Seite 2: Corsair Vengeance 1500 V2 und 2100 im Detail

Auf den ersten Blick machen Corsairs neue Vengeance-Modelle einen deutlich schlichteren Eindruck als die Vorgängergeneration, was jedoch nur an der Farbgebung liegen kann. Die vielen silbernen Elemente sind nun dunkelgrauen Pendants gewichen. In Bezug auf den Aufbau der Headsets hat man jedoch keine Änderungen gewagt: Warum auch? Die Konstruktion ist ungemein stabil, obwohl Kunststoff der dominierende Werkstoff ist. Hält man die beiden Headsets in der Hand vermitteln sie Wertigkeit und Stabilität. Wir hätten keine Bedenken, einen unserer Probanden auch mal in die Hände kleinerer Kinder zu geben oder sie auch mal unachtsam in einem Rucksack zu verstauen. Der Kopfbügel wurde mit dickem Kunstleder verkleidet, unter dem sich weiches Polstermaterial befindet. Ebenfalls wie vom Vorgänger bekannt, werden die Ohrmuscheln mit Velourpolstern versehen, die das Ohr umschließen.

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Bei unseren Probanden handelt es sich um geschlossene Headsets. Der Sound verlässt die Ohrmuscheln also kaum und auch der Anwender wird nicht von Geräuschen außerhalb gestört. So sollte es zumindest in der Theorie sein. In der Praxis jedoch hat Corsair einen wie wir finden gelungenen Spagat zwischen Abschirmung und Durchlässigkeit gefunden, sodass etwa das Lüfterrauschen des Computers dem Hörer verborgen bleibt, das Klingeln an der Tür oder des Handys bleibt aber in der Regel vernehmbar. Dies liegt nicht zuletzt an dem sehr moderat gewählten Anpressdruck, welcher zu einem guten Komfort beiträgt. Gewährleistet wird dies durch die gute Velourpolsterung der Ohrmuscheln und dem Lederüberzug des Kopfbügels. Folglich war es uns möglich, Stunde um Stunde auf den virtuellen Schlachtfeldern Battlefields zuzubringen, ohne einen unangenehmen Druck auf dem Hörorgan erdulden zu müssen. Lobenswert, übertreiben es doch viele Hersteller oft mit dem Anpressdruck, was zwar die Abschirmung verbessert, aber bereits nach einer kurzen Weile oft zu Schmerzen führt.

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Widmen wir uns einmal den Features der verschiedenen Headsets, hier finden wir die größten ersichtlichen Unterschiede. Da es sich beim Vengeance 2100 um ein Wireless-Headset handelt, muss folglich sämtliche Bedienung über Knöpfe am Gerät selbst erfolgen. Dazu befindet sich ein On/Off-Button an der linken Ohrmuschel, der sehr intuitiv zu erreichen ist, ohne lange nach ihm tasten zu müssen. Direkt darunter positioniert sich ein Rad zur Lautstärkeregulierung. Mehr bietet Corsair nicht, mehr braucht ein gutes Headset für unseren Geschmack auch nicht. Anstelle eines Mute-Schalters integriert man diese Funktion in das Mikrofon selbst, sodass dieses beim Hochklappen deaktiviert wird.

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Das etwas günstigere aber kabelgebundene 1500 V2 Exemplar hat im Grunde genau dieselben Funktionen, realisiert dies jedoch über eine Fernbedienung an der Strippe, welche man bei Bedarf an den Kragen des Kleidungsstücks anklicken kann. Wir persönlich bevorzugen die Handhabung des Corsair Vengeance 2100 deutlich, da diese etwas intuitiver ist. Das 1500 V2 damit zu kritisieren, ist jedoch sicherlich etwas zu weit hergeholt und daher kaum ein ernsthafter Grund zum Meckern.

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Das Mikrofon scheint bei beiden Probanden das gleiche zu sein, denn bei beiden stellten wir eine gute Sprachübertragung fest. Verständlichkeit und Aufnahmepegel sind als sehr ordentlich einzustufen und erfüllen all unsere Anforderungen. Lediglich die Beweglichkeit des Mikrofonarms könnte etwas besser sein, zu einer negativen Aufnahme der Stimme kam es dadurch jedoch nicht.

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Mit dem Corsair Vengeance 2100 gelang es uns im Wireless-Einsatz Reichweiten von acht bis zehn Metern zu erreichen, was im Maximum etwas geringer ist als beim Vorgänger dem Vengeance 2000. Durch Wände kam es oft bereits nach wenigen Metern zu Verbindungsabbrüchen. Insgesamt erschien es uns, als sei die Reichweite des 2100 etwas geringer im direkten Vergleich zum 2000. Wir vermuten jedoch, dass dies an anderen Räumlichkeiten liegt im Vergleich zum vorherigen Test. Höchstwahrscheinlich erschweren die Wände der neuen Wohnung das Durchdringen des Signals. Insgesamt darf man also nicht erwarten, mit dem Headset durch das ganze Haus laufen zu können, ohne dabei Probleme zu bekommen. Bleibt man jedoch im selben Raum, sollte es zu keinerlei Verbindungsabbrüchen kommen. Um ein kabelloses Konzept realisieren zu können, muss natürlich ein Akku an Bord des Headsets sein, der dieses mit Energie versorgt. Das integrierte Modell hielt in unserem Testzeitraum wie auch der Vorgänger circa 10 Stunden bei mittlerem Lautstärkepegel durch. Ein sehr respektabler Wert. Sollte der Akku zur Neige gehen, kann das Headset einfach im Betrieb per USB an den Computer angeschlossen und geladen werden.