Seite 10: Fazit

Die Zotac Sonix SSD ist jetzt das dritte Laufwerk mit NVMe-Interface, das wir getestet haben und bietet ebenso wie die Intel SSD 750 und Samsung SSD 950 PRO massig Performance. Insbesondere die sequenziellen Transferraten sind immer wieder beeindruckend, die Zotac Sonix erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 2.300 MB/s – das entspricht ungefähr vier SATA-SSDs im RAID 0. Gleichzeitig ist die Sonix als Erweiterungskarte sehr viel einfacher zu handhaben, so entfallen sämtliche Kabel und die Konfiguration eines RAID-Controllers.

Dass die Zotac Sonix sämtliche SATA-SSDs hinter sich lässt, ist keine Überraschung, sondern gehört für eine NVMe-SSD zur Pflicht. Die Frage ist also, wie sich die Sonix in der Klasse der PCIe-SSDs schlägt. Die Intel SSD 750 ist bei PCMark nur wenige Prozentpunkte schneller, wobei wir das größte Modell mit 1,2 TB getestet haben. Insbesondere die sequenziellen Transferraten lassen sich so nicht fair vergleichen, die 400-GB-Variante der Intel SSD 750 ist mit 900 MB/s für das sequenzielle Schreiben deutlich niedriger spezifiziert als die Zotac Sonix mit 1.300 MB/s.

Gelungene Vorstellung: Die Zotac Sonix SSD mit Controller von Phison.

Die Samsung SSD 950 PRO ist bei PCMark deutlich schneller und kann auch bei den sequenziellen Transferraten meistens mehr als gut mithalten. Andererseits kommt die Intel SSD 750 ursprünglich aus dem Enterprise-Segment, darf also als sehr zuverlässig gelten, nicht zuletzt auch aufgrund der Power-Loss-Protection, die sowohl der Samsung SSD 950 PRO als auch der Zotac Sonix fehlt.

Die Zotac Sonix ist derzeit ab 358 Euro erhältlich und kostet damit rund 75 Cent pro Gigabyte. Für die Samsung SSD 950 PRO mit 512GB werden mindestens 318,90 Euro fällig, was 62 Cent entspricht. Die Intel SSD 750 mit 400 GB wird derzeit ab 315 Euro gehandelt, womit das Gigabyte knapp 79 Cent kostet. Das Intel-Laufwerk ist damit am teuersten und verspricht potenziell die höchste Zuverlässigkeit. Die Samsung-SSD ist deutlich günstiger und bietet die beste Alltagsperformance, kommt im für Desktop-Rechner allerdings nicht immer optimalen M.2-Formfaktor.

Die Zotac Sonix platziert sich preislich über der Samsung- und nur knapp unter der Intel-SSD, was eine Empfehlung an dieser Stelle schwer macht. Es würde der Sonix sehr gut stehen, sich preislich in Richtung der 950 PRO oder gar leicht darunter zu bewegen, denn es handelt es sich um ein sehr gutes Laufwerk, dem letztendlich nur der Preis im Weg steht.

Positive Aspekte der Zotac Sonix SSD:

  • sehr hohe Performance
  • sehr gute Kompatibilität dank NVMe
  • Kühlkörper beugt Drosselung vor

Negative Aspekte der Zotac Sonix SSD:

  • (noch) zu teuer