Seite 2: Design und Verarbeitung

Eizo positioniert den EV2750 ganz klar im Lifestyle- und Design-Umfeld, schafft es aber dennoch seinem klassischen Understatement treu zu bleiben. Das hat bereits beim FlexScan EV2455 bestens funktioniert und gelingt auch beim großen Bruder wieder hervorragend.

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Eizo FlexScan EV2750

Das Schlüsselelement zu Eizos sehr schlichtem und geradlinigem Design ist eine durchgehende Abdeckung der Front. Durch die so entstehende Edge-to-Edge-Optik wirkt der 27-Zöller sehr filigran, ohne dabei seine industrielle Formensprache zu verleugnen. Es zeigt sich aber auch, dass Eizo mit seinem 1 mm breiten Rand die Display-Behausung rund um die Front-Abdeckung meint und nicht den eigentlichen Rahmen. Optisch kann der 27-Zöller aber auf jeden Fall auf der ganzen Linie überzeugen.

Eizo-typisch fallen Materialgüte und Verarbeitungsqualität hervorragend aus. Der Kunststoff hinterlässt den Eindruck für die Ewigkeit gemacht zu sein, während man Ungleichmäßigkeiten oder Unsauberkeiten bei der Verarbeitung vergeblich sucht. An dieser Stelle wird Eizo dem, durch den Preis selbst auferlegten, Premium-Anspruch auf jeden Fall gerecht.

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Eizo FlexScan EV2750

Aber auch dann, wenn der EV2750 eingeschaltet wird, kann der 27-Zöller in dieser Disziplin vollends überzeugen. Der „echte“ Rand misst lediglich 6 mm, sodass Maße erreicht werden können, die nicht viel größer sind, als es vor einigen Jahren noch bei 24-Zöllern der Fall war. Entsprechend schlank wirkt der EV2750 auf dem Schreibtisch.

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Eizo FlexScan EV2750

Unterstützt wird dieser Eindruck durch die auf den ersten Blick sehr flache Bauweise. Eizo gestaltet die Ränder gerade einmal 17 mm tief, lässt den Monitor aber natürlich zur Mitte hin dicker werden. Die Steuerelektronik muss schließlich untergebracht werden. Nur Vorteile hat diese Designsprache für den Nutzer allerdings nicht, wie später ein Blick auf die Anschlüsse zeigen wird.

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Eizo FlexScan EV2750

Sollte der EV2750 frei im Raum stehen, führt das für die Büro-Optik nicht zu einem Debakel, denn auch die Rückseite des Monitors wurde ansprechend gestaltet. Die Designer haben sich dabei erneut einer industriellen Formensprache bedient und setzen auf Diagonalen und manche Kluft. Letztere dienen der besseren Belüftung der Elektronik.

Der kreisrunde Standfuß, der auf das von Eizo gewohnte Arretierungsmodell setzt, fällt nicht sonderlich groß aus, bietet dem Display aber doch einen sehr guten Stand. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn es wird mehr Platz auf dem Schreibtisch gelassen.

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Eizo FlexScan EV2750

Eizo bietet mit DisplayPort, HDMI und DVI die wichtigsten Anschlüsse, auf einen betagten VGA-Anschluss verzichtet man indes – stören sollte das aber niemanden. Zusätzlich bietet man einen integrierten USB-3.0-Hub, der allerdings nur über zwei Anschlüsse verfügt. Im Bereich des eigentlichen Anschluss-Panels ist lediglich der Host-Anschluss zu finden. Die beiden eigentlichen Buchsen wurden um 90° gedreht seitlich zugänglich gemacht. Was eigentlich sehr löblich ist, wird durch die weit zurückversetzte Lage leider größtenteils ad-absurdum geführt. USB-Sticks wird man hier wohl nur selten einstecken. Um dauerhafte Peripherie wie ein externes Laufwerk oder die Tastatur anzuschließen, wäre es hingegen praktischer gewesen, die USB-Ports im normalen Anschlusspanel zu positionieren.