kompromiss aus Leistungsplus und Darstellungsqualität war einfach zu groß. Die verwaschenen Texturen sind selbst in schnellen Multiplayerschlachten stark aufgefallen.

Mit DLSS 2.0 sieht dies nun anders aus. Im Qualität-Profil kann DLSS sogar mehr Details darstellen, als ein natives Rendering. Zumindest ist jedoch keine schlechtere Darstellungsqualität mehr festzustellen und dennoch gibt es im Durchschnitt 20 bis 30 % mehr FPS. Dieses Angebot sollte man als Besitzer einer GeForce-RTX-Grafikkarte annehmen oder DLSS zumindest einmal ausprobieren. Die Liste an Spielen, die DLSS unterstützen, wächst zusehends. Angekündigt sind noch zahlreiche mehr und man darf nun gespannt sein, wann AMD mit seiner Upscaling-Technologie um die Ecke kommt.

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