Seite 4: Benchmarks: Performance

Leistungsmessung

Das N2810 gehört zu den 2-Bay-Modellen mit vergleichsweise hoher Leistungsfähigkeit. Thecus setzt hier den Intel Celeron N3050 ein, einen Dual-Core-SoC aus der Braswell-Prozessorfamilie bei Intel. Der N3050 ist mit 1,6 GHz getaktet, bietet einen Turbo-Boost bis auf 2,16 GHz und ist dank Unterstützung des AES-NI-Features gut für den Umgang mit verschlüsselten Daten geeignet. Mit einer TDP von 6 Watt, einer integrierten HD-Graphics sowie zwei SATA- und fünf USB-Ports ist der N3050 sehr gut für NAS-Systeme geeignet. Mit dem N3150 bietet Intel auch eine Quad-Core-Variante an, welche Thecus jetzt in dem gerade angekündigten N2810PLUS einsetzt, aber welche sich vom N3050 praktisch nur durch die Anzahl der Cores und einem etwas geringeren Burst-Takt unterscheidet.

Wir haben daher die Datenübertragung über die Gigabit-Netzwerkschnittstelle für verschiedene Szenarien getestet, jeweils mit und ohne Verschlüsselung. Da bei der Volume-Erstellung das N2810 mehrere Filesysteme anbietet, haben wir uns mit ext4 und btrfs die beiden interessantesten herausgepickt. Die Performance unter RAID 0 entsprach der unter JBOD, weswegen wir sie diesmal nicht explitzit aufgeführt haben.

Datenrate

Lesen per FTP

MB/s
Mehr ist besser

Datenrate

Schreiben per FTP

MB/s
Mehr ist besser

Datenrate

Lesen per SMB

MB/s
Mehr ist besser

Datenrate

Schreiben per SMB

MB/s
Mehr ist besser

Das N2810 zeigt dabei eine angenehm hohe Geschwindigkeit und erreicht bis auf wenige Ausnahmen durchgängig volle Gigabit-Geschwindigkeit. Bei unverschlüsselten Daten besteht zwischen beiden Dateisystemen im Testbetrieb fast kein Unterschied, nur beim Schreiben per FTP auf ein btrfs-Volume bricht die Geschwindigkeit des N2810 ein. Bei SMB wird aber jeweils die volle Geschwindigkeit erreicht. Etwas anders sieht die Situation aus, wenn die Verschlüsselung ins Spiel kommt. Mit einem ext4-Volume zeigt das N2810 beim Lesen jeweils volle Gigabit-Geschwindigkeit, beim Schreiben werden noch sehr gute 90 bis 110 MB/s erreicht werden. Bei verschlüsselten btfrs-Volumes ist die Performance unter Samba mit ca. 80 MB/s Lesen und knapp über 100 MB/s Schreiben ebenfalls recht ordentlich, wobei hier erstaunlich ist, dass die Lese- unter der Schreibleistung liegt. FTP auf verschlüsselte btrfs-Volumes lässt sich hingegen mit guter Lesegeschwindigkeit, aber doch schon deutlich reduzierter Schreibperformance (~60 MB/s) nutzen. Link Aggregation funktioniert bei dem N2810 ebenfalls, als Spitze konnten wir einmal bei zwei parallen Downloads zusammen knapp 210 MB/s erreichen.

Bei einem externen USB-3.0-Datenträger konnten wir 112 MB/s beim Lesen und 107 MB/s beim Schreiben auf NTFS-Laufwerke messen. Bei einem FAT32-Datenträger werden 112 MB/s und 81 MB/s erreicht. Das N2810 bietet übrigens keine (in das GUI integrierte) Möglichkeit, externe Datenträger zu formatieren.

Einrichtungszeit

Bei der Einrichtung der verschiedenen RAID-Level bietet das N2810 eine ordentliche Performance. Nach Einrichtung ist das Volume nach wenigen Minuten nutzbar, allerdings vermisst man Statusangaben, anhand derer sich eine Restzeit abschätzen lässt.