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M.2-SSD Corsair MP500 mit NVMe und Phison-Controller im Test

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Seite 1: M.2-SSD Corsair MP500 mit NVMe und Phison-Controller im Test

teaserDie MP500 SSD ist das neue Flaggschiff von Corsair und soll laut Hersteller Übertragungsraten von bis zu 3.000 MB/s beim Lesen und 2.400 MB/s beim Schreiben erreichen. Damit würde das Laufwerk in der High-End-Klasse spielen und das bisherige Spitzenfeld angreifen. Mit Phison-Controller und schnellem MLC-Speicher besitzt die MP500 SSD die nötigen technischen Voraussetzungen dafür. Ob die technischen Daten auch in der Realität so gut sind, wie sie sich auf dem Papier anhören, untersuchen wir in diesem Artikel.

Das letzte Mal, dass wir eine SSD von Corsair in der Redaktion hatten, ist inzwischen über drei Jahre her. In der Zwischenzeit hat sich viel getan, insbesondere der Übergang zu wesentlich schnelleren SSDs mit PCI-Express-Interface bzw. NVMe ist in vollem Gange. Diesem Trend kann sich auch Corsair nicht entziehen und möchte mit der MP500 wieder ganz vorne mitmischen. Über die drei Jahre ist eine Sache allerdings gleichgeblieben – nämlich der Hersteller des Controllers. Auch damals hat Corsair schon mit Phison zusammengearbeitet, allerdings im Einsteiger-Bereich.

Dabei sehen wir den Phison-Controller auf der Corsair MP500 nicht zum ersten Mal, bei der Zotac Sonix SSD kommt ebenfalls das PS5007-E7-Modell zum Einsatz. Tatsächlich gibt es noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Laufwerken, denn der Speicher stammt ebenfalls von Toshiba, ist planar in 15 nm gefertigt und speichert zwei Bit pro Zelle (MLC). Doch während es die Zotac Sonix SSD nur im Format einer PCI-Express-Erweiterungskarte gibt, kommt die MP500 im kompakten M.2-Format und ist so wesentlich flexibler einsetzbar. Nicht zuletzt hat natürlich auch die Firmware Einfluss auf die Performance, sodass es umso interessanter wird zu sehen, welche Performance Corsair mit dieser Hardware erreicht.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
Corsair MP500 480 GB
Straßenpreis ab 314 Euro
Homepage www.corsair.com
Technische Daten  
Formfaktor M.2
Interface PCIe 3.0 x4
Protokoll NVMe
Firmware E7FM
Kapazität (lt. Hersteller) 480 GB
Kapazität (formatiert) 447 GiB
Verfügbare Kapazitäten 120, 240, 480 GB
Cache 512 MB LPDDR3-1600
Controller Phison PS5007-E7
Chipart MLC NAND (Toshiba, 15 nm)
Lesen (lt. Hersteller) 3.000 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 2.400 MB/s
   
Herstellergarantie Drei Jahre
Lieferumfang -
 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 6152
Ich fände es cool wenn ihr für eure M.2 Tests zusätzlich einen Kühlkörper (z.B. den kleinen von alphacool oder andere) verwenden könntet, diese Tests müssten ja nicht so umfangreich sein, sondern nur das man eine gewisse Ahnung bekommt wie sich die SSD damit verhält. Bei mir wird z.B. definitiv ein passiver Kühlkörper drauf kommen.
#2
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Registriert seit: 07.07.2008
Basel, Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 1974
Nur passt ein Kühlkörper häufig garnicht drauf, da der Anschluss ja meistens irgendwo zwischen den PCI-E Anschlüssen hängt und durch die Graka überlappt wird (ausser man nutzt eine single Slot oder Intel GPU). Ist natürlich jetzt eher auf Gamer oder professionelle Karten bezogen welche etwas grösser sind. Von daher stellt sich die Frage ab dem Nutzen und des damit verbundenen Aufwand eines solchen Tests für die grosse Mehrheit.
#3
Registriert seit: 24.11.2006
Regensburg
Stabsgefreiter
Beiträge: 263
hat das Corsair M.2 Laufwerk ein Option ROM ?

dazu sehe ich keine Info und die ist ja nicht so ganz unwichtig
#4
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Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
Redakteur
Moderator
Beiträge: 10080
Zitat NasaGTR;25230341
Ich fände es cool wenn ihr für eure M.2 Tests zusätzlich einen Kühlkörper (z.B. den kleinen von alphacool oder andere) verwenden könntet, diese Tests müssten ja nicht so umfangreich sein, sondern nur das man eine gewisse Ahnung bekommt wie sich die SSD damit verhält. Bei mir wird z.B. definitiv ein passiver Kühlkörper drauf kommen.

Alle Benchmarks werden mit Kühlkörper durchgeführt. (Bis auf den Test des Laufwerks ohne Kühlkörper ;) )
#5
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13337
Zitat
Dabei sehen wir den Phison-Controller auf der Corsair MP500 nicht zum ersten Mal, bei der Zotac Sonix SSD kommt ebenfalls das PS5007-E7-Modell zum Einsatz. Tatsächlich gibt es noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Laufwerken, denn der Speicher stammt ebenfalls von Toshiba
Dann scheint es noch zu stimmen was Anandtech schon damals im Review der OCZ Trion 100 geschrieben hat:

Zitat
Im Gegensatz zu SATA-SSDs produzieren Laufwerke im M.2-Formats eine größere Abwärme, die aufgrund der kleineren Bauform auch noch schlechter abgeführt werden kann.
Der Satz ist ganz mies formuliert, denn es gibt ja auch eine ganze Menge M.2 SATA SSDs und die sind nicht schneller und erzeugen nicht mehr Wärme als SATA SSDs im 2.5" Formfaktor. Korrekt wäre: Im Gegensatz zu SATA-SSDs produzieren PCIe SSDs eine größere Abwärme, die aufgrund der kleineren Bauform der Laufwerke im M.2-Format auch noch schlechter abgeführt werden kann.

Zitat
Die praktische Relevanz des TBW-Werts ist allerdings eher gering, denn einerseits erreicht man diesen Wert selbst als Power-User kaum, andererseits ist davon auszugehen, dass der Speicher ein Vielfaches der spezifizierten Schreibvorgänge aushält.
Richtig, nur je höher der Wert schon ist, umso weniger kann man davon ausgehen, dass er wirklich noch um ein Vielfaches überschritten werden kann. Nimmt man die knapp 700TB so wäre das bei 512GB verbautem NAND rund 1360 mal so viel, bei vermutlich 3000 spezifizierten Zyklen (Crucial hatte für die BX100 mit planaren 16nm MLC NAND gar nur 2000 spezifiziert) dürfte die WA dann nur knapp über 2 liegen und dann sind die spezifizierten P/E Zyklen sind zusammen mit der TBW erreicht. Samsungs TLC V-NANDs der 960 Evo müssten die gleichen 3000 spezifizierten P/E Zyklen haben, bei nur 200TB TBW sind es aber nur 390 mal so viel wie die Kapazität und da die Write Amplification der Samsung Controller eher gering ist, dürften die am Ende eher mehr TBW aushalten als die mit den 15nm NAND, jedenfalls ist selbst wenn beiden gleich viel aushalten da das Vielfache am Ende bei der größer.

Zitat
Der AS SSD Kompressionsbenchmark zeigt einen praktisch linearen Anstieg der Geschwindigkeit, je besser die Daten komprimierbar sind.
Ein Screenshot davon schön, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Wirklich schwach finde ich die seq. Werte bei IOMeter, die bedeuten ja in aller Regel nur 128k lange Zugriffe, was für die meisten alltäglichen Anwendungen sogar schon recht viel ist. Da sind 633,8MB/s schon extrem müde und besagen, dass diese SSD erst bei sehr lange bzw. viele parallelen Zugriffen aus dem Quark kommt.

Zitat
Beim Lesen von kleinen Blöcken und niedriger Anfragetiefe stellt die Corsair MP500 gar einen neuen Rekord auf und knackt erstmals die Marke von 60 MB/s.
Die hohen 4k Lesend bei AS-SSD sind nur einem Bug beim AS-SSD geschuldet, denn das Programm passt bei den 4k Tests nicht auf ob auch alle Stellen die gelesen werden vorher beschrieben wurden. Das kann man prüfen indem man den Prozess von AS-SSD im Taskmanager beendet während die 4k Lesend laufen und dann das test.bin im Verzeichnis AS-SSD-TEST42 mal komprimiert. Mit der normalen NTFS Kompression belegt die 1GB große Datei bei mir nur noch 711MB auf der Platte. Schießt man den Prozess von AS-SSD ab während der seq. Lesetest läuft und komprimier die Daten, so ist sie auf der Platte immer noch 1GB groß, da lässt sich also zumindest mit der NTFS Datenkompression nichts komprimieren (7Zip bekommt sie in der Ultra Einstellung allerdings auf 16,7MB komprimiert, irgendwann wiederholen sich die Zufallsdaten offenbar doch), weil eben beim Schreiben die ganze Datei beschrieben wurden, während bei 4k Schreiben offenbar zufällig irgendwelche Stelle überschrieben werden, aber eben nicht allem, denn auch wenn man 256 tausend mal zufällig 4k von einer 1GB Datei überschreibt, muss es nicht alle Bereich treffen, sondern einige werden eben mehrfach beschrieben und andere gar nicht.

Wenn da nichts geschrieben ist, dann steht in den Spare angelegten Dateien eben 00 und damit profitiert der Phison dann von seiner Datenkompression, weshalb die 4k Werte auch nur bei den SSDs bei AS-SSD dann mal höher als bei CrystalDiskMark sind, sonst sind sie bei AS-SSD nämlich schon deswegen immer geringer, weil AS-SSD die Mittelwerte der Wiederholungen anzeigt und CDM die Spitzenwerte. Die ist also nicht der neue King bei kurzen Zugriffen, sonst würde sie beim PCMark auch viel besser abschneiden. Wo sie bei 4k QD1 lesend wirklich liegt, sieht man doch bei IOMeter, wo es nur 39MB/s waren und wenn man mit CrystalDiskMark einmal mit komprimierbaren Daten (z.B. 00 Fill) und einmal mit nicht komprimierbaren Daten bencht, sieht man auch die sehr der Phison selbst bei 4k Zugriffen von der Komprimierung profitiert, was der Sandforce damals nicht geschafft hat.
#6
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Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
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Zitat Holt;25231339
Ein Screenshot davon schön, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.


Bitte sehr:

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