> > > > Test: Synology DS411+II

Test: Synology DS411+II

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Software

dsm3.2

Bereits bei vorherigen Tests lobten wir die vielen Funktionen des Diskstation Managers, dem "Betriebssystem" des NAS wenn man so will. Mit der Version 3.2 macht Synology noch einmal einen riesigen Schritt nach vorn in Sachen Featurevielfalt. In unserem Test nutzen wir die Beta des DSM 3.2. Diese bietet unter anderem Timemachine-Support für OS X Lion. In unserem Test erwies sich die Beta als sehr stabil, dennoch ist und bleibt es eine Beta-Version und sollte deswegen mit Vorsicht genossen werden. Auch Synology warnt vor etwaigen Folgen und schreibt Folgendes auf die Homepage:

„The DiskStation OS beta is for evaluation purpose only. It is suggested that you always back up data on your Synology product to other locations first. Synology holds no responsibility for any data loss caused by the DiskStation OS beta.“

Wir haben die Features in fünf Gruppen sortiert. Dateifreigabe, Multimedia-Dienste, Web-Dienste, sonstige Netzwerk-Dienste und Webapplikationen.

Fangen wir vorne an: Dateifreigabe. Möglich ist das klassisch via Samba/CIFS, Apples AFP oder auch via NFS. Benutzer und Gruppen verwaltet das NAS zentral, für jeden Benutzer kann festgelegt werden, auf welche Dienste er in welchem Umfang zugreifen kann. Für die Windows-Welt bietet Synology editierbare ACL (Access Control Lists), so können Rechte einzelner Ordner direkt in Windows-Explorer editiert werden. Die Mac-Welt freut sich hingegen über AFP in der Version 2.2, das auch mit OS X Lion wieder Timemachine-Backups auf dem NAS erlaubt.

Im Bereich Multimedia bietet Synology den "klassischen" DLNA-Server, der Inhalte an kompatible Fernseher und Konsolen streamt. In der neusten Version ist das NAS außerdem in der Lage, auch Videos aus Matroska-Containern (MKV) zu streamen. Dazu gibt es außerdem einen iTunes-Server, der auf dem Server gespeicherte Musik für iTunes-Clients freigibt. Außerdem ist es möglich auf Musik und Bilder via Audio- und Photostation zuzugreifen, dazu aber später mehr.

Wer eine eigene Homepage auf seinem NAS hosten möchte, kann auf den integrierten Webserver zurückgreifen. Dieser beherrscht sowohl PHP als auch MySQL. Ein FTP-Server um Dateien einfach hoch- bzw. runterzuladen und zu bearbeiten ist ebenfalls an Bord. Außerdem beherrscht der Server WebDav. Dieser Dienst ermöglicht den Zugriff auf Webinhalte mit HTTP-Befehlen. Mit dem CalDav-Server können Kalender auf dem NAS gehostet werden, sodass zum Beispiel Apples iCal, Mozillas Sunbird oder auch das iPhone direkt darauf zugreifen können.

Wie wäre es mit einem eigenen E-Mail-Server? Kein Problem. Aktivieren und schon geht es los. Wer einen kompatiblen Router hat, braucht sich dann sogar nicht mal mehr um eventuelle Portfreigaben kümmern, eine Liste der kompatiblen Geräte findet sich hier. Allerdings ist der heimische Mailserver nicht unbedingt empfehlenswert. Denn: Wer keine feste IP sein eigen nennt muss auf DynDNS-Hosts (ein Hostname, der immer auf die aktuelle IP verweist) ausweichen. Und genau solche Adressen werden von anderen Mailservern im Namen des Spamschutzes blockiert. Und ein Mailserver dessen Mails nicht zu 100% ankommen ist nicht wirklich praktikabel.

paketzentrum

Wer noch mehr Dienste möchte, kann auf das neue Paket-Zentrum zurückgreifen, ein App-Store für das NAS, wenn man so will. Hier lässt sich zum Beispiel ein Webinterface für den eben angesprochenen Mail-Server laden. Außerdem gibt es zusätzliche Pakete für den Web-Server (Webalizer, Wordpress, phpmyaadmin), einen Squeezebox-Server um Musik an Logitechs Squeezebox zu senden und sogar einen HASP-Lizenzserver, der Lizenzen bestimmter Produkte im Netzwerk verwaltet.

Gut hat uns auch der VPN-Server gefallen. So lässt sich ohne große Umstände eine sehr sichere Verbindung zum NAS aufbauen. Zusätzlich gibt es noch ein "Timebackup" genanntes Programm, dass in der Lage ist mehrere Versionen einer Datei zu speichern und zu archivieren. Eine Art Timemachine-Dienst für das komplette NAS. Teilweise handelt es sich hier aber noch um Beta-Software, die wie der DSM mit Vorsicht zu genießen ist.

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Synology DS216j im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SYNOLOGY_DS216J_TEASER

Synology hat mit der DiskStation DS216j vor kurzem den Nachfolger der sehr erfolgreichen Einsteiger-NAS DS215j vorgestellt. Die DS216j ist ein kompaktes NAS-System für zwei Festplatten, welches dank aktuellem Betriebssystem DiskStation Manager 6.0 mit umfangreichen Funktionen aufwarten kann. Im... [mehr]

AVM FRITZ!Box 7580 mit MU-MIMO im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/FRITZBOX7580/FRITZBOX-7580-LOGO

Bereits seit Monaten rührt AVM fleißig die Werbetrommel für die FRITZ!Box 7580, die als vorläufiges High-End-Produkt aus Berlin schnelles WLAN mit den aktuellen DSL-Standards verbindet. MU-MIMO ist dabei das Stichwort und soll die WLAN-Leistung der FRITZ!Box wieder an die Spitze bringen. Das... [mehr]

Ausprobiert: Synology Diskstation Manager 6.0 Beta 2

Logo von SYNOLOGY

Der DiskStation Manager als Betriebssystem der NAS-Systeme von Synology ist sicher der entscheidene Faktor, warum Synology im NAS-Markt so erfolgreich ist. Das Userinterface, was mit seinem Desktop-Look einen einfachen Einstieg ermöglicht, bietet ebenso einen leichten Zugriff auf die Vielzahl an... [mehr]

Synology DS116 und DS916+: Neues Einsteiger- und High-End-NAS

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/SYNOLOGY

Synology hat am Donnerstag zwei neue NAS-Geräte vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die Synology DiskStation DS116 sich eher an preisbewusste und weniger anspruchsvolle Käufer richtet, ist die DiskStation DS916+ deutlich leistungsfähiger und natürlich teurer. Sie... [mehr]

QNAP TBS-453A im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/QNAP_TB453A_TEASER

QNAP hat mit dem TBS-453A ein neues NAS-System auf den Markt gebracht, welches sich in mehreren Punkten von klassischen Modellen abhebt. Die überaus flache und kompakte Bauform fällt sicher zuerst auf, aber auch das Innenleben mit bis zu vier M.2-SSDs, einem Intel Celeron N3150 Quad-Core und 4... [mehr]

QNAP TAS-268 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/QNAP_TAS-268_TEASER

QNAP hat kürzlich zwei neue NAS-Systeme vorgestellt, auf denen QNAPs Betriebssystem QTS und parallel dazu auch Android läuft. Die beiden Modelle TAS-168 und TAS-268 sind dabei insbesondere für den Einsatz im heimischen Wohnzimmer gedacht, da das Android-System den eingebauten HDMI-Ausgang nutzt,... [mehr]