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Test: ASUS Xonar Phoebus - High-End-Soundkarte für Gamer

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Seite 3: Asus Xonar Phoebus im Praxistest

Der Treiber ist auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aufgebaut. Im Kopfteil findet man eine kurze Übersicht, welche Funktionen derzeit aktiv sind. Mit einem Klick auf den kleinen Pfeil rechts unten erscheint eine Auswahl mit verschiedenen Presets. Neben der individuellen Konfiguration stehen noch Modi für Hi-Fi, Film oder Musik zur Auswahl. In diesem Zusammenhang ist uns ein Bug im Treiber aufgefallen: Beim Umschalten vom Hi-Fi-Modus, welcher alle Klanganpassungen ausschaltet, in das entsprechende Musik-Profil wird automatisch ein hallender Umgebungseffekt aktiviert.

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Zur Navigation dient die linke Spalte, in der die Wiedergabegeräte ausgewählt werden können. Per Rechtsklick auf eines dieser Elemente klappt ein kleineres Kontextmenü auf, das weitere Optionen ermöglicht. Nach diesem Schema lassen sich alle gewünschten Einstellungen tätigen.

Eine Art Sonderstellung im Treiber bekommt die Lautstärkeregulierung, der Xear 3D Modus und der Soundradar für das in der Control-Box integrierte Mikrofon. Diese drei Optionen sind nämlich immer in der rechten oberen Ecke des Treibermenüs präsent.

Bei der Vielzahl an Möglichkeiten, die der Treiber der Phoebus zur Verfügung stellt, beschränken wir uns auf die wirklich interessanten Funktionen. In der Galerie befinden sich aber Screenshots des gesamten Treibers.

Unter dem Menüpunkt "Flexibler Bass II" lassen sich zur besseren Anpassung eines Subwoofers an die restlichen Lautsprecher einige Einstellungen vornehmen. Somit kann man neben der unteren Grenzfrequenz des Subwoofers auch die Basswiedergabe der Satelliten anpassen und allgemein die Bassintensität verändern.

Hinter Xear SingFX verbirgt sich eine Art Karaoke-Funktion, die die Tonhöhe an die eigene Stimmlage anpasst und in der Lage ist, den Gesang im vorliegenden Material herauszurechnen. Leider bringen beide Funktionen ein verzerrtes, vollkommen verfremdetes Klangbild mit sich.

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Im ROG Command Menüpunkt des Mikrofons lässt sich die sogenannte Strahlformung aktivieren. Diese filtert Umgebungsgeräusch heraus, die sich nicht unmittelbar in der Nähe des Sprechenden befinden. Im Praxistest konnten wir durchaus überzeugt werden, denn Nebengeräusche wurden erfreulich gut gefiltert - leider wurde dadurch allerdings auch die Stimmaufnahme unnatürlicher.

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Anstelle der bisherigen Raumklangsimulation Dolby Headphone bietet ASUS nun zwei Raumklangsimulationen. Zum einen Xear Surround Headphone und zum anderen über das neue Dolby Home Theater v4. Sowohl die Xear als auch die Dolby Raumklang Simulation erweisen sich in unserem Spiele-Test mit Counter-Strike: Source als sehr räumlich. Der Feind lässt sich im 360 Grad Winkel ausgezeichnet der Richtung zuordnen, aus der er kommt. Ebenfalls erhalten wir bei richtiger Auswahl der Raumgröße im Xear Surround-Treiber ein deutlich besseres Gefühl für die Größe der Karte, auf der wir uns bewegen, weshalb man wesentlich besser die Entfernung zum Gegner einschätzen kann. Ein kleiner Haken bleibt allerdings: Bei der größten Raumeinstellung erhält das Klangbild einen deutlichen Hall-Charakter, der besonders im Teamspeak stört. Dennoch zeigt sich die Xonar Phoebus auf dem Gebiet des Raumklangs, welcher für Spieler enorm wichtig ist, sehr stark.

Im Vergleich zwischen den beiden angebotenen sticht für uns Xear 3D mit der besseren Ortung hervor, dafür wird mittels Simulation über das Dolby Home Theater v4 das Klangbild nicht so hallend. Unserer Meinung nach sind also besonders die Raumklangsimulationen sehr gelungen und ein echter Fortschritt in Hinsicht auf Dolby Headphone und CMSS-3D.

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Softwareseitig verfügt das integrierte Dolby Home Theater v4 über ein eigenes Interface.

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An der linken Seite lassen sich mehrere Profile erstellen, die die bereits vorhanden Profile für Filme, Musik und Spiele ergänzen können.

Unterhalb des Spektrum-Visualizers befindet sich der sogenannte "Intelligent Equalizer", der einige Presets anbietet. Etwa eine warme oder typische Badewannenabstimmung. Wer seine eigene Abstimmung definieren möchte, hat mit dem sich darunter liegenden "Graphic Equalizer" die Möglichkeit dazu, an den Einstellschrauben zu drehen.

Ebenso bietet das Dolby Home Theater noch Einstellungen für den Film- und Spiel-Einsatz. Zum Beispiel lassen sich Lautstärkeunterschiede ausgleichen, damit zu laut abgemischte Explosionen an den üblichen Pegel angeglichen oder aber Stimmen präsenter abgebildet werden. Am Ende stehen noch Raumklangsimulationsmöglichkeiten sowohl für Lautsprecher als auch Kopfhörer.

 

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 m x 6 m, bei einer Deckenhöhe von 2,20 m. Die Wände der kürzeren Seiten bestehen aus Dachschrägen, welche bis knapp 30 cm an den Boden reichen. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität.

Anhand der verwendeten Bauteile ließ sich relativ schnell feststellen, dass die ASUS Xonar Phoebus den Karten der Essence-Reihe relativ ähnlich sind. Dementsprechend klingt die Phoebus im Vergleich zu einer Essence STX auch bekannt. Die Unterschiede sind gering: Die Phoebus klingt etwas zurückhaltender, insbesondere im Bassbereich, während die Essence ST/X einen etwas spritzigeren Eindruck macht. Gegenüber der kürzlich getesteten Creative Recon 3D Fatal1ty Professional kann sich die neue Xonar aber sehr deutlich distanzieren. Hoch- und Mittelton klingen erfreulich natürlich - feine Details werden schön klar herausgezeichnet. Ebenso erhält der Bassbereich deutlich mehr Kontur im Vergleich zur Recon 3D. Gefallen hat uns insbesondere die genaue Bühnenabbildung zum Beispiel bei Metallicas Live-Aufnahme der CD S&M, bei der jedes Instrument an seinem Platz steht.

 

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Kommentare (901)

#892
Registriert seit: 21.03.2013

Gefreiter
Beiträge: 53
Meine läuft auch seit über einem Jahr problemlos.
Nur beim Wechsel von Windows 8.1 auf 10 gab es im ersten Moment probleme,die aber nach einer neu Installation behoben wurden.
Es ist halt so,daß eine Interne Soundkarten störanfälliger sein kann,da es sehr viele interferenzen mit den umliegenden Bauteilen geben kann und davon sind eigentlich alle Soundkarten nicht ganz befreit davon.
Manchmal spielt es nur schon eine Rolle ob man sie über oder unter einer GPU eingebaut hat.
Manchmal streut das Netzteil mit ein oder die Störgeräusche nehmen zu bei steigender System und oder GPU last.
Davon sind meistens externe Lösungen nicht betroffen.
Das mit der Abwärme ist mir jetzt neu,eine Erklärung dafür könnte höchstens die zusätzliche Stromversorgung der Soundkarte sein,denn da wo Strom hinein gelangt wird sie umgewandelt und Umwandlung bedeutet meisten Abwärme und davon gibt es ja mehrere in einem PC Gehäuse.
Denn die anderen Karten von Creative haben ja keine soviel ich weiß.
#893
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Registriert seit: 24.09.2015
Sachsen
Matrose
Beiträge: 12
HAllo zusammen,
vll kennt jemand eine Lösung für mein Problem.

Ich habe mir vor einigen Wochen eine asus xonar Phoebus bestellt, eingebaut und getestet.
Leider habe ich immer Probleme mit Latenzen beim Mikrofon gehabt (HyperX Cloud)
Immer wenn ich das Mikrofon angeschalten hab hat es gefühlt den ganzen raum (als wäre die Empfindlichkeit auf 300% eingestellt, kam teilweiße auch zu starken Feedback) aufgenommen und mir dann mit ca. 0,5sec verzögerung über das Headset wieder gegeben.
Ich habe alles mögliche ausprobiert (alte treiber deinstalliert, Soundchip auf dem MB deaktiviert, andere treiber, anderen Kartenslot, anderes Headset)

Irgendwann hab ich mir gesagt, ja gut dann schickst du die Karte wieder zurück und probierst es mit einer anderen.

Asus xonar u7 --> die selben Probleme.
im Moment nutze ich den USB adapter von meinem alten Asus Vlucan Headset, damit funktioniert die Monitorfunktion 1A

Das Problem tritt übrigens auch auf wenn ich über die ein/Ausgänge am Mainboard gehe.


Jemand ne Idee wo der Fehler stecken könnte?
#894
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Registriert seit: 01.03.2014
upper valley
Bootsmann
Beiträge: 662
Das ist wirklich eine sehr wackelige Geschichte. Ich ärgere mich von Woche zu Woche. Mal funktioniert die automatische Umschaltung zwischen KH und LS, mal nicht. Manuell funktionierte sie in Sonic Studio Pro noch nie. Da frag ich mich was daran Pro ist. Umschalten von LS auf KH eigentlich öfter als umgekehrt. Wenn es nicht klappt, muss das System neu gestartet werden, sonst kein Laut aus dem Lautsprecher. Es geht also entweder nur KH oder nur LS beim abhören. Und das bei einer solchen Karte. Treiber seit 12/2013 ohne update.
#895
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Registriert seit: 03.12.2011
Room 101
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 457
Neuer Treiber für Windows 10 vom 18.01.2016:

https://www.asus.com/de/Sound-Cards/ROG_Xonar_Phoebus/HelpDesk_Download/
#896
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Registriert seit: 01.03.2014
upper valley
Bootsmann
Beiträge: 662
Jo, Win 10, teste ich nicht unter Win 8.1
#897
Registriert seit: 16.08.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 179
Zitat econaut;24267283
Neuer Treiber für Windows 10 vom 18.01.2016:

https://www.asus.com/de/Sound-Cards/ROG_Xonar_Phoebus/HelpDesk_Download/


Ja leider hat der halt die alte Oberfläche.

Ich hatte damals Windows 8.1, hab mir den neuesten Treiber geholt mit dem Sonic Studio Pro, hab Windows 10 drüber installiert und es ging alles ohne Probleme.
Weiß einer wie ich den herkrieg oder muss ich mich damit zufrieden geben? Der hat nicht mal nen Equalizer und das Menü ist das schlechteste das ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Da ist SAP Bedienung intuitiver
#898
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Registriert seit: 15.04.2015

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 468
Hey Leute,

das selbe Problem habe ich auch und habe nun etwas die Übersicht verloren...unter Windows 8.1 hatte ich den damals neuesten Treiebr am laufen mit dem schönen SonicStudio UI, wo ich auch Profile eingestellt hatte...nach dem Upgrade auf Windows 10 lief alles problemlos weiter...

Nun war ich aber gezwungen Windows 10 neu aufzusetzen und habe seitdem einen abgespeckten Treiber und bin auf HomeTheatre umgestiegen. Dern Autostart vom Asus UI habe ich ausgechaltet. Es startet mit Windows nur noch das DHT v4.

Ist meine Lösung in Ordnung? Oder gibt es da Qualitätsunterschiede? Am liebsten hätte ich gerne den 8.1 Treiber unter Windows 10...

Ist das möglich?


Viele Grüße,
Rafael
#899
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Registriert seit: 31.12.2008
FFM
Admiral
Beiträge: 25505
probiers aus. sollte laufen
#900
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Besitze selbst auch die Solo seit knapp 1 einhalb Jahren, fahre auch den älteren Treiber von 2013 unter Win 7 64, null probs damit.
Hatte mal einen neueren ausprobiert 2015 und Stress gehabt. Also wieder den ältereren Treiber Installiert und alles lief wie es soll.

Und das die Karte gut warm wird ist richtig.
#901
Registriert seit: 21.07.2003
Stuttgart
Matrose
Beiträge: 17
Werde demnächst den PC neu aufsetzen H170, i5 6500, Win 10 64bit und bin ziemlich verunsichert wegen des zu verwendenden Treibers.
Scheinbar haben ständig Änderungen stattgefunden und es wurden Funktionen herausgenommen, wieder hinzugefügt etc...

Gerade eine gute einstellbare Bassumleitung wäre mir jedoch sehr wichtig.
Es geht eigentlich nur um eine Soundkarte, aber ich habe das Gefühl, es ist eine wissenschaftliche Disziplin daraus geworden!
;)


Welchen Treiber würdet ihr denn nach aktuellem Stand empfehlen, der der maximalen Funktionsumfag zu bieten hätte?
Diesen würde ich dann auch bevorzugt austesten und schauen, ob alles damit läuft.

Falls nicht, könnte ich ja immer noch zu einem (vom Funktionsumfang) "schlechteren" Treiber wechseln...
BTW, den Mikrofoneingang werde ich wohl nicht verwenden, denn meine webcam hat ein ausreichend gutes Mikro eingebaut..
:)
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