Seite 4: Datendurchsätze und Latenzen

Kommen wir nun zum praktischen Teil. Zunächst einmal schauen wir uns den Datendurchsatz an.

Um den Killer-LAN und Killer-WLAN-Netzwerkadapter ordentlich auszulasten, werden zwei gesonderte PC-Systeme benötigt, die jeweils per 1-GBit/s-Verbindung an den Router angeschlossen werden. Als Router haben wir den Linksys EA8500 Max-Stream verwendet, der auch das Transmit-Beamforming-Feature unterstützt. Bei dem Gerät mit einem Killer-E2400- und Killer-Wireless-AC-1535-Netzwerkadapter handelt es sich um ein Notebook des Typs "Schenker XMG U706" mit folgender Ausstattung:

  • Intel Core i5-6600K
  • 2x4 GB DDR4-2400 (Kingston HyperX)
  • NVIDIA GeForce GTX 970M mit 6 GB GDDR5
  • Samsung SSD 850 Evo M.2 250 GB
  • Western Digital WD10SPCX 1 TB
  • Rivet Networks Killer E2400
  • Rivet Networks Killer Wireless-AC 1535
  • Microsoft Windows 10 Pro Build 10240

Zum Testen des Netzwerkdurchsatzes bietet sich das Tool "Netperf" bestens an. Das Tool kann entweder als Server oder als Client ausgeführt werden. Demnach haben wir auf den beiden zusätzlichen PC-Systemen jeweils eine Netperf-Server-Instanz gestartet. Auf dem "Schenker XMG U706" wurden dagegen zwei Client-Instanzen gelauncht. Dabei haben wir sowohl einen Single- als auch einen Performance-Benchmark absolviert. Die Datensätze über den Single-Benchmark lassen sich am effektivsten mit dem Task-Manager unter Windows 10 Pro ablesen.

Netperf-Single-Benchmark

Task-Manager
Die Bandbreite des Killer E2400.
Task-Manager
Die Bandbreite des Killer Wireless-AC 1535.

Über den Killer-E2400-Netzwerkadapter wandern die Daten mit 974 MBit/s über die Leitung. Aber auch der WLAN-802.11ac-Standard beim Killer-Wireless-AC-1535-Adapter zeigt sein Potential mit beachtlichen 624 MBit/s. Von den 1,867 GBit/s brutto sind in unserem Test genau 1,6 GBit/s als reiner Nettowert über das Netzwerk gewandert. Umgerechnet sind dies auf den Punkt 200 MB/s.

Netperf-Performance-Benchmark

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Die Bandbreite des Killer E2400.
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Die Bandbreite des Killer Wireless-AC 1535.

Beim Performance-Benchmark wurden jeweils fünf TCP-Läufe über Port 1460 und fünf UDP-Läufe über Port 1472 absolviert. Die Ergebnisse sind etwas unterhalb der Single-Benchmarks angesiedelt, was die rund 942 MBit/s (TCP) und 954 MBit/s (UDP) über den Killer E2400 sowie 590 MBit/s (TCP) und etwa 600 MBit/s (UDP) über den Killer-Wireless-AC-1535 zeigen.

 

Latenzen

Vor allem bei den Killer-Netzwerklösungen spielt gerade die Latenz zum Spiel-Server eine große Rolle. Viele halten es für reines Marketing, dass die Latenz mit den Killer-Netzwerkadaptern sichtbar und gegebenenfalls auch spürbar geringer ausfällt als mit anderen Netzwerkadaptern. Genau dies haben wir selbst getestet.

Wir haben uns in Team Fortress 2 einen Server mit einer sehr geringen Latenz herausgesucht. Dabei haben wir denselben Server einmal ausschließlich kabelgebunden über den Killer-E2400-Adapter, einmal ausschließlich kabellos über den Killer-Wireless-AC-1535-Adapter und zum Vergleich mit einem anderen Testsystem mit einem Qualcomm-Atheros-AR8151-Gigabit-LAN-Netzwerkadapter besucht. Des weiteren haben wir uns die Ping-Zeiten auf unsere Webseite mittels Eingabeaufforderung und mit TeamSpeak 3 über einen Server angesehen.

Als Internetverbindung wurde ein vollständig synchronisierter VDSL-50-Anschluss von der Deutschen-Telekom-AG verwendet. Herausgekommen sind folgende Ergebnisse:

Latenzen

Team Fortress 2

Zeit in Millisekunden
Weniger ist besser

Bei beiden kabelgebundenen Verbindungen wurde eine durchschnittliche Latenz von 28 ms erreicht. Der Killer-Wireless-AC-1535-Netzwerkadapter lag mit durchschnittlich 30 ms sehr dicht dahinter. Bei letzterem spielte es keine Rolle, ob wir im Killer-Network-Manager den Spiele-Modus oder den Max-Bandbreite-Modus aktiviert haben. Die Latenz veränderte sich nicht.

Latenzen

TeamSpeak 3

Zeit in Millisekunden
Weniger ist besser

Sowohl der Killer E2400 als auch der Qualcomm-Atheros-AR8151 lagen bei 24 ms, der Killer-Wireless-AC-1535 hingegen bei 26 ms.

Latenzen

CMD Ping-Test hardwareluxx.de

Zeit in Millisekunden
Weniger ist besser

Beide kabelgebundenen Netzwerkcontroller hatten eine Antwortzeit zu unserer Webseite von 30 ms. Die WLAN-Lösung lag mit 33 ms allerdings nicht weit entfernt.

Besonders bei den Latenzen lässt sich damit absolut festhalten, dass die Killer-Netzwerkadapter die Physik nicht aushebeln können und die Ping-Zeiten nicht noch weiter runterdrücken können als "gewöhnliche" Netzwerkcontroller. Dass die Physik definitiv standhält, beweisen auch die ermittelten Latenzen über den Killer-Wireless-AC1535, die ein paar Millisekunden oberhalb der kabelgebundenen Verbindungen liegen.