Seite 2: Beyerdynamic Custom One Pro im Detail

Generell handelt es sich bei Beyerdynamics Spross um einen ohrumschließenden und geschlossenen Kopfhörer. Das heißt der Benutzer nimmt Geräusche um sich selbst kaum oder nur sehr leise wahr, stört aber auch seine Mitmenschen nicht mit seiner Musik. Die Impedanz des Custom One Pro ist mit gerade mal 16 Ohm sehr niedrig, das heißt er kann ohne Weiteres an jedem MP3-Player betrieben werden und erreicht ausreichende Lautstärkepegel. Somit erfordert er keine besonders starke Quelle, profitiert aber dennoch ungemein von einer guten Digital-Analog-Wandlung - an den meisten Onboard-Soundchips läuft also auch er unter seinen klanglichen Möglichkeiten. Das steckbare Kabel ist in der Standardausführung 1,5 Meter lang. Für unseren Geschmack eine etwas ungünstig gewählte Dimensionierung. Für unterwegs ist das Kabel dadurch etwas zu lang und hängt oft sehr weit herunter, im Heimgebrauch hingegen ist das Kabel fast ein bisschen zu kurz, sofern das Quellgerät beim Hören nicht direkt am Mann ist.

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Beyerdynamics Custom One Pro in der Standardausführung, welche wir uns im heutigen Test ansehen wollen, sieht rein äußerlich wenig spektakulär aus. Farblich ist er durchweg in Schwarz gehalten, mit einer Ausnahme der wechselbaren Ohrmuschelschalen, den sogenannten Covers. Auf diesen prangt die Modellbezeichnung "Custom One Pro". Dieser Schriftzug wurde viermal rot unterstrichen, wahrscheinlich in Anlehnung an das Firmenlogo, die vier horizontal verlaufenden Streifen.

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Die Custom-Schalen sind mithilfe eines Rahmens und Inbusschrauben befestigt. So müssen lediglich 4 Schrauben pro Seite demontiert werden und der Hörer lässt sich problemlos durch andere Cover individualisieren. Beyerdynamic verspricht dabei eine Auswahl aus hunderten verschiedener Schalen, somit ist dem persönlichen Geschmack nahezu keine Grenze bei der Gestaltung des Kopfhörers gesetzt. Ebenso einfach lässt sich die Polsterung des Kopfbügels farblich verändern: Einfach Klettverschluss abziehen und danach ein anderers Polster der Wahl anbringen. Selbst die Halterungsgabeln der Ohrmuscheln lassen sich wirklich zügig tauschen.

Preise für die verschiedenen Individualisierungsmöglichkeiten sind noch nicht vollständig bekannt. Ein paar Cover sowie ein paar dazugehörige Rahmen kostet aber derzeit jeweils 9,90 Euro.

 

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Im Grunde lassen sich also unzählige verschiedene Kombinationen der einzelnen Teile realisieren. Eine Grenzenlosigkeit, die im Kopfhörersegment definitiv Maßstäbe setzt und andere Kopfhörerhersteller eventuell zum Nachziehen bewegen könnte.

Da das Aussehen des Custom One Pro später in freier Wildbahn dank der ganzen Anpassungsmöglichkeiten stark unterschiedlich sein dürfte, widmen wir uns nun mehr dem Grundgerüst.

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Typisch für die Heilbronner macht unser Proband einen sehr stabilen und robusten Eindruck, dem die Strapazen unterwegs in Rucksäcken nichts anhaben können: Der Bügel zum Beispiel ist sehr biegsam, während die Gabeln aus widerstandsfähigen Federstahl bestehen.

Der Tragekomfort des Custom One Pro hat sich als sehr gut erwiesen. Die weichen Kunstlederohrpolster, die zwar optisch nicht besonders hochwertig wirken, sitzen auch über mehrere Stunden bequem auf dem Kopf unseres Redakteurs. Selbiges gilt für das modulare Bügelpolster, in Hinsicht auf den Tragekomfort bietet sich hier keinerlei Anlass für Kritik. Erstaunlich, da insbesondere Kopfhörer mit guter Abschirmung von Außengeräuschen meist mit relativ viel Anpressdruck daherkommen, sodass sie nach einiger Zeit unangenehm auf den Ohren werden. Nicht so der Custom One Pro, der mehrheitlich wie angegossen auf den Köpfen der verschiedenen Testpersonen saß.

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Wie bereits angesprochen, ist der Anpressdruck des Custom One Pro relativ moderat ausgefallen, dennoch isoliert er den Hörer sehr gut von der Außenwelt. Hier liegt eine der ganz großen Stärken des Beyers. Selbst in lauten Bussen oder bei öffentlichen Veranstaltungen kann man ungestört seine Musik genießen und vernimmt nicht einen einzigen Laut der Umgebung. Eine solch gute Abschirmung, wie es der Custom One Pro vermag, muss man schon als besonders herausstellen.