Seite 4: Creative Recon 3D Fatal1ty Professional - Fazit

Schlussendlich bleibt immer die Frage, an welche Zielgruppe Creative diese Karte adressiert. Man könnte sagen an Spieler, jedoch haben nur sehr wenige derjenigen Lautsprecher oder Kopfhörer, für die sich eine solch hohe Investition in eine Soundkarte lohnen würde, schließlich soll in erster Linie der Klang verbessert werden. Hier sollte in der Regel mindestens ein Kopfhörer ab der 150-Euro-Klasse oder ein Stereo Lautsprechersystem ab circa 300 Euro oder mehr vorhanden sein, um einen nennenswerten Vorteil gegenüber einer günstigeren Soundkarte verbuchen zu können. Diejenigen, die aber über solches Equipment verfügen, finden mit der ASUS Xonar Essence ST(X) die bessere Alternative.

Demnach kommt die Recon 3D Professional Fatal1ty nur noch für die kleine Käuferschicht der Besitzer hochwertiger, aktiver Multikanal-Anlagen infrage. Diese dürften mit Creatives Soundkarte die optimale Lösung finden, denn dort spielt sie ihre Stärken aus: Die Anschlussvielfalt bietet derzeit kaum eine der aktuellen Karten abgesehen von der Auzentech X-Fi Forte, die allerdings vermehrt mit Treiberproblemen zu kämpfen hat. Der Treiber der Recon 3D lief innerhalb unseres Testzeitraums stets stabil und verrichtete die Arbeit so wie vorgesehen. Ebenso ist unser Proband in Hinsicht auf Features für Film- und Spielwiedergabe durchweg gut bestückt: verschiedene Funktionen zur Einstellung der Surround-Simulation und equalizer-ähnliche Funktionen für Filme lassen diesbezüglich kaum Wünsche offen.

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Alles in allem stellt die Creative Recon 3D Fatal1ty Professional für knapp 120 Euro den Allrounder in der Oberklasse der Consumer-Soundkarten dar, welcher leider im Klangcheck unverkennbare Schwächen offenbarte.


Positiv

  • vielseitige Anschlussmöglichkeiten
  • Treiber funktionieren einwandfrei

Negativ

  • klanglich nur Mittelmaß