Seite 3: Corsair Vengeance 1500 V2 und 2100 im Soundcheck

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wider. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 3,5 x 4,5 Meter, bei einer Deckenhöhe von 2,50 Meter. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen ein paar Adam A5X Studiomonitore sowie ein Beyerdynamic Custom One Pro Kopfhörer angeschlossen an eine ASUS Xonar Phoebus und Creative Soundblaster ZXR.

Tonal sind alle Corsair-Headsets, die uns bislang zwischen die Finger kamen, recht ähnlich gestaltet. Das Vengeance 2000, das wir bereits damals getestet haben, klingt dem neueren Vengeance 1500 V2 verblüffend ähnlich. Folglich bringen unsere Tests ähnliche Ergebnisse wie damals zu Tage. Das 1500V ist recht warm abgestimmt. Bassbereich und Grundton sind relativ ausgeprägt, was die Wiedergabe recht entspannt klingen lässt. Beim 2000 stellten wir jedoch damals einen etwas dumpfen "Nachgeschmack" in einigen Passagen fest, den wir mit dem 1500 V2 nicht mehr so präsent wahrnehmen. Im Hochton langt die Neuauflage jedoch etwas stärker zu als der Vorgänger, was insbesondere Becken und Hi-Hats vom Schlagzeug zugute kommt. Die Wiedergabe ist dadurch deutlich näher an der Realität. Das Auflösungsvermögen bewegt sich auf einem sehr ordentlichen Niveau für diese Preisklasse und auch die Bühnendarstellung bewegt sich im Mittelfeld. Die Staffelung ist gelungen, aber gerade in Stücken mit Orchesterbegleitung scheint die geschlossene Bauweise  Grenzen zu setzen.

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Das Vengeance 2100 vermittelt bereits nach kurzem Reinhören eine etwas abweichende Abstimmung im Vergleich zum kleinen Bruder. Es klingt, als habe man dem 1500 V2 eine Anhebung im Bass- und Hochtonbereich mit auf den Weg gegeben , um das Klangbild etwas attraktiver zu gestalten. Gerade im den tieferen Bassregionen gefällt das 2100 deshalb mit knackiger Wiedergabe. In der mittleren Lage präsentiert es sich recht ähnlich zu seinen Geschwistern, auch hier finden wir den leicht aufgedickten Grundton vor. Die Höhen haben einen wirklich erstaunliche Anhebung erfahren. Dadurch wirkt das gesamte Klangbild weder dunkel noch warm, sondern sehr hell, detailliert und kristallklar. Leider sehen wir diesen Peak im Frequenzgang als zu stark. Bei einigen Musikstücken beginnt es daher zu zischeln und auch wirkt unangenehm aggressiv im Hochton. Das Auflösungsvermögen wirkt dadurch natürlich sehr gut, wird unserer Meinung nach aber mit einem zu großen Nachteil erkauft. Die Bühnendarstellung gefällt uns dafür aber etwas besser, denn sowohl in Bezug auf die Breite als auch auf die Präzision konnte Corsair hier wesentlich mehr leisten.

Im Spieletest bewiesen sich beide Probanden gleichermaßen gut. Wie zu erwarten war, lieferte Dolby Headphone saubere Arbeit, sodass die Ortung im mittlerweile althergebrachten Taktik-Shooter Counter-Strike Source gewohnt gut vonstatten ging. Die Entfernung des Gegners war nach kurzer Eingewöhnungszeit gut festzustellen. Ohne die Surround-Simulation war das Gefühl für die Räumlichkeiten jedoch relativ schwach, weshalb wir auf jeden Fall die Nutzung von Dolby Headphone empfehlen.