Seite 3: Praxistest

Im Praxistest zeigte sich dann in der Tat eine deutlich flüssigere Menüführung. Kommandos der Fernbedienung werden wesentlich schneller umgesetzt, als dies beim Vorgänger der Fall war. Zur besseren Übersicht haben wir einige Bilder aus dem Menü geschossen und in eine Galerie gesetzt. Der Fokus liegt dabei vor allen Dingen auf den Neuerungen. {gallery}galleries/reviews/wd_tv_live/gallerie/{/gallery}

Die manuellen Daten für die IP-Adresse/DNS und den Gateway sind recht schnell eingegeben, da die Eingabe vereinfacht dargestellt ist und die Navigation zügig möglich ist. Alternativ kann mit vorhandenem DHCP auch auf das automatische Setup zurückgegriffen werden. Die AV-Daten aus dem Netzwerk können entweder direkt per DLNA angesteuert werden, oder der WD TV Live nutzt etwaig verfügbare Samba- bzw. NFS-Freigaben.

Die unterschiedlichen Menü-Sprachen sind je nach Einstellung noch teilweise etwas fehlerhaft übersetzt, da sie scheinbar mit einem automatischen Übersetzungsprogramm durchgeführt worden sind, wie der folgende Menüausschnitt zeigt:

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Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

In unseren Testläufen zeigten sich keinerlei Probleme bei der Wiedergabe über ein angeschlossenes Netzwerk. 1080p-Inhalte inkl. DTS-Tonspur konnten ruckelfrei abgespielt werden, ebenso wie die Vor- und Rückspulfunktion einwandfrei ihren Dienst verrichtete. Verglichen mit der direkten Wiedergabe von einer angeschlossenen Festplatte sind die Spulvorgänge jedoch etwas verzögert und nicht ganz so schnell. Sofern über das Netzwerk eine Internetverbindung besteht, können Online-Angebote wie YouTube problemlos genutzt werden. Die Navigation ist dabei etwas gewöhnungsbedürftig.

Eingeschaltet und im Leerlauf (ohne USB-Medium) verbraucht der WD TV Live rund 4,6 Watt. Mit einer angeschlossenen Notebook-HDD (Samsung HM320) als Zuspieler steigt der Verbrauch auf knapp 9,2 Watt. Da die HDD ihren Strom vom WD TV bezieht, ist der Anstieg nicht verwunderlich. Wird nur der Netzwerk-Port zur Wiedergabe benutzt, sind es lediglich 7 Watt.

Während die Vorgänger-Version sich konsequent weigerte, den USB-Medien nach einem Druck auf den Power-Button der Fernbedienung den Strom abzustellen, kappt der WD TV Live nun den Saft zuverlässig. Im ausgeschalteten Zustand verbraucht er dennoch etwa 3,5 Watt, sodass wir bei längeren Standzeiten ein händisches Trennen vom Stromnetz empfehlen. Insgesamt hätte der Standby-Verbrauch durch intelligente Schaltungen weiter minimiert bzw. durch einen separaten Ein-/Aus-Schalter am Gehäuse vollständig nullifiziert werden können.