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Stations by Spotify ausprobiert: Spotify will einfacher werden

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Im Kampf um neue Nutzer will Spotify möglicherweise auf eine neue App setzen, die unter der Bezeichnung Stations by Spotify entwickelt wird. Im Vergleich mit der bisherigen Spotify-App bietet die neue Software deutlich weniger Optionen, soll aber genau deshalb punkten. Eine erste Testphase ist bereits angelaufen, für jedermann zugänglich ist sie aber nicht.

Entdeckt wurde die neue App zunächst von SensorTower, wie TechCrunch berichtet. Spotify selbst wollte beiden Medien gegenüber keinen konkreten Kommentar abgeben, mehr als ein „Wir testen permanent neue Produkte und Erfahrungen" konnte man dem schwedischen Streaming-Anbieter nicht entlocken.

Allerdings ist bereits nach wenigen Minuten erkennbar, was genau Stations by Spotify anders machen soll, um neue Kunden zu gewinnen. So kann anders als innerhalb der Spotify-App nicht gezielt nach Titeln, Interpreten oder Playlists gesucht werden. Stattdessen stehen zahlreiche Genres wie 80s Hits, Easy Listening, Workout, Classic Rock und Dance zur Auswahl. Hat sich der Nutzer für eines entschieden, beginnt unmittelbar die Wiedergabe eines entsprechenden Titels. Das Vor- oder Zurückspringen ist nicht möglich, einzig eine Pause- und Favoriten-Taste steht zur Verfügung. Nutzt man letztere bei Titeln die gefallen, soll Stations by Spotify im Laufe der Zeit auf den Nutzer angepasste Playlists erstellen. Unter dem Punkt Edit Stations können diese jederzeit aufgerufen werden. Hier kann auch ausgewählt werden, welche Genres berücksichtigt werden sollen.

Als Basis dient Spotifys Song-Portfolio. Zumindest in der derzeitigen Testphase ist ein kostenpflichtiges Abo aber nicht notwendig. Ob es nach dem offiziellen Start von Stations by Spotify dabei bleibt, ist noch nicht bekannt. Denkbar ist, dass die Schweden hier auf Werbeeinblendung zur Finanzierung zurückgreifen werden - ähnlich wie in der Spotify-App.

Dennoch soll die Zielgruppe eine andere sein. So spekuliert TechCrunch, dass Spotify mit dem neuen Ableger vor allem Pandora und vergleichbare Dienste im Visier hat. Die bieten ihren Nutzern ebenfalls nur wenige bis keine Optionen zur direkten Titel- oder Interpretenwahl, verlangen für ihre werbefreien Account-Typen in der Regel aber weniger als Spotify, Apple Music und andere; für Pandora Plus müssen monatlich lediglich knapp 5 US-Dollar gezahlt werden. Ob Spotify allerdings einen speziellen Stations-Tarif anbieten wird, bleibt abzuwarten.

Mit einem solchen könnte der neue Ansatz aber ein Erfolg werden. Schon jetzt ist die App intuitiv zu bedienen und bietet auf den ersten Blick nur wenige kleinere Fehler - darunter mitunter lange Ladezeiten beim Start oder ein sich nicht schliessender Ladebildschirm. Allerdings erfordert Stations by Spotify aufgrund der Einschränkungen ein Umdenken. Wer in puncto Interpret oder Titel flexibel ist und lediglich ein bestimmtes Genre hören möchte, dürfte hier richtig aufgehoben sein. Allerdings könnte Spotify sich mit einem solchen Angebot auch selber kannibalisieren. Schließlich könnte so mancher Nutzer des regulären Angebots mit dem, was Stations by Spotify bietet, bereits zufrieden sein.

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