Seite 8: Fazit

Mit dem Strix X299-E Gaming hat ASUS neben den beiden Rampage-VI-Modellen ein interessantes Mainboard aus der ROG-Familie für die Intel-Core-X-Prozessoren geschaffen. Zwar sind die Strix-Modelle im Vergleich zu den großen ROG-Modellreihen etwas abgespeckt worden, doch im Gegenzug fällt der Preis auch weniger intensiv aus. Dabei muss sich die gebotene Ausstattung keineswegs verstecken. Die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke gehören genau wie die acht SATA-6GBit/s-Ports zum Pflichtprogramm. Der VRM-Bereich besteht aus acht Spulen, welcher seinen Input von jeweils einem 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss erhält. Etwas Komfort bieten ein Power-Button und eine Debug-LED. Thermisch problematisch könnte der verbaute VRM-Kühler werden, wenn der Anwender das erweiterte Overclocking mit dem Strix X299-E Gaming vornimmt.

Für Grafikkarten und andere Erweiterungskarten stehen drei mechanische PCIe-3.0-x16- (inkl. Safe-Slot-Feature), dazu zwei PCIe-3.0-x4-Schnittstellen und ein PCIe-3.0-x1-Slot bereit. Je nach verwendeter LGA2066-CPU (16, 28 oder 44 Lanes) fällt die Laneaufteilung bei den großen Anschlüssen unterschiedlich aus. Neben den bereits angesprochenen acht SATA-Ports hat ASUS zudem auch zwei M.2-M-Key-Konnektoren mit verlötet. Einer wurde horizontal und der Andere vertikal ausgerichtet.

An USB-Schnittstellen werden drei Stück mit der zweiten USB-3.1-Generation, acht Stück mit der ersten USB-3.1-Generation und vier USB-2.0-Buchsen geboten. Auch ist ASUS' USB-BIOS-Flashback-Feature mit an Bord. Netzwerktechnisch kann sich der Anwender zwischen der kabelgebundenen Verbindung über den Intel I219-V und der kabellosen Verbindung über das ebenfalls enthaltene WLAN-AC- und Bluetooth-4.2-Modul entscheiden. Mit dem SupremeFX-Feature kommt der Besitzer in den Genuss des ALC1220-Codecs von Realtek, der jedoch von neun Audiokondensatoren und einem Kopfhörerverstärker begleitet wird.

Auf dem PCB wurden zahlreiche FAN- und WaKü-Header verbaut, sodass die Gehäusebelüftung ordentlich optimiert werden kann. Auch dabei sind zwei RGB-Header, an denen die beiliegenden Adapterkabel angeschlossen werden können - so werden die dort angebrachten Leuchtmittel ein Teil des ASUS-Aura-Features. Von Haus aus beleuchtet sind das mittig platzierte ROG-Logo und ein kleiner Streifen auf der I/O-Blende. Die bekannte UEFI-Oberfläche hinterließ auch beim Strix X299-E Gaming einen guten Eindruck. Die Leistungsaufnahme ist für eine HEDT-Plattform als gut bezeichnen, gerade im Leerlauf.

Für das ASUS ROG Strix X299-E Gaming werden mindestens 327 Euro fällig, die natürlich kein Pappenstiel sind und zusammen mit dem Betrag einer LGA2066-CPU erstmal übrig sein müssen.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Strix X299-E Gaming:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer sehr guten CPU-Spannungsversorgung
  • ein zusätzlicher 4-Pin-Anschluss für erweitertes Overclocking
  • umfangreiche Ausstattung, u.a. acht SATA-Schnittstellen, acht USB-3.1-Gen1-Anschlüssen und drei USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und gute Leistungsaufnahme im Idle
  • zwei M.2-Schnittstellen
  • Onboard-Komfort, wie Power-Button und Debug-LED
  • guter Onboard-Sound-Bereich
  • WLAN-AC (Max. 867 MBit/s) und Bluetooth 4.2

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Strix X299-E Gaming:

  • hoher Preis
  • (aktuell) reduzierte M.2-Leserate

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming stellt eine gute LGA2066-Basis für Enthusiasten dar, die zudem etwas Overclocking betreiben wollen. Trotz der aktuell reduzierten M.2-Leserate rücken wir den Excellent-Hardware-Award heraus!

Persönliche Meinung

Gerade für Anwender, die den LGA2066-Prozessor nicht immens übertakten wollen, bietet sich das Strix X299-E Gaming von ASUS an. Die gehobene Ausstattung und auch die gute Effizienz im Leerlauf hat mir sehr gut gefallen. Vom Preis her ist es mir persönlich zu teuer, das liegt allerdings an den hohen Kosten für die X299-Plattform insgesamt.