Seite 1: Test: Thecus N5200XXX - High-End-NAS für fünf Festplatten

miniThecus setzt bei seinem High-End-NAS N5200XXX auf maximale Leistung und verbaut Intels Dualcore Atom D525. Zusammen mit der Möglichkeit fünf Festplatten zu verbauen, kann man also von einem echten High-End-NAS sprechen. Wie sich der performante Netzwerk-Speicher, der auf den Business-Einsatz zugeschnitten wurde in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.  

Ein NAS mit einem Atom T525? Das hatten wir doch schon! Stimmt, denn auch in Synologys DS411+II arbeitet dieser Prozessor. Preislich nehmen sich die beiden Geräte auch nicht viel. Außerdem passen in Thecus' N5200XX gleich fünf Festplatten, das schreit nach einem Vergleich.

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Aber eins nach dem anderen: Neben dem Atom-Prozessor, der mittlerweile eine Art Markenzeichen für "große" NAS-Systeme geworden ist, finden sich noch einige andere interessante Merkmale an Thecus' Netzwerkspeicher. Hot-Swap-fähige Festplatteneinschübe, die wir beim DS411+II so vermissten, zwei Gigabit-Schnittstellen und gleich fünf USB-Schnittstellen bietet das NAS.

Hersteller Thecus
Modell N5200XXX
Hardware Intel Dualcore Atom D525, 2x 1,8 GHz, 1 GB DDR3-Ram
Speicher Platz für fünf 2,5/3,5 Zoll Festplatten. Hot-Swap-fähig
Anschlüsse 5 x USB 2.0 (einer vorn, vier hinten), 1 x eSATA,2 x Gigabit-Ethernet
Maße 190 x 230 x 240mm (BxHxT)
Gewicht 7,2 kg, ohne Festplatten
Preis ab 500 Euro

Lieferumfang

  • Thecus N5200XXX
  • Schrauben und Schlüssel
  • Software-CD
  • Netzwerkkabel
  • Stromkabel

 

Die technischen Daten können überzeugen, doch wie steht es mit der Optik? Das N5200XXX gibt sich in zurückhaltendem Schwarz. Die Front ist aus Kunststoff, der Rest ist aus absolut solidem Metall gefertigt, was sich auch beim Gewicht bemerkbar macht. 7,2 kg zeigt die Waage - und das komplett ohne Festplatten.

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Durch das massive Gehäuse werden Festplattengeräusche sehr gut geschluckt, was der Geräuschkulisse zugute kommen sollte. Kommt es prinzipiell auch, nur merkt man davon leider nur wenig, denn gleich drei Lüfter sorgen sich um die Temperaturen im Gehäuse. Einer auf dem Prozessor, einer im Netzteil und ein weiterer hinten bei den Festplatten. Und diese Lüfter scheinen nicht durchgeregelt zu werden und sorgen damit für ein sehr lautes Rauschen. Hinzukommt die Tatsache, das zwei der drei Lüfter recht klein sind und ihr Fördervolumen entsprechend leider nur durch hohe Drehzahlen erreichen.

Man merkt also, das Thecus sein NAS auf den Einsatz in Unternehmensumgebungen abgestimmt hat, in denen das NAS optimalerweise fernab vom Geschehen oder in einem eigenen Server-Raum steht. Ist die Lautstärke in einer solchen Umgebung nicht wirklich ein Auswahlkriterium, sieht es für den Privatgebrauch etwas anders aus. In einer leisen Umgebung fällt das N5200XXX auf jeden Fall störend auf.