Seite 6: Fazit

Das von uns getestete 550W-Modell aus Chieftecs neuer A-135-Serie hat im Test einen soliden Eindruck hinterlassen. Es bietet der Klasse entsprechend ordentliche Ausgangsspannungen, erreicht seine versprochene Effizienz sicher und bringt neben einer angemessenen Ausstattung auch einen angenehm ruhigen Betrieb mit. Einen wirklich bleibenden Eindruck konnte es mangels Highlights aber nicht hinterlassen, was aber zugegebenermaßen auch bei guten Herstellern im Einstiegssegment eher selten vorkommt.

Das APS-550SB bietet 80PLUS Bronze und brauchbare Ausgangsspannungen. Insbesondere die 12V-Seite präsentiert sich relativ souverän, und von den Ripple-/Noisespannungen her ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Mit zwei PCI-Express-, sechs SATA- und drei Molex-Steckern ist es angemessen ausgestattet, der Lüfter fällt ebenfalls nicht negativ auf.

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Weniger gut gefallen hat uns das Schutzschaltungskonzept beim APS-550SB, denn eine vernünftige Absicherung der Rails mit Überstrom-Schutzschaltungen und einen der Netzteilleistung angemessenen Schutz vor Überlast sollte bei Markenherstellern auch in deren Budget-Segment Standard sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das APS-550SB ein ordentliches Netzteil ist, welches sicher mehr Qualität mitbringt als so manches anderes Budget-Netzteil. Für eine Empfehlung im Preis-Leistungsbereich ist es unserer Meinung nach allerdings momentan etwas teuer, zumal es uns technisch nicht ganz überzeugen konnte.

Positive Punkte bei dem Chieftec APS-550SB

  • gute Leistungsfähigkeit
  • stabile Ausgangsspannungen und niedrige Ripple-/Noisespannungen auf 12 Volt
  • ordentliche Effizienz
  • leise im Betrieb

Negative Punkte bei den Chieftec APS-550SB

  • keine OCP auf den Rails, keine angemessene Überlastsicherung
  • mäßige Ripple-/Noisespannungen auf 3,3 und 5 Volt