Seite 2: Gut und weniger gut

Stark bei Laufzeit, Gehäuse und Tastatur

Generell ist das sehr gut verarbeitete Gehäuse einer der größten Pluspunkte des Ultrabooks. Ungleiche Spaltmaße und ähnliche Schwächen gibt es nicht, die Schnittstellen hat Lenovo wohlbedacht verteilt. Der im Alltag jedoch wichtigere Vorteil ist die Ausdauer des 14-Zöllers. Laut PCMark 8 werden mit einer Akkuladung etwa dreieinhalb Stunden erreicht, Battery Eater attestiert rund zwei Stunden unter Last und mehr als sieben Stunden im leerlauf-ähnlichen Betrieb.

Hochwertiges Gehäuse mit überlegt platzierten Schnittstellen
Hochwertiges Gehäuse mit überlegt platzierten Schnittstellen

Trotz des Wechsels vor zwei Jahren eine Stärke aller ThinkPad-Modelle ist nach wie vor die Tastatur. Eingefleischte Fans der älteren Version trauern dieser zwar noch immer nach, nach rein objektiven Maßstäben gehört aber auch die neue Tastatur zu den besten ihrer Art, auch im Testmodell. Denn Hub und Druckpunkt liegen dicht am Ideal, zusätzlich leistet sich die Hintergrundbeleuchtung kaum Schwächen. Aber auch das Touchpad gefällt durch seine Präzision und Größe, ebenso der obligatorische Trackpoint.

Über beinahe jeden Zweifel erhaben: Die klassisches Kombination aus Tastatur, Trackpoint und Touchpad
Über beinahe jeden Zweifel erhaben: Die klassisches Kombination aus Tastatur, Trackpoint und Touchpad

Zu guter Letzt darf das Display als positiver Aspekt nicht fehlen. Mit 323 cd/m2 in der Spitze wird eine für den Außeneinsatz oftmals ausreichende Helligkeit erreicht, bei dunklen Bildschirminhalten lässt jedoch die Homogenität, die bei 82 Prozent liegt, ein wenig zu wünschen übrig. Mit einem Verhältnis von 1.041:1 schneidet der Kontrast deutlich besser ab. An der Farbdarstellung gibt es ebenso nichts zu kritisieren.

Meist ausreichend helles und vor allem scharfes Display
Meist ausreichend helles und vor allem scharfes Display

Wenig Leistung

Anders sieht es bei der gebotenen Leistung aus, was angesichts der verbauten Komponenten erstaunt. Die CPU enttäuscht mit lediglich 1,5 Punkten im Cinebench 11, die verbaute SSD aus dem Hause Samsung mit rund 480 MB pro Sekunde beim Lesen. Das Resultat: Im PCMark 7 und 8 landet das ThinkPad New X1 Carbon Touch lediglich am unteren Ende. In der Praxis bemerkbar macht sich diese Schwäche jedoch erst bei sehr umfangreichen Office-Dokumenten oder ähnlichem. Wer sich angesichts der HD Graphics 5000 Hoffnungen macht, das Notebook für das ein oder andere Spiel zu nutzen, dürfte ebenfalls enttäuscht sein. Denn auch hier limitiert die CPU früh, abzulesen in den Ergebnissen des 3DMarks.

Trotz - auf dem Papier - schneller Komponenten nur eine unterdurchschnittliche Leistung
Trotz - auf dem Papier - schneller Komponenten nur eine unterdurchschnittliche Leistung

Der vermutlich entscheidende Grund für die Leistungsschwäche: Trotz geringer Temperaturen wird die CPU früh auf 800 MHz gedrosselt, die bereits geringe TDP scheint zu viel für das ThinkPad zu sein.

Im Zweifel unpraktisch: Statt klassischer F-Tasten setzt Lenovo auf mehrfach belegte Sensorfelder
Im Zweifel unpraktisch: Statt klassischer F-Tasten setzt Lenovo auf mehrfach belegte Sensorfelder

Keine gravierende Schwäche, aber stark gewöhnungsbedürftig und ein Stück weit umständlich umgesetzt ist die Reihe der Funktionstasten. Hier setzt Lenovo auf Sensorfelder, die teilweise vierfach belegt sind und nicht immer zuverlässig auf Eingaben reagieren.