Seite 2: Die Plextor M6 PRO im Detail

Nachdem wir das Gehäuse der Plextor M6 PRO geöffnet haben, können wir sofort alle Komponenten identifizieren. Der Controller stammt von Marvell, es handelt sich um das 9187-Modell. Der gleiche Controller kam auch schon auf der M5 PRO zum Einsatz. Der aktuellste Controller von Marvell ist das inzwischen nicht mehr, auf der Crucial MX100 haben wir bereits den Marvell 9189 gesehen. Der Flash-Speicher stammt – ebenfalls wie bei der M5 PRO – von Toshiba. Im Gegensatz zur M5 kommt jetzt allerdings die zweite Generation des in 19 nm gefertigten MLC-Speichers zum Einsatz. Abgerundet wird die Hardware durch einen 512 MB großen DRAM-Cache von Hynix.

Die Plextor M6 PRO mit auffälliger Farbgebung in Rotgold

Bei der Vorstellung der M6 PRO wurde seitens Plextor besonders auf die neue PlexTurbo-Technik Wert gelegt. Dabei handelt es sich um eine Software-Lösung, die den Arbeitsspeicher des Rechners als Cache für die SSD nutzt und so die Performance erhöhen soll. Besonders kritisch bei jeglicher Art von Cache ist natürlich immer das Verhalten bei einem ungeplanten Stromausfall: Je größer die zwischengespeicherte Datenmenge, desto größer auch der potentielle Schaden.

Wie immer hat man auch bei einem Cache die Qual der Wahl, in diesem Fall zwischen Write-Through und Write-Back. Im ersten Fall wird gleichzeitig in den Cache und auf die SSD geschrieben, die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts steigt bei einem Stromausfall nicht an. Dafür wird die Schreibgeschwindigkeit natürlich auch wieder durch die SSD limitiert und man erfährt beim Schreiben keinen Geschwindigkeitszuwachs. Bei einem Write-Back-Cache steigt auch die Geschwindigkeit beim Schreiben, dafür können bei einem Stromausfall alle Daten, die nur im Cache, aber noch nicht auf der SSD liegen, verloren gehen.

Plextor setzt bei der M6 PRO auf Komponenten von Marvell und Toshiba

Plextor redet in Zusammenhang mit PlexTurbo nun von einer sogenannten Write Trough Plus Technology (WTP) – man möchte also die Vorteile aus beiden Welten ohne die Nachteile. Ohne genauere Details zu nennen verspricht Plextor für WTP die gleiche Schreibperformance wie bei einem reinen Write-Through-Cache, gleichzeitig soll aber die Datenintegrität zu einem höheren Grad gewährleistet sein. Aktiviert wird PlexTurbo über die PlexTools mit einem einfachen Klick und einem Neustart des Rechners. Welche Performancesteigerungen durch PlexTurbo im Alltag zu erwarten sind, untersuchen wir auf der nächsten Seite.