Seite 4: Helligkeit, Ausleuchtung, Farbreproduktion, Inputlag, Stromverbrauch

In die Bewertung der Bildqualität des Dell UltraSharp U3014 möchten wir sowohl unsere subjektive Einschätzung als auch einige mit „i1 Display Pro" gewonnene Messwerte einfließen lassen.

Bildqualität-Check

Dell ist es mit dem U3014 zweifelsohne gelungen, dem Nutzer einen Bildschirm mit guter Bildqualität zu liefern. So überzeugt nicht nur die hohe Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten, die für gestochen scharfe Bilder sorgt, sondern auch die Farben wirken auf den ersten Blick durchaus ansprechend. Das angezeigte Bild erscheint weder zu knallig noch zu blass. Aktiviert man im OSD den Menüpunkt „Smart Video Enhance", so werden Farben und Kontraste während des Betriebs zusätzlich aufgewertet. Während diese Technik in unserem Test zwar gute Resultate liefern konnte, gefielen uns die harten Übergänge zwischen den einzelnen Bildeinstellungen nicht. Manuell können Nutzer über die mitgelieferte Farbkalibrierungssoftware von Dell Hand anlegen, allerdings verzichtet der Hersteller auf die Beigabe eines entsprechenden Kolorimeters, sodass der Kauf eines X-Rite i1Display Pro Kolorimeter unabdingbar ist. Durch den Einsatz eines matten Panels weiß Dell störende Reflexionen, die vom Bildschirminhalt ablenken, gezielt zu unterbinden. Insgesamt machte die Bildqualität des U3014 in unserem Test also einen sehr positiven Eindruck. Ob die Messungen ein ähnliches Ergebnis zeigen, ist den nachfolgenden Diagrammen genauer zu entnehmen.

Helligkeit und Ausleuchtung

Im Thema Helligkeit und Ausleuchtung überzeugt die Hintergrundbeleuchtung des U3014 durch eine maximale Leuchtdichte von 345 cd/m² in der Bildschirmmitte. Demnach verfehlt der Monitor die in den Spezifikationen angegeben Maximalhelligkeit von 350 cd/m² nur unwesentlich. Die Helligkeit kann sich zudem über nahezu die gesamte Bildschirmfläche relativ konstant halten. Lediglich im rechten Drittel der Anzeigefläche weicht die Leuchtdichte mit 38 bzw. 40 cd/m² deutlich mehr als 30 cd/m² vom Referenzwert in der Mitte ab (blau gefärbt in der 3D-Ansicht weiter unten). Zu sehen ist dies mit dem bloßen Auge aber noch nicht.

Regelt man die Helligkeit im OSD auf 50 Prozent herunter, so beträgt die maximale Leuchtdichte noch ganze 250 cd/m². Eine Helligkeitseinstellung von 0 Prozent zwingt die Leuchtdichte auf einen Wert von 43 cd/m² herunter.

Ausleuchtung/Helligkeit bei 100 Prozent

Ausleuchtung/Helligkeit bei 50 Prozent

Ausleuchtung/Helligkeit bei 0 Prozent

3D-Ansicht der Ausleuchtung


Weißpunkt

Im Chromatizitätsdiagramm trifft der Weißpunkt die Koordinaten von x=0,308 und y=0,345.

Weißpunkt im Chromatizitätsdiagramm

In der Bildschirmmitte beträgt die Farbtemperatur des Weißpunktes gute 6553 Kelvin. Ideal für den gängigen D65-Weißpunkt wäre hier eine Temperatur von 6500 Kelvin. Während die Farbtemperatur im linken Drittel um bis zu 237 Kelvin zunimmt, fällt diese im rechten Drittel um maximal 172 Kelvin ab. Trotz dieser Schwankungen hält sich der Weißpunkt über die gesamte Fläche noch in einem guten Bereich.

Weißpunkt in neun Messfeldern


3D-Ansicht des Weißpunktes

 

Farbreproduktion

Dell verspricht in der Beschreibung zum U3014 eine hohe Farbtreue, die um maximal 2,0 Delta E (dE) von den Referenzfarben abweiche. Wir haben mit einem 23-teiligen Farbsatz nachgemessen und können diese Angabe nur bestätigen. So kann die Farbwiedergabe des U3014 durch Abweichungen von maximal 1,71 dE (Color 06) überzeugen. Wahrnehmbare Farbunterschiede zwischen der Darstellung am Monitor und einem späteren (professionellen) Druck können also getrost ausgeschlossen werden.

Angaben in Delta E (dE) - weniger ist besser


Inputlag

Beim Betrachten der Messwerte zum Inputlag ist zu beachten, dass die von uns verwendete Messmethode nur grobe Richtwerte liefern kann. So kamen wir auf rund 15 Millisekunden, die in Anbetracht des IPS-Panels kein allzu schlechtes Ergebnis darstellen. Wesentlich ist diese Angabe vor allem für Spieler. So beschreibt der Inputlag die Zeitspanne zwischen der Signalausgabe am Computer und der Bilddarstellung am Monitor. Fällt diese zu lang aus, kann es zu störenden Verzögerungen im Gameplay kommen.

Angaben in Millisekunden (ms) - weniger ist besser


Stromverbrauch

Um den Stromverbrauch der verschiedenen Monitore untereinander vergleichen zu können, betreiben wir diese bei einer Helligkeit von 150 cd/m² und machen anschließend unsere Messungen. Aufgrund der großen Bildschirmdiagonalen von 30 Zoll kommt der U3014 dabei auf rund 44,6 Watt (rund 0,112 Watt pro Quadratzoll). Gegenüber kleineren Geräten im 24-Zoll-Bereich ist das zwar ein deutlich höherer Verbrauch, viele 30-Zöller benötigen aber gern noch einmal eine gute Portion zusätzlichen Strom.

Gesamtstromverbrauch bei 150 cd/m² - Angaben in Watt

Stromverbrauch pro Quadratzoll - Angaben in Watt