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ASUS ZenBook Flip UX360CA im Test

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Seite 1: ASUS ZenBook Flip UX360CA im Test

asus zenbook flip teaser kleinDen Dreh hat ASUS schon länger raus. Im Herbst 2014 griff man mit dem Transformer Book Flip die Idee des 360°-Scharniers auf, verschiedene kleinere Mängel standen einer Empfehlung aber im Weg. Nun startet man den nächsten Anlauf, allerdings mit der ZenBook-Familie. Das ZenBook Flip bleibt dem eigentlichen Prinzip treu, soll aber nicht nur in Sachen Wertigkeit und Ausstattung mehr bieten. Der Test zeigt, dass das funktioniert.

Für den Test stand die teuerste Konfiguration UX360CA-C4019T (in der Farbvariante Gold C4021T) zur Verfügung, die für etwa 899 Euro angeboten wird. Für 100 Euro weniger steht das Modell C4018T (Gold: C4020T) bereit, das mit einer kleineren SSD auskommen muss. Ob zu einem späteren Zeitpunkt weitere Zusammenstellungen folgen werden, ist noch nicht bekannt. Angekündigt wurde das Notebook unter anderem mit verschiedenen Prozessoren und einer dritten SSD-Größe.

Standard-Display

Auf Nummer sicher geht ASUS beim Display. Die Kombination aus 13,3 Zoll und Full-HD-Auflösung ist in diesem Preisbereich üblich und ausreichend, etwas anderes als ein IPS-Panel erwartet man ebenfalls nicht. Das von AU Optronics gelieferte Panel bietet großzügige Betrachtungswinkel und eine gute Farbdarstellung, hat aber auch mit einem Blaustich zu kämpfen; durchschnittlich 7.400 Kelvin sprechen eine deutliche Sprache.

Kontrast und Homogenität sind gut, die Helligkeit reicht aber nicht immer aus
Kontrast und Homogenität sind gut, die Helligkeit reicht aber nicht immer aus.

Raum für Verbesserungen gibt es aber auch in Sachen Beleuchtung. Mehr als 317 cd/m² erreicht die nicht, womit es im Freien schnell zu Problemen bei unschönen Spiegelungen kommen kann. Mit rund 87 % fällt zumindest die Homogenität gut aus, ähnliches gilt für den Kontrast (1.380:1). Überzeugen kann der Touch-Sensor, der im Test sämtliche Eingaben tadellos erkannte.

Nur Thunderbolt 3 fehlt

Etwas über dem Klassendurchschnitt liegt die Schnittstellenbestückung. Das ZenBook Flip bietet zweimal USB 3.0, jeweils einmal USB 3.1 Gen 1 Typ-C und Micro-HDMI sowie eine Audio-Buchse. Hinzu kommen ein Kartenleser für SD- und microSD-Karten, ac-WLAN in 2x2-Konfiguration für den Betrieb in beiden üblichen Frequenzbereichen und Bluetooth 4.1. Vermisst wird lediglich Thunderbolt 3, was einerseits mehr Tempo bieten und andererseits den HDMI-Ausgang obsolet machen würde.

USB Typ-C und schnelles WLAN sind vorhanden, nur Thunderbolt 3 wird vermisst
USB Typ-C und schnelles WLAN sind vorhanden, nur Thunderbolt 3 wird vermisst.

Gut gefallen würden auch bessere Lautsprecher. Die beiden auf der Unterseite des Notebooks verbauten Boxen erreichen weder besonders hohe Pegel, noch decken sie ein breites Spektrum ab. Verzerrungen treten erst spät auf, sind aber eindeutig wahrnehmbar. Qualitativ ähnlich schneidet die 720p-Webcam ab. In hell ausgeleuchteten Umgebungen reicht das Bild für Video-Chats, unter anderen Bedingungen kommt es zu starkem Rauschen.

Kein Licht

Rein optisch alt bekannt wirken Tastatur und Touchpad. Tatsächlich aber gibt es gegenüber zahlreichen anderen ZenBook-Geräten zwei Unterschiede.

Der erste betrifft die Hintergrundbeleuchtung, auf die ASUS beim UX360CA komplett verzichtet hat. Vermisst wird sie lediglich in schlecht beleuchteten Arbeitsumgebungen, für knapp 900 Euro darf man sie aber erwarten. Dafür überzeugt die Tastatur beim Tippen. Alle wichtigen Tasten bieten die Standardgröße und sind eindeutig beschriftet, Hub und Druckpunkt sind gut gewählt - einzig die Leertaste wirkt etwas weich.

Abgesehen von der fehlenden Beleuchtung überzeugt die Tastatur
Abgesehen von der fehlenden Beleuchtung überzeugt die Tastatur.

Das in der Horizontalen mittig platzierte Touchpad bietet eine ausreichende Größe und überzeugt dank der guten Gleiteigenschaften und hohen Erkennungsrate von Eingaben. Für den ein oder anderen ungewohnt dürfte die Tastenlösung sein. Denn ASUS setzt lediglich auf eine Taste - ob der Druck als Rechts- und Linksklick erkannt wird, hängt von der Position des Fingers ab. Da trifft es sich gut, dass eine optische Unterteilung der beiden Seiten vorhanden ist. Druckpunkt und Hub sind beinahe ideal.

ZenBook Flip im ZenBook-Look

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den ASUS-Notebook-Reihen ist das beim Gehäuse verwendete Material. Bei der ZenBook-Familie handelt es sich dabei traditionell um Aluminium - so auch beim ZenBook Flip. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut, die Stabilität könnte hingegen besser sein. So lässt sich die Handballenablege im Bereich des Touchpads bereits mit moderatem Krafteinsatz verformen, die beiden Scharniere des Displays können darüber hinaus selbst leichte Stöße nicht ausgleichen.

ASUS greift auf das bekannte ZenBook-Design zurück
ASUS greift auf das bekannte ZenBook-Design zurück.

Dafür überzeugen sie beim Wechsel zwischen Notebook und Tablet und umgekehrt. Mit einem Handgriff lässt sich Display um 360° drehen, auch beliebige Zwischenschritte sind problemlos möglich. Der Nutzung als Tablet auf der Couch steht jedoch das Gewicht entgegen. Denn das 323,0 x 220,0 x 13,9 mm große UX360CA bringt etwa 1,3 kg auf die Waage.

Das Gehäuse verfügt nur über zwei Schwächen, die Scharniere sind eine davon
Das Gehäuse verfügt nur über zwei Schwächen, die Scharniere sind eine davon.

Rein optisch ist das Gerät schon auf den ersten Blick als ZenBook identifizierbar. Den Deckel zieren die typischen konzentrischen Kreise, eine leicht angedeutete Keilform lässt das Notebook dünner wirken als es ist. Insgesamt wirkt es dadurch elegant, vielleicht aber auch eine Spur zu langweilig. Beim Gestalten hat ASUS die Funktion nicht vergessen. So sind die physischen Schnittstellen auf den hinteren linken und rechten Rand verteilt, Standby und Lautstärke können über eigene Tasten auf der linken Seite gesteuert werden.

 

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Kommentare (4)

#1
Registriert seit: 24.05.2012
Ilmenau
Korvettenkapitän
Beiträge: 2362
Ich bin ja ein großer Fan der Zenbooks (Nutze selbst gerade mein UX21A), aber sagt mal, ist euch der grausame Luftspalt zwischen Touchglas und Display nicht aufgefallen?
Der ist auf jedem Bild DEUTLICH zu erkennen.
Das Schwarz vom Display ist durch diesen Luftspalt bei der kleinsten Umgebungsspiegelung vollständig dahin, bei normaler Nutzung in normal beleuchteten Räumen liefert eine solche Bauweise höchst unzufriedenstellende Bildqualität. Der Kontrast sinkt ins unermessliche und die Farben werden auch total flau.
Man sieht an den Fotos gut, wie das Schwarz von der Taskleiste massiv heller als der schwarze Rahmen ist. Und das schon bei Innenraumnutzung...

Displays ohne Optical Bonding haben in der Preisklasse nichts verloren! Damit ist das Zenbook Flip für mich gestorben.

http://www.unicornmfg.com.hk/products/OpticalBondingTechnology.jpg

http://www.datadisplay-group.de/opticalbonding/


Ich bitte euch, dass ihr bei zukünftigen Tests auf dieses Thema eingeht. Wie scheiße das Display ist, sieht man ja auf Anhieb auf den Bildern. Da ists völlig egal welchen Kontrast oder Helligkeit das hat.
#2
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Registriert seit: 18.09.2014
Gelsenkirchen
Hauptgefreiter
Beiträge: 179
Ich glaube das ist dem Winkel den Fotos zu schulden. Aber auch das dass Display sehr Spiegelt was auch eine Grund diese Fotos ist. Habe Gerade Paar Review Videos gesehen und Da schaut nicht so aus wie Auf dem Foto. Und auch bei Notebookcheck ist keine Silbe zu Lesen das da Irgendwie Luft zwischen Display und Touch ist, aber es Wird da hingewiesen das Dass Display Sehr Spiegelt
#3
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Registriert seit: 21.01.2010
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1638
Zitat
Tempo bieten und andererseits den HDMI-Ausgang obsolet machen würde.


...ist natürlich Mega geil für alles einen Adapter mitschleppen zu müssen. Eine fest verbaute Option mehr würden mich jetzt nicht unbedingt vom Kauf abschrecken xD
#4
Registriert seit: 24.05.2012
Ilmenau
Korvettenkapitän
Beiträge: 2362
Zitat Mezzo;24686799
Ich glaube das ist dem Winkel den Fotos zu schulden. Aber auch das dass Display sehr Spiegelt was auch eine Grund diese Fotos ist. Habe Gerade Paar Review Videos gesehen und Da schaut nicht so aus wie Auf dem Foto. Und auch bei Notebookcheck ist keine Silbe zu Lesen das da Irgendwie Luft zwischen Display und Touch ist, aber es Wird da hingewiesen das Dass Display Sehr Spiegelt


Auf den Fotos von Notebookcheck sieht man den Himmel auch massiv heller im Display als im Display-Rahmen, deshalb spiegelt das Display so massiv, weil es eben diesen Luftspalt gibt. Nur geht Notebookcheck leider auch nicht darauf ein.

Auch hier https://www.youtube.com/watch?v=fJAf7Z_7-ac (0:57) sieht man, wieviel stärker die Spiegelung des Displays im Vergleich zum (ebenfalls glänzenden) schwarzen Rahmen ist. Halte mal ein halbwegs modernes Smartphone in einen ähnlichen Winkel. Das Display sticht um Längen nicht so heraus und bleibt deutlich dunkler, auch wenn sich der Himmel darin spiegelt.

Es ist halt leider nunmal so, dass kaum einer von diesem Problem weiß, Notebookcheck wertet ja immer nur "Spiegelt? Ja/Nein". Aber das ist viel zu kurz gedacht...

Das z.B. ist ein Optical Bonded (verklebtes) Display, in welchem sich bei Sonne der Himmel spiegelt. Merkst du, wie massiv weniger dieses Display unter dieser Spiegelung leidet und wie viel tiefer das schwarz ist? http://stadt-bremerhaven.de/wp-content/uploads/2016/05/lg_g5_03.jpg
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