Seite 2: Gigabyte Fly im Detail

Allgemein handelt es sich beim Fly um einen On-Ear-Kopfhörer, das heißt die Ohrmuscheln liegen auf dem Hörorgan auf anstatt dieses zu umschließen. Der Vorteil in dieser Bauweise liegt darin, dass geringere Ausmaße realisiert werden können. Größtes Problem dieser Konstruktion ist dabei jedoch Folgendes: Der Hörer muss sehr präzise auf dem Ohr ausgerichtet sein, ansonsten kann das Klangbild extrem stark schwanken, sofern der optimale Sitz nicht gewährleistet ist. Ebenso ist die Abschirmung des Fly unserer Meinung nach nicht ganz so gelungen, denn gerade in lauteren Umgebungen muss man die Musik doch deutlich lauter stellen, als es für die Lauscher dauerhaft gesund ist, um "in Ruhe" vor äußeren Einflüssen Musik hören zu können - dies ist allerdings durch die Konstruktionsart bedingt.

Passend zum mobilen Einsatz gefällt jedoch der relativ hohe Wirkungsgrad von 122 dB/mW, womit er auch an eher schwächeren Quellen mühelos betrieben werden kann und ausreichende Pegel erreicht. Eine Angabe zur Impedanz konnten wir leider nicht finden. Das blaue Signalkabel macht einen durchweg soliden Eindruck. Es wirkt belastbar und ist auch in der Länge mit 1,2 Metern ausreichend dimensioniert, sprich weder störend lang noch merklich zu kurz.

Optisch weiß der Auftritt des Fly zu gefallen: Das konsequent silberne Design des Kopfbügels mit Rombenmuster und der Ohrmuscheln, kombiniert mit blauen Akzenten und dem hellblauen Kabel machen einiges her, ohne dabei allzu auffallend zu werden.

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Insgesamt geht die Konstruktion des Kopfhörers mit Hinblick auf den geringen Preis und den Ansatz einen Kopfhörer konzipieren zu wollen, der mit 79 Gramm sehr leicht ist, qualitativ in Ordnung. Unter anderen Aspekten erscheint der Aufbau jedoch zum Teil etwas hakelig und nicht gerade langlebig, wozu gerade der sehr dünne Metallkopfbügel beiträgt. Vermutlich mangelt es ihm auch gerade aufgrund des dünnen Metallbügels durch die Bank etwas an Anpressdruck, wodurch die recht geringe Abschirmung zu erklären wäre.

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Doch kommen wir einmal zum Tragekomfort, rein mit Hinblick auf die Daten klingen die Attribute vielversprechend: Lediglich 79 Gramm Gesamtgewicht, ein dünner Kopfbügel, den man so wenig spürt wie einen Haarreif, mit Leder gepolsterte Ohrmuscheln und der wie bereits festgestellte niedrige Anpressdruck sorgen zumindest kurzweilig für wirklich guten Komfort. Langfristig hatten wir persönlich jedoch Probleme mit der ohraufliegenden Bauweise, die den Sitz nach circa 30-40 Minuten für uns unangenehm machte. Dies sind jedoch persönliche Eindrücke, andere Menschen können hier ganz andere Ergebnisse erzielen.