Seite 3: Display, Fazit

Hell, matt, aber eben ohne Touch

Die größte Differenzierung zwischen dem High-End-Modell des XPS 13 und der hier getesteten Mittelklasse ist ohne Frage das Display. Das eine Gerät kommt mit einem Touch-Display daher, das mit 3.200 x 1.800 Bildpunkten auflöst, während das andere gerade einmal betagte 1.920 x 1.080 Pixel in die Waagschale werfen kann. Der Unterschied klingt gigantisch, erweist sich in der Praxis aber als deutlich kleiner, als man annehmen würde. Die Schuld ist aber nicht beim Display zu suchen, sondern bei Windows, das aktuell nicht sonderlich gut mit skalierten Darstellungen zurecht kommt. Egal welche Einstellung gewählt wird, es finden sich immer Menüs, die nicht mitskalieren und dann optimaler Weise mit einer Lupe betrachtet werden sollten. Entsprechend kann sich das XPS 13 mit Full HD recht gut behaupten, zumal der 13-Zöller noch immer mit einer recht scharfen Darstellung zu gefallen weiß.

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Dell XPS 13 mit Full HD-Display

Gerade Nutzer, die häufig unterwegs sind, werden sich über das matte Display freuen, das bei Spiegelungen natürlich klar die Nase vorn hat. Dafür muss allerdings auf die Touch-Funktion verzichtet werden, die sich gerade unter Windows 8 als recht praktisch erwiesen hat.

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Das von Dell verbaute IPS-Panel kann in unseren Messungen noch dazu mit recht guten Werten überzeugen, frei von Fehlern ist es aber nicht. Mit durchschnittlich rund 340 cd/m² ist das Display ausreichend gut beleuchtet, um auch in hellen Umgebungen punkten zu können. Der Kontrast-Fabelwert der QHD+-Version kann zwar nicht erreicht werden, die erzielten 1.297:1 sind aber noch immer ein sehr gutes Ergebnis. Nicht so gut sieht es allerdings hinsichtlich der Farbwiedergabe aus. Mit Werten von teils knapp an der 8.000 Kelvin-Marke besitzt das verbaute Panel einen deutlichen Blaustich.

Fazit 

Dass das preislich vernünftigere Gerät die durchwegs bessere Wahl ist, kommt nicht allzu häufig vor, ist beim XPS 13 aber in fast jeder Hinsicht der Fall. Besonders interessant ist das vor dem Hintergrund des aktuellen Dollar-Kurses, der Notebooks in den letzten Monaten deutlich verteuert hat.

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Dell XPS 13 mit Full HD-Display

So müssen beim Gehäuse gegenüber der Top-Version natürlich keine Abstriche akzeptiert werden. Das XPS 13 kann nicht nur einem extrem kompakten, sondern auch mit einem sehr hochwertigen und optisch eigenständigen Gehäuse aufwarten, das noch dazu eine passable Anschluss-Ausstattung vorweisen kann. Ebenso gibt es in Sachen Eingabegeräte keinen Grund zur Kritik.

Durchaus positiv fällt das Ergebnis hinsichtlich der Leistungsfähigkeit aus, denn eigentlich kommt ein schwächerer Core i5-Prozessor zum Einsatz. Da es anders als bei der Top-Version aber nicht zum Throtteling kommt, machen sich die auf dem Papier vorhandenen Leistungsunterschiede nicht allzu deutlich bemerkbar. Da die übrige Konfiguration mit einer schnellen 256 GB fassenden SSD und 8 GB an Arbeitsspeicher identisch ist, wundert es also nicht, dass die Mittelklasse-Version des XPS 13 beinahe auf Augenhöhe mit der High-End-Version spielt.

Es zeigt aber auch wieder einmal, dass die Kühlung in der heutigen Zeit wesentlich wichtiger ist als vieles andere. So gelingt es unserer Testkonfiguration nicht nur den Prozessor merklich kühler zu halten, sondern auch gleichzeitig noch einmal leiser zu Werke zu gehen. In Kombination mit der gut konfigurierten Lüftersteuerung fällt das XPS 13 so keineswegs störend auf.

Der größte Unterschied besteht aber natürlich im Display – und hier handelt es sich schlussendlich um eine Glaubensfrage. Nüchtern betrachtet reicht die Full HD-Auflösung unseres Testmusters aber vollends aus, bietet sich doch bereits eine ausreichend scharfe Darstellung. Noch dazu entfallen störende Skalierungsprobleme. Dass gleichzeitig die Touch-Fähigkeiten verloren gehen, kann stören, die so mögliche matte Oberfläche bietet im Praxiseinsatz aber auch ihre Vorteile. Überzeugend fallen auch die Messergebnisse aus, denn das Display ist hell und kontrastreich, lediglich die Farbwiedergabe erweist sich als deutlich zu kühl.

Die leicht abgespeckte Ausstattung hat aber auch ihre Vorteile: Die verbauten Komponenten gehen deutlich sparsamer mit dem Strom um. Das verhilft dem XPS 13 zu neuen Spitzenwerten in unseren Akku-Tests mit moderater Last. In Kombination mit dem kompakten Gehäuse ist Dells Ultrabook damit beinahe der ideale Begleiter für unterwegs.

Dell ist mit dem XPS 13 ein großer Wurf gelungen, das belegt auch die nun getestete Variante mit Full HD-Display. Wer mit einem etwas niedriger auflösenden Display leben kann, sollte auf jeden Fall 300 Euro sparen und zur Full HD-Variante greifen, denn die verwöhnt mit exzellenten Akkulaufzeiten, während sich die reduzierte Leistung im Alltag nicht bemerkbar macht.

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Positive Aspekte des Dell XPS 13 (9343) mit Full HD-Display:

  • sehr hochwertiges und kompaktes Gehäuse
  • gute Eingabegeräte
  • ansprechende Leistung
  • sehr gute Akkulaufzeiten
  • helles und kontrastreiches Display

Negative Aspekte des Dell XPS 13 (9343) mit Full HD-Display:

  • Display mit Blau-Stich