Seite 3: Software - NAS

Webinterface & Fernzugriff

Die Einrichtung ist bei beiden Geräten schnell gemacht. Wenn die Geräte eingeschaltet und hochgefahren sind erscheinen sie im Netzwerk und können dann konfiguriert werden. Der "Installer" lädt dabei die Software von selbst herunter (sollte kein Internet vorhanden sein, kann man das Image auch per Hand eingebunden werden), viele Einstellungen müssen zu Anfang nicht gemacht werden. Bei QNAP geht es via QR-Code sogar noch einfacher. Einmal gescannt führt der Link online auf einen Konfigurator und man kann sich so auch die Netzwerksuche nach dem Gerät selbst sparen.

Über das Paket-Zentrum erhält man von Synology weitere Apps für das NAS
Über das Paket-Zentrum erhält man von Synology weitere Apps für das NAS

Sowohl QNAP als auch Synology bieten kostenlose Accounts an, die allerhand Funktionen des NAS vereinfachen sollen. DynDNS-Dienste, eigene Subdomains, Registrierung des Geräts und einfacher Zugriff von Außen sind nur einige davon - wer sich eine eigene Cloud zu Hause einrichten will sollte hier direkt einen Account erstellen. Natürlich funktioniert das NAS auch komplett ohne Registrierung und bei Bedarf auch komplett ohne Internet. Nur ein DHCP-Server ist zur erstmaligen Einrichtung erforderlich, da die Geräte von dort aus eine IP-Adresse beziehen.

Beide Webinterfaces sind sehr unfangreich, bei QNAPs QTS sind nach der ersten Einrichtung schon einige Apps vorinstalliert, bei Synology startet das System ohne die optionalen Apps. Installation und bei Bedarf Deinstallation sind aber sehr einfach, ein Appstore verwaltet installierte Pakete und meldet, wenn es Updates gibt. Wir konzentrieren uns in diesem Test auf Funktionen wie Streaming von Musik und Videos, die Anzeige von Bildern und das Einrichten einer eigenen Cloud - wer mehr will, wird aber schnell in den jeweiligen Appstores fündig, von Webserver und Antivirusprogrammen bis zu Lizenzverwaltungen und Backupprogrammen ist eigentlich für jede Anwendung eine App verfügbar. Wer noch mehr will kann auf diverse Communitys und Wikis zurückgreifen, welche auch eifrig Software und Hilfestellungen anbietet.

Das HS-251 bietet selbst für die HDMI-Funktion noch Add-Ons
Das HS-251 bietet selbst für die HDMI-Funktion noch Add-Ons

Erste Einrichtung

Auf dem HS-251 entscheiden wir uns für ein RAID-1 aus den beiden Festplatten, da das für ein NAS am meisten Sinn ergibt. Ein RAID-0 wäre auch möglich, allerdings sind dann beim Ausfall von nur einer Festplatte alle Daten futsch - was bei einem NAS doch sehr unangenehm wäre. Auf der DS415play starten wir zuerst ein RAID-1 aus zwei Festplatten und erweitern dieses dann auf ein RAID-5 mit allen vier Möglichen Festplatten - ohne jegliche Probleme. Die Einrichtung des RAID-1 ist auf beiden Geräten eine Sache von Minuten, die Migration von Raid-1 auf RAID-5 auf der DS415play dauert allerdings lange...

Das Erweitern dauerte in unserem Test 29 Stunden - Zugiff aud die Dateien ist aber trotzdem möglich
Das Erweitern dauerte in unserem Test 29 Stunden - Zugiff aud die Dateien ist aber trotzdem möglich

...sehr lange. Bei Synology gibt es auch offiziell kein RAID im klassischen Sinne, sondern ein SHR - ein Synology Hybrid RAID. Dieses erkennt selbstständig die sinnvollste Möglichkeit die Festplatten zu einem Verbund zusammenzufassen, Grundlage sind aber meist die RAID-Level 1 und 5. In unserem Test dauert die Migration ganze 29 Stunden. Sollte man also migrieren wollen wäre es wohl sinnvoller, die vorhandenen Daten erst auf eine andere Festplatten auszulagern und dann direkt ein neues RAID-5 zu erstellen, das geht dann nämlich sehr fix von statten. Alle Dienste der Diskstation sind während der Migration erreichbar, nur herunterfahren kann man sie in der Zeit nicht. Außerdem bleibt bis zum Ende der Migration die Kapazität des letzten Verbundes verfügbar (bei uns 2 TB), die vollen sechs TB sind erst nach Abschluss nutzbar.

Standarddienste die Samba/AFP oder NFS sind natürlich kein Problem, ebenso die das Anlegen von verschiedensten Benutzern und Gruppen. Wer will kann auch Drucker anschließen und diese anschließend freigeben - ohne Probleme. Für mehr Sicherheit empfiehlt sich HTTPS, damit kann sämtliche Interaktion mit dem Webinterface verschlüsselt werden. Vor allem beim Zugriff von Außen ist das sehr sinnvoll. Die selbst erstellten Zertifikate werden von aktuellen Browsern allerdings nicht als "vertrauenswürdig" eingestuft, da sie von keinem offiziellen Institution kommen. Verschlüsselt ist die Kommunikation aber natürlich trotzdem.