> > > > QNAP TBS-453A im Test

QNAP TBS-453A im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 6: Fazit

Mit dem TBS-453A hat QNAP ein sehr interessantes, wenn auch spezielles NAS-System geschaffen. Die Beschränkung auf den Einsatz von M.2-SSDs und damit den Verzicht auf hohe Speicherkapazitäten hat natürlich auch seine Vorteile. Das Gehäuse des TBS-453A ist erstaunlich kompakt und der Stromverbrauch gering. Gleichzeitig bietet der Intel N3150 zusammen mit den SSDs eine hohe Performance, sodass der von QNAP angedachte Einsatzzweck, als mobiler Mini-Server für kleine Arbeitsgruppen oder Präsentationen zu dienen, sehr gut erfüllt wird. Abgesehen davon bietet das Konzept des TBS-453A natürlich noch mehrere Möglichkeiten, darunter auch als Mediaplayer oder Entertainment-Zentrale im Wohnzimmer. Durch die HDMI-Ausgänge, worüber sich diverse Applikation direkt nutzen lassen, ist das TBS-453A flexibel einsetzbar. Die Feature-Palette umfasst u.a. auch Virtualisierungs-Möglichkeiten sowie die Nutzung als Linux-Rechner. Die Anschlussmöglichkeiten mit u.a. vielen USB-3.0-Ports sind sehr gut, auch die Verwendungsmöglichkeit als Switch ist besonders. Mag sein, dass die zwei Mikrofon-Eingänge oder der analoge Sound-Ausgang auch für einige User schon lange gesuchte Features sind.

tb453a 19s 
QNAP TBS-453A - ein besonderes NAS-System

Das QNAP TBS-453A ist in allen Bereich sehr gut aufgestellt. Einzig die Anwendung als File-Server für hohe Kapazitäten oder die Versorgung vieler Clients liegen ihm naturgemäß nicht, da die Kapazitäten der verfügbaren SSDs beschränkt sind und Link Aggregation fehlt. Dafür bietet das TBS-453A wiederum Features, die kaum ein NAS-System hat: Es lässt sich bei Bedarf mit in der Aktentasche verstauen und leicht transportieren.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass die TBS-453A ein leistungsfähiges 4-"Slot"-NAS für SSDs ist, welches eine hohe Performance und äußerst umfangreiche Möglichkeiten bietet, dabei aber sehr kompakt und flexibel einsetzbar ist. Für den rein stationären Einsatz als Fileserver oder nur als Entertainment-Zentrale im Wohnzimmer ist es eigentlich fast zu schade, bzw. auch aufgrund des Preises, welcher auf Niveau eines "richtigen" NAS mit großen HDDs liegt, sicher nicht die einzige sinnvolle Option. Aber eine gute Figur würde das TBS-453A auch im Wohnzimmer machen.

EH qnap tbs453a 500px

Positive Aspekte der QNAP TBS-453A:

  • sehr kompakt
  • hohe Performance und sehr gute Datentransferraten
  • sehr niedriger Stromverbrauch und leiser Betrieb
  • sehr gute Anschlussmöglichkeiten (2x HDMI, 4x USB 3.0, 2x Mic in, Analog out)
  • leistungsfähiges Betriebssystem QTS

Negative Aspekte der QNAP TBS-453A:

  • "nur M.2-SSDs einsetzbar"
  • hoher Preis

 

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (1)

#1
Registriert seit: 25.10.2006
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 322
Das Gerät ist eine schöne Studio, aber mir erschließt sich wirklich der Einsatzzweck nicht. M.2 ist ja OK und der Preis ist eben Geschmackssache, aber nur zwei Gigabit Anbindungen und das bei SSDs, die sich schon bei einem SATA 6 GBit Anschluss langweilen?

Jede normale HD kann heutzutage eine 1GBit Anbindung auslasten und auch für mehrere parallele Streams als Medienspeicher fungieren. Ist also das Thema vom Tisch.

Bleibt der Office Einsatz. Hier nutzt mir die geringere Zugriffszeit nichts, denn die macht sich nur bei parallelen Zugriffen wirklich bemerkbar und da greift dann sofort wieder der Flaschenhals.

Am Ende ist es eine schöner und teurer Miniserver, der nichts richtig gut beherrscht und den Vorteil der SSD Bestückung nicht ausspielen kann. Da hätten sie aus meiner Sicht lieber auf die Medienabteilung (HDMI und Audio) verzichten sollen und das Budget in die Anbindung nach außen investieren sollen. Ersteres kann jeder Streaming Stick für einen niedrigen zweistelligen Betrag und letzteres kann ich eben nicht nachrüsten.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AVM FRITZ!Box 7580 mit MU-MIMO im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/FRITZBOX7580/FRITZBOX-7580-LOGO

Bereits seit Monaten rührt AVM fleißig die Werbetrommel für die FRITZ!Box 7580, die als vorläufiges High-End-Produkt aus Berlin schnelles WLAN mit den aktuellen DSL-Standards verbindet. MU-MIMO ist dabei das Stichwort und soll die WLAN-Leistung der FRITZ!Box wieder an die Spitze bringen. Das... [mehr]

Synology DS116 und DS916+: Neues Einsteiger- und High-End-NAS

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/SYNOLOGY

Synology hat am Donnerstag zwei neue NAS-Geräte vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die Synology DiskStation DS116 sich eher an preisbewusste und weniger anspruchsvolle Käufer richtet, ist die DiskStation DS916+ deutlich leistungsfähiger und natürlich teurer. Sie... [mehr]

QNAP TBS-453A im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/QNAP_TB453A_TEASER

QNAP hat mit dem TBS-453A ein neues NAS-System auf den Markt gebracht, welches sich in mehreren Punkten von klassischen Modellen abhebt. Die überaus flache und kompakte Bauform fällt sicher zuerst auf, aber auch das Innenleben mit bis zu vier M.2-SSDs, einem Intel Celeron N3150 Quad-Core und 4... [mehr]

Drobo 5N im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/DROBO5N_TEASER

Die Firma Drobo ist wahrscheinlich nur wenigen NAS-Interessierten ein Begriff, sie hat aber mit dem Drobo 5N schon seit längerem ein durchaus interessantes 5-Bay-NAS-System im Programm, welches sich in vielen Bereichen deutlich von den Mitbewerbern unterscheidet. So fokussiert sich das Drobo 5N... [mehr]

ASUS DSL-AC 87VG im Test – eine Alternative zur FRITZ!Box?

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/ASCHILLING/2016/ASUS-DSL-AC-87VG-LOGO

Die Öffnung des deutschen Marktes für DSL-Router sorgt für etwas Bewegung in dem Segment. Das Angebot an DSL-Routern ist recht überschaubar und den meisten dürfte AVM hier als erster Hersteller einfallen. Es gibt natürlich auch noch weitere Anbieter wie TP-Link, Netgear, ZyXEL und auch ASUS,... [mehr]

Mit 802.11ad und 10-Gigabit-Ethernet – Netgear Nighthawk X10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/ASCHILLING/2017/NETGEAR-NIGHTHAWK-X10-LOGO

Die Leistung von WLAN-Hardware hat inzwischen Dimensionen erreicht, die in vielen Fällen den Einsatz von Ethernet unnötig macht. Immerhin sprechen wir von theoretischen 1.733 MBit/s und damit sind zumindest in der Theorie bereits Datenübertragungsraten möglich, die weit über jeder normalen... [mehr]