Seite 9: Fazit

Beim Kopieren und bei den sequenziellen Transferraten schneidet die Q300 Pro gut ab, beim Lesen von kleinen Datenblöcken mit wenigen gleichzeitigen Zugriffen liegt sie am Ende des Testfelds. Beim PCMark-8-Benchmark dreht sich das Bild vollkommen um, denn hier liefert sie unter allen SATA-SSDs das beste Ergebnis. Die gute Performance ist zum Teil sicher auch auf den Pseudo-SLC-Cache zurückzuführen, der allerdings auch bei anderen Laufwerken im Testfeld zum Einsatz kommt.

Dem Belastungstest geht ein zweimaliges vollständiges Beschreiben des Laufwerks voraus, sodass der Pseudo-SLC-Cache hier nicht mehr wirken kann. Trotzdem kann die Toshiba Q300 Pro auch bei diesem Test überzeugen, denn die Leselatenz und die Gesamtleistung sind auch bei starker Belastung noch sehr gut.

Die Toshiba Q300 Pro ist sehr schnell, aber auch entsprechend teuer.

Wo ist der Haken? Dieser liegt ganz klar beim Preis, denn mit ca. 140 Euro für das Modell mit 256 GB ist die Toshiba Q300 Pro weit davon entfernt, günstig zu sein. Die Crucial MX200 kostet derzeit knapp 90 Euro, ist also rund 35 % günstiger, wobei der gefühlte Leistungsunterschied deutlich geringer ausfallen dürfte. Auf der anderen Seite gibt es mit der Intel SSD 750 und der Samsung SSD 950 PRO inzwischen sehr schnelle Laufwerke mit Flashspeicher, die nicht durch das SATA-Interface gedrosselt werden und sequenzielle Transferraten von über 2.000 MB/s liefern - ein Vielfaches der maximal 530 MB/s, die bei SATA-Laufwerken erreicht werden. Freilich kosten diese Laufwerke noch einen spürbaren Aufpreis, doch scheint der Aufpreis hier eher gerechtfertigt zu sein als bei SATA-SSDs.

Natürlich gibt es auch Systeme, die keine PCI-Express-Laufwerke wie die Intel SSD 750 oder die Samsung SSD 950 aufnehmen können. Wer bei der Auswahl des Laufwerks auf die SATA-Schnittstelle eingeschränkt ist, für den kann ein Laufwerk wie die Toshiba Q300 Pro durchaus Sinn machen. Alles in allem ist die Q300 Pro ein empfehlenswertes Laufwerk, nicht zuletzt auch weil Toshiba alle Komponenten des Laufwerks selbst fertig, was sich bisher als gute Metrik für Zuverlässigkeit erwiesen hat. Schade ist es jedoch, dass es die Toshiba Q300 Pro mit maximal 512 GB Speicherkapazität gibt, während Samsung die SSD 850 PRO und EVO inzwischen mit bis zu zwei Terabyte anbietet.

Positive Aspekte der Toshiba Q300 Pro:

  • Hervorragende Alltagsleistung
  • Sehr gute Langzeitperformance

Negative Aspekte der Toshiba Q300 Pro:

  • Kapazität nur bis 512 GB
  • Preis