Seite 1: Creative Sound BlasterX Katana im Test

Nicht nur im Wohnzimmer kann fehlender Platz einem Sound-System im Wege stehen, auch am Schreibtisch geht es nicht selten eng zu. Mit dem Sound BlasterX Katana will Creative eine Lösung bieten, die guten Klang im kleinen Gehäuse ermöglicht. Doch nicht nur Gamer dürften sich angesprochen fühlen - dank einiger Zusatzfunktionen.

Vorgestellt wurde das System bereits auf der Gamescom im August 2016, im Handel steht es seit Mitte Januar bereit. Für den Test stand uns ein Exemplar mehrere Wochen zur Verfügung, um sowohl Klang als auch Funktionen ausführlich in Augenschein nehmen zu können. Auffällig ist, dass der Preis stabil geblieben ist. Auch drei Monate nach dem Verkaufsstart werden im Handel noch immer rund 290 Euro verlangt, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 299,99 Euro. Was unter Umständen aber einfach daran liegt, dass es keine echte Konkurrenz gibt.

So sieht es zumindest Creative selbst und bewarb das System als das „weltweit erste echte Under-Monitor-Audiosystem“. Dabei gilt das eigentlich nur für eine der zwei Komponenten, aus denen das System besteht. Denn zur 600 mm breiten, 60 mm hohen und 79 mm tiefen Soundbar (1,5 kg) gesellt sich ein Subwoofer (4 kg) mit den Maßen 333 x 130 x 299 mm. Und letzterer muss natürlich unterhalb des Schreibtisches - oder anderswo - platziert werden. Das notwendige Verbindungskabel der passiven Box ist an dieser zwar fest montiert, das Kabel misst aber etwa 1,9 m in der Länge.

 Creative Sound BlasterX Katana
Art 2.1 Soundbar
Frequenzbereich keine Angabe
Ausgangsleistung keine Angabe
Chassisbestückung 2 Mittel-Bass-Treiber
2 Hochfrequenztreiber
1 Subwoofer-Treiber
Eingänge 1x Micro-USB (nur für PC-Verbindung)
1x USB Typ-A (2.0)
1x Optischer Eingang
2x 3,5-mm-Klinke (Aux- und Mic-In)
Bluetooth 4.2
Ausgänge 1x 3,5-mm-Klinke
Maße 60 x 600 x 79 mm (Soundbar)
333 x 130 x 299 mm (Subwoofer)
Gewicht 1,5 kg (Soundbar)
4,0 kg (Subwoofer)
Besonderheiten integrierte Soundkarte
integrierter Media-Player
Produktseite de.creative.com
Preis ca. 290 Euro
   

Denn auch wenn Creative sich mit dem Sound BlasterX Katana explizit an Gamer richtet, ist das System dennoch vielseitiger einsatzbar. Das liegt an den verschiedenen Quellen, die unterstützt werden. Signale werden per optischem Eingang, über USB, Aux-In, Mikrofon-Eingang und Bluetooth entgegengenommen, was den Einsatzbereich vergrößert; zusätzlich steht eine 3,5-mm-Buchse für den Anschluss eines Headsets bereit. Gerade für kleine Wohnzimmer bietet sich das Gespann an, kann es doch für Gaming-Sessions, Filme- und Serienabende oder einfach die Wiedergabe von Spotify via Smartphone genutzt werden. Aber auch mit externen Laufwerken kann das System umgehen, darauf gespeicherte Dateien in den Formaten MP3, WMA, WAV und FLAC gibt es klaglos wieder. Gesteuert wird das Ganze entweder über die Tasten auf der Oberseite der Soundbar, die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung oder den angeschlossenen Windows-PC. Über die jeweils gewählte Quelle sowie den Lautstärkepegel informiert eine achtstellige Matrix-Anzeige, die in Richtung des Nutzers zeigt.

Für den stellt Creative die Software Sound Blaster Connect zur Verfügung. Über die lässt sich nicht nur der Klang konfigurieren, auch der Zugriff auf die insgesamt 49 LEDs auf der Unterseite der Soundbar ist darüber möglich. Dabei handelt es sich um das Aurora-Reactive-Beleuchtungssystem, das Creative schon in anderen Produkten verbaut hat. Die LEDs können 16,8 Millionen unterschiedliche Farben darstellen und lassen sich vielfältig programmieren. Unter anderem kann zwischen sechs verschiedenen Grundformen, vier verschiedenen Effektrichtungen und Geschwindigkeiten zwischen zehn und 240 bpm gewählt werden. Schade nur, dass die Beleuchtung nicht ähnlich wie Philips‘ Ambilight auf Bildschirminhalte oder wiederzugebende Musik etc. reagiert. Außerdem nimmt man die LEDs bei typischer Entfernung zwischen Nutzer und Display nur am Rande wahr.

Optisch unauffälliger platziert ist die Hardware, die für die eigentliche Arbeit zuständig ist. Im Falle der aus Aluminium bestehenden Soundbar handelt es sich dabei um zwei nach oben ausgerichtete Mittel-Bass-Treiber mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll sowie zwei nach vorn ausgerichtete Hochfrequenz-Treiber mit 1,3 Zoll. Im Subwoofer aus MDF steckt hingegen ein 5,25 Zoll großer Treiber. Gesteuert werden die Treiber von insgesamt drei Verstärkern, die ebenfalls in der Soundbar sitzen. Gleiches gilt auch für die restliche Elektronik, zu der Creatives eigener Dolby-Digital-tauglicher 24-Bit-DSP SB-Axx1 (96 kHz) sowie eine Soundkarte gehören. Die kommt zum Einsatz, wenn der PC mittels USB-Kabel angeschlossen wird. Deren Stärke soll emulierter 7.1-Sound sein. Zu den abgedeckten Frequenzbereichen sowie der Leistung schweigt Creative sich aus - diese Zugeknöpftheit bemängelten wir bereits im Test des iRoar Go sowie des MUVO 2 und MUVO 2c.