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Synologys DS415play und QNAP HS-251 im Doppeltest

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Seite 3: Software - NAS

Webinterface & Fernzugriff

Die Einrichtung ist bei beiden Geräten schnell gemacht. Wenn die Geräte eingeschaltet und hochgefahren sind erscheinen sie im Netzwerk und können dann konfiguriert werden. Der "Installer" lädt dabei die Software von selbst herunter (sollte kein Internet vorhanden sein, kann man das Image auch per Hand eingebunden werden), viele Einstellungen müssen zu Anfang nicht gemacht werden. Bei QNAP geht es via QR-Code sogar noch einfacher. Einmal gescannt führt der Link online auf einen Konfigurator und man kann sich so auch die Netzwerksuche nach dem Gerät selbst sparen.

Über das Paket-Zentrum erhält man von Synology weitere Apps für das NAS
Über das Paket-Zentrum erhält man von Synology weitere Apps für das NAS

Sowohl QNAP als auch Synology bieten kostenlose Accounts an, die allerhand Funktionen des NAS vereinfachen sollen. DynDNS-Dienste, eigene Subdomains, Registrierung des Geräts und einfacher Zugriff von Außen sind nur einige davon - wer sich eine eigene Cloud zu Hause einrichten will sollte hier direkt einen Account erstellen. Natürlich funktioniert das NAS auch komplett ohne Registrierung und bei Bedarf auch komplett ohne Internet. Nur ein DHCP-Server ist zur erstmaligen Einrichtung erforderlich, da die Geräte von dort aus eine IP-Adresse beziehen.

Beide Webinterfaces sind sehr unfangreich, bei QNAPs QTS sind nach der ersten Einrichtung schon einige Apps vorinstalliert, bei Synology startet das System ohne die optionalen Apps. Installation und bei Bedarf Deinstallation sind aber sehr einfach, ein Appstore verwaltet installierte Pakete und meldet, wenn es Updates gibt. Wir konzentrieren uns in diesem Test auf Funktionen wie Streaming von Musik und Videos, die Anzeige von Bildern und das Einrichten einer eigenen Cloud - wer mehr will, wird aber schnell in den jeweiligen Appstores fündig, von Webserver und Antivirusprogrammen bis zu Lizenzverwaltungen und Backupprogrammen ist eigentlich für jede Anwendung eine App verfügbar. Wer noch mehr will kann auf diverse Communitys und Wikis zurückgreifen, welche auch eifrig Software und Hilfestellungen anbietet.

Das HS-251 bietet selbst für die HDMI-Funktion noch Add-Ons
Das HS-251 bietet selbst für die HDMI-Funktion noch Add-Ons

Erste Einrichtung

Auf dem HS-251 entscheiden wir uns für ein RAID-1 aus den beiden Festplatten, da das für ein NAS am meisten Sinn ergibt. Ein RAID-0 wäre auch möglich, allerdings sind dann beim Ausfall von nur einer Festplatte alle Daten futsch - was bei einem NAS doch sehr unangenehm wäre. Auf der DS415play starten wir zuerst ein RAID-1 aus zwei Festplatten und erweitern dieses dann auf ein RAID-5 mit allen vier Möglichen Festplatten - ohne jegliche Probleme. Die Einrichtung des RAID-1 ist auf beiden Geräten eine Sache von Minuten, die Migration von Raid-1 auf RAID-5 auf der DS415play dauert allerdings lange...

Das Erweitern dauerte in unserem Test 29 Stunden - Zugiff aud die Dateien ist aber trotzdem möglich
Das Erweitern dauerte in unserem Test 29 Stunden - Zugiff aud die Dateien ist aber trotzdem möglich

...sehr lange. Bei Synology gibt es auch offiziell kein RAID im klassischen Sinne, sondern ein SHR - ein Synology Hybrid RAID. Dieses erkennt selbstständig die sinnvollste Möglichkeit die Festplatten zu einem Verbund zusammenzufassen, Grundlage sind aber meist die RAID-Level 1 und 5. In unserem Test dauert die Migration ganze 29 Stunden. Sollte man also migrieren wollen wäre es wohl sinnvoller, die vorhandenen Daten erst auf eine andere Festplatten auszulagern und dann direkt ein neues RAID-5 zu erstellen, das geht dann nämlich sehr fix von statten. Alle Dienste der Diskstation sind während der Migration erreichbar, nur herunterfahren kann man sie in der Zeit nicht. Außerdem bleibt bis zum Ende der Migration die Kapazität des letzten Verbundes verfügbar (bei uns 2 TB), die vollen sechs TB sind erst nach Abschluss nutzbar.

Standarddienste die Samba/AFP oder NFS sind natürlich kein Problem, ebenso die das Anlegen von verschiedensten Benutzern und Gruppen. Wer will kann auch Drucker anschließen und diese anschließend freigeben - ohne Probleme. Für mehr Sicherheit empfiehlt sich HTTPS, damit kann sämtliche Interaktion mit dem Webinterface verschlüsselt werden. Vor allem beim Zugriff von Außen ist das sehr sinnvoll. Die selbst erstellten Zertifikate werden von aktuellen Browsern allerdings nicht als "vertrauenswürdig" eingestuft, da sie von keinem offiziellen Institution kommen. Verschlüsselt ist die Kommunikation aber natürlich trotzdem.

 

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 06.07.2001
Rostock
Obergefreiter
Beiträge: 100
Die Frage stelle ich mir auch gerade. 1080p streame ich mit meiner 3 Jahre alten DS212j völlig problemlos auf die Philips-Glotze.

Das Konzept der Qnap mit dem HDMI-Anschluß finde ich sehr gut. Endlich lässt sich auf einem TV ohne Mediacenter-App-Unterstützung (sei es Plex, XBMC, DS Video o.ä.) und ohne Zusatzgerät die Mediathek optisch ansprechend präsentieren.
#3
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Registriert seit: 12.09.2007

Metalhead
Beiträge: 5791
Ja das Konzept fand ich bei der Vorstellung auch sehr interessant. Aber 500€ ist einfach viel zu teuer. Das sind rund 200€ Aufpreis für eine alte XBMC Version (inkl. Abhängigkeit von QNAP) und Temperaturproblemen.
#4
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3699
Zitat chrizZztian;22445051
Was genau ist denn der Vorteil von der Echtzeit-Transkodierung gegenüber einem normalem Dateizugriff?

Irgendwie versteh ich das nicht... Wenn die Endgeräte die Formate sowieso abspielen können, verlagert man doch nur die benötigte Rechenleistung. Wo ist der Vorteil?


Naja Transkodiert wird nur, wenn dein Endgerät eben den Originalcodec nicht unterstützt. Klar ist mittlerweile vieles im MPEG4 bzw. h264 gespeichert, aber eben auch nicht alles. Klar, wenn du einen Client hast, der sowieso per SMB zugreifen und dann von sich aus allerhand Formate selbst dekodieren kann, dann brauchst du das nicht unbedingt.

QNAP will übrigens eine neue XBMC-Version nachreichen, einen Termin gibt es aber noch nicht.
#5
Registriert seit: 31.10.2004

Oberbootsmann
Beiträge: 828
Also Echtzeit transkodierung ist dann sinnvoll, wenn die Bandbreite zb. nicht aus reicht. D.h. die hast nen FullHD Film auf der NAS und schaust im Hotel über WLan auf dem Smartphone oder auf dem Laptop bei nem Kumpel. Ich hab ne DS214play (nicht wegen der Dekodierfunktion gekauft). Und das ist doch ein ganz cooles feature. Außerdem lassen sich über die Konsole recht schnell Filme in eine Platzsparenderes Format umwandeln und das in hervorragender Qualität. Also ich finde es gut. Nutze es aber auch nicht so oft. Zuhause zum streamen nie, weil ja jedes Endgerät quasi die Videos direkt abspielen kann.
Um seine Videosammlung zu teilen ist es aber ganz gut und da reichen 2-3 MBit für eine recht akzeptable Qualität (würde mal SD-TV sagen) aus.
#6
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Registriert seit: 12.09.2007

Metalhead
Beiträge: 5791
Ahhh ok :) Danke! So ist das Feature dann natürlich direkt interessanter.
#7
Registriert seit: 24.11.2010

Gefreiter
Beiträge: 57
Also laut Qnap können Videos auch in Echtzeit / on-the-fly transkodiert werden, nicht nur offline - letzteres wäre wohl das Konvertieren mit Ordnern, das im Test angesprochen wurde.

#8
Registriert seit: 01.08.2014

Matrose
Beiträge: 2
Hallo, dieser Test hinkt absolut. Zuerst gibt es die QNAP TS-251 welche die gleiche Hardware und die selben Features wie die HS-251 hat, allerdings mit Lüfter im "üblichen" NAS Gehäuse. Hier kann sich der Käufer also tatsächlich entscheiden. Zweitens, die QNAP kann genauso 1080p Streaming zu Mobilgeräten usw. (bessere CPU). Sie kann sogar noch mehr. Im Gegensatz zu den play Modellen von Synology die 1080p nur mit ihren eigenen Apps können, kann die 251 auch Echtzeit Transkodierung via PLEX (wegen besserer CPU)! Der Artikel ist teilweise schwach recherchiert und doch eher Synology lastig geschrieben. Leider gibt es auch keine brauchbaren Vergleiche zwischen weiteren Apps (Photo, Music usw.).
#9
Registriert seit: 01.08.2014

Matrose
Beiträge: 2
Hier gibt es auch die TS-251 mit Lüfter und billiger aber gleiche Hardware und Features.
#10
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2243
Gibt es das selbe Featureset auch bei der 215play, oder brauch man den QuadCore-Atom dafür? Prinzipiell finde ich das ja interessant (auch die Unterstützung von WinPhone), aber 4 HDDs benötige ich nicht.
#11
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Registriert seit: 07.05.2008
hinter den 7 Bergen
Leutnant zur See
Beiträge: 1192
hab die 215play und die unterstützt das selbe.
cpu power brauche ich nicht, da ich nichts konvertiere. Fahre in kombination mit einem Mee8er und stream per gigabit ethernet und NFS Share sogar untouched 3D-BD-ISOS auf den Sony TV. Besser gehts nicht. Und bei sowas braucht man gra nicht anfangen mit transkodieren.
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