Seite 1: Sound BlasterX AE-5 Plus im Test: Mehr als nur ein weiteres RGB-Element

soundblaster ae5 teaserÜber viele Jahre hinweg waren dedizierte Soundkarten nicht aus dem heimischen Gaming-PC wegzudenken. Mit dem qualitativen Aufstieg des Onboard-Sounds sind sie zuletzt mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Dass eine dedizierte Soundkarte aber auch 2020 noch ihre Berechtigung hat, möchte der Creative Sound BlasterX AE-5 Plus in unserem Test zeigen.

Für viele unserer Leser wird der gute alte Sound Blaster sicherlich eine Erinnerung an längst vergessene Zeiten sein. Aber auch wenn sich der Onboard-Sound in den letzten Jahren immer weiter zum Standard entwickelt hat, hochwertige Soundlösungen haben noch immer eine Daseinsberechtigung. Die aktuelle Generation von Creative ist der Sound Blaster X, den wir in der Version AE-5 Plus im Test haben und der als klassische Steckkarte mit PCIe-x1-Interface ausgeführt wurde.

Creative setze bei seinem aktuellen Modell unter anderem auf einen ausgefeilten Kopfhörer-Verstärker und auf einen DAC der Sabre-Klasse, der einen Rauschabstand von 122 dB und eine Wiedergabe von bis zu 32 Bit / 384 kHz ermöglicht. Unterstützt werden Dolby Audio und DTS sowie virtueller 7.1-Surround Sound, dediziert allerdings nur 5.1. Gleichzeitig soll die Sound Blaster Acoustic Engine für einen deutlichen Komfort- und Klanggewinn sorgen. Natürlich dürfen bei einem Gamingprodukt auch die drei magischen Buchstaben R, G und B nicht fehlen. Neben einer Beleuchtung der Soundkarte selbst, befindet sich ein 30 cm langer RGB-Stripe im Lieferumfang.

Der Creative Sound BlasterX AE-5 Plus wird aktuell ab einem Preis von knapp 140 Euro im Preisvergleich gelistet.

Die Karte im Detail

Auf den ersten Blick wirkt der Sound BlasterX AE-5 Plus vergleichsweise unspektakulär. Die kompakte Steckkarte ist für einen x1-Steckplatz vorgesehen und kann damit auf praktisch allen Mainboards ohne größere Probleme genutzt werden. Creative setzt auf ein Design mit einer Bauhöhe von einem Slot, sodass es auch hier keine Probleme geben sollte. Gleiches gilt für die Länge von 13,7 cm.

Das Slotblech bietet fünf vergoldete Klinkenbuchsen im 3,5-mm-Format. So kann ein klassisches Surround-Setup im 5.1-Layout realisiert werden. Zusätzlich können ein Kopfhörer und ein Mikrofon angeschlossen werden. Ein optischer Digitalanschluss steht ebenfalls bereit. Damit sollte es für geläufige Setups keine Probleme geben.

Die Hardware versteckt sich unter einem EMI-Shield, welches vor einer störenden Strahlung der übrigen Komponenten schützen soll. Creative integriert zwei RGB-Leuchtstreifen, die über die Software gesteuert werden können. Diese fallen bei der üblichen Einbauposition nicht auf, da sie nach unten strahlen.

Mehr bekommt der Nutzer von dem ebenfalls beleuchteten, seitlich platzierten AE-5-Plus-Schriftzug und dem Hersteller-Logo auf der Rückseite der Karte mit. Auch hier bestehen über die Software verschiedenste Konfigurationsmöglichkeiten.

Damit aber nicht genug der Beleuchtungsmöglichkeiten, denn Creative legt seiner Soundkarte auch einen RGB-Stripe bei, der eine Länge von 30 cm besitzt und mit einem Klebestreifen im Gehäuse befestigt werden kann. So kann der Bereich um die Soundkarte optimal an die Beleuchtung angepasst werden. Leider ist die Integration der Karte in ein anderes Beleuchtungssystem nicht möglich. Mit Blick auf die immer komplexeren Beleuchtungsszenarien in modernen Systemen ist das ein wenig schade. Als suboptimal sehen wir die Verkabelung des Leuchtstreifens an, denn dieser wird seitlich aus der Soundkarte geführt.

Besser wäre es gewesen, wenn dieser Anschluss auf der Rückseite der Karte gelandet wäre. Dort wird die Karte ohnehin über einen Molex-Anschluss mit Strom versorgt und es lassen sich die Front-Panel-Anschlüsse des Gehäuses anschließen.