Seite 3: Display, Fazit

Helles und kontrastreiches G-Sync-Display

Schenker setzt beim U706 auf ein 17,3-Zoll-Display, das mit der FullHD-Auflösung (1.920 x 1.080) Bildpunkten auflöst. Die Kombination aus Diagonale und Pixelanzahl passt gerade bei einem Gaming-Notebook gut, da so die GPU nicht zu stark beansprucht wird – das garantiert auch später noch ansprechende Frameraten. Gleichzeitig hatte Schenker aber auch keine andere Wahl, denn wer – wie Schenker - G-Sync verbauen will, ist bei Notebooks aktuell auf das FullHD-Format festgelegt. Dass G-Sync in der Praxis einen großen Komfortgewinn bedeutet, haben wir bereits mehrfach festgestellt – und so ist es natürlich auch beim XMG U706.

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Schenker Technologies XMG U706

Gleichzeitig, kann das matte Panel mit guten Messwerten aufwarten. Es ist mit durchschnittlich 320 cd/m² mehr als ausreichend leuchtstark, um auch in hellen Umgebungen zu punkten – einzig eine direkte Lichtquelle sollte nicht im Hintergrund sein. Sehr gut kann die Homogenität der Ausleuchtung gefallen, die bei über 90 % liegt. Gute Messwerte konnten wir auch beim Kontrastverhältnis ermitteln, das 1087:1 beträgt. Ebenso müssen auch bei der Farbwiedergabe keine Abstriche in kauf nehmen, denn mit durchschnittlich 6.285 Kelvin liegt man recht nahe am Optimum.

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Fazit

Das Schenker Technologies XMG U706 stellt das Gegenkonzept zur immer weiter voranschreitenden Komponenten-Integration bei Gaming-Notebooks dar – und ist damit ein Gegenentwurf zu vielen anderen Geräten, die aktuell auf den Markt kommen. Genau wie beim Vorgänger-Modell gelingt dem XMG U706 der Spagat zwischen einem klassischen Gaming-Notebook und einem DTR-System mit Desktop-CPU überraschend gut.

Das Gehäuse ist kaum größer, als es bei normal dimensionierten Gaming-Geräten der Fall ist, dass Slimline-Gamer auf der anderen Seite noch einmal deutlich mobiler sind, versteht sich von selbst. Das gilt auch für das Gewicht, denn 3,9 kg können auch Gaming-Notebooks mit einer mobilen CPU auf die Waage bringen. Gleichzeitig kann der von Clevo stammende Barebone mit einer schlichten Optik und einer ordentlichen Verarbeitungsqualität aufwarten. Die Schnittstellen sind gut positioniert und ausreichend vorhanden. An dieser Stelle gibt es auch den größten Unterschied zum Vorgänger-Modell, denn nun gibt es eine Kombobuchse im Typ-C-Format, die sowohl USB 3.1 als auch Thunderbolt 3 beherrscht. Keine Änderungen gibt es bei den Eingabegeräten. Die Tastatur kann weiterhin auf der ganzen Linie überzeugen, während das Touchpad gerne noch etwas präziser sein könnte.

Im großen Stil kann das U706 überzeugen, wenn es um die Leistung geht. Dank eines Core i7-6700K aus dem Desktop-Regal ist es eines der schnellsten Notebooks, das wir bislang im Test hatten. Da auch die SSD mit neuen Spitzenwerten aufwarten kann und die GeForce GTX 980M eine bewährt gute Performance an den Tag legt, wird für alle Lebenslagen, sei es nun produktiver oder spielerischer Art, mehr als genügend Power in die Waagschale geworfen, um so schnell nicht zum alten Eisen zu gehören. Wie immer gilt aber, dass es sich bei unserem Setup lediglich um eine Beispielkonfiguration handelt.

Der verbaute Desktop-Prozessor mit seinen 91 Watt stellt dabei größere Herausforderungen an das Kühlsystem. Das merkt man dem Gerät dann an, wenn es unter maximale Last gesetzt wird, denn der Barebone wird dann ordentlich laut und noch dazu muss der Prozessor gethrottelt werden. Im normalen Gaming-Einsatz kommt das nicht vor und auch die Kühlung arbeitet dann etwas ruhiger. Angenehm ist es, dass die Oberflächentemperaturen des Gehäuses immer im grünen Bereich sind und der Lüfter im Idle nun nicht mehr zwischendrin anspringt. Dank einer TDP von 91 W fällt der Stromverbrauch gerade unter Last deutlich höher aus, als bei der Mobile-Konkurrenz, aber auch im Leerlauf liegt der Stromhunger über dem, was Gaming-Notebooks aktuell benötigen.

Einen rundum überzeugen Eindruck hinterlässt das Display, das nicht nur G-Sync-Support bietet, sondern auch hell, kontrastreich und farbneutral ist. Das FullHD-Panel sorgt zudem dafür, dass die Gaming-Hardware nicht über Gebühr belastet wird, was sich auf lange Sicht auszahlen wird.

Alles in allem ist das Schenker Technologies XMG U706 ein Gaming-Powerhouse, wie es im Buche steht. Das XMG U706 ist aktuell eines der schnellsten Gaming-Notebooks und dabei trotz seiner Desktop-CPU nicht größer als viele Konkurrenten, Nachteile gibt es aber beim Stromverbrauch und der Wärmeentwicklung.

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Positive Aspekte des Schenker Technologies XMG U706 Ultimate:

  • Vergleichsweise kompaktes Gehäuse
  • Extrem hohe Systemeleistung
  • Extrem hohe Gaming-Leistung
  • gute Lüftersteuerung
  • gute Eingabegeräte

Negative Aspekte des Schenker Technologies XMG U706 Ultimate:

  • Extrem teuer
  • Gehäuse könnte dem Preis angemessen noch hochwertiger sein