Seite 8: Fazit

Bei dem ganzen Trubel rund um das Thema AMD-Ryzen wird Intels aktuelle Mainstream-Plattform - weiterhin basierend auf dem Sockel LGA1151 - gefühlt unter den Teppich gekehrt. Dabei sorgt die Kombination eines Z270-Mainboards mit dem Core i7-7700K unverändert für eine sehr hohe (Gaming-)Performance. Vorteilhaft ist zudem die deutlich größere Mainboard-Auswahl gegenüber der Sockel-AM4-Plattform.

ASUS hat die renommierte Republic-of-Gamers-Mainboardserie mit den Strix-Modellen ordentlich ausgeweitet. So bietet der taiwanische Hersteller gleich fünf verschiedene Strix-Mainboards mit dem Z270-Chipsatz an, die sich zwar in erster Linie auf das Thema Gaming konzentrieren, sich jedoch dank des Z270-PCHs auch sehr gut zum Übertakten eignen. In diesem Artikel haben wir mit dem Strix Z270E Gaming und Strix Z270G Gaming die beiden preisintensivsten Platinen geschnappt und sie miteinander verglichen.

Während das Strix Z270E Gaming im ATX-Format designt wurde, kommt das Strix Z270G Gaming auf die Micro-ATX-Abmessungen. Doch von der Ausstattung her sind beide LGA1151-Mainboards sehr ähnlich aufgestellt. In beiden Fällen wurden nicht nur vier DDR4-DIMM-Speicherbänke (max. 64 GB RAM) berücksichtigt, sondern außerdem sechs nativ angebundene SATA-6GBit/s-Ports und zwei M.2-Schnittstellen mit der M-Key-Kodierung für den Storage-Bereich. An USB-Anschlüssen wurden neben jeweils sechs USB-3.1-Gen1- und USB-2.0-Versionen gleich drei schnellere USB-3.1-Gen2-Buchsen integriert. Letztere wurden mit zwei Stück am I/O-Panel und einem Anschluss über den internen Header verteilt. Für die Ansteuerung hat ASUS gleich zwei ASMedia-ASM2142-Controller verlötet.

Zur weiteren Gemeinsamkeit gehört das WLAN-AC- und Bluetooth-4.1-Modul, einmal Gigabit-LAN über den Intel-I219-V-Controller sowie das ROG-SupremeFX-Audiofeature mit dem Realtek ALC1220 sowie einigen Audiokondensatoren. Das Audio-Equipment kann über fünf analoge 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einen digitalen Toslink-Anschluss angeklemmt werden. Die CPU-Spannungsversorgung wurde mit zehn Spulen ausreichend dimensioniert. In unserem Overclocking-Test schafften es beide Platinen, den Core i7-7700K mit stabilen 4,9 GHz zu betreiben.

Aufgrund der unterschiedlichen Abmessungen sind dann doch einige Differenzen auszumachen. Auf dem Strix Z270E Gaming wurden drei mechanische PCIe-3.0-x16- und vier PCIe-3.0-x1-Steckplätze verbaut, wohingegen es beim kleineren Strix Z270G jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Slots sind. Auch die in der CPU integrierte Grafikkarte kann über einen DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4-Grafikausgang angesprochen werden, mit dem Strix Z270E können dank des zusätzlichen DVI-D-Ports drei Displays verwendet werden. Für Lüfter und Co. halten sich zwei CPU-FAN-, zwei Chassis-FAN- und ein AIO-Pump-Header bereit. Das Strix Z270E Gaming bietet darüber hinaus auch den proprietären High-Amp-Header.

Um die RGB-LED-Beleuchtung zu erweitern, befinden sich gleich zwei LED-Header auf den PCBs, die zum Aura-Feature gehören. An der System-Stabilität und auch an der Leistungsaufnahme hatten wir nichts zu kritisieren. Gerade im Leerlauf arbeiteten beide ASUS-Mainboards sehr effizient. Was beiden Modellen jedoch gut zu Gesicht gestanden hätte, wär ein Power- und Reset-Button.

Mit einem Preis von mindestens 212 Euro für das Strix Z270E Gaming und 187 Euro für das kleinere Strix Z270G Gaming gehören beide Modelle nicht zu den Schnäppchen, doch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die Besitzer einen hochwertigen LGA1151-Unterbau erhalten, für den es unter Umständen noch die Coffee-Lake-S-CPU mit sechs physischen Kernen als Upgrade geben könnte.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Strix Z270E Gaming:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer guten CPU-Spannungsversorgung und vielen Overclocking-Funktionen
  • angemessene Ausstattung, u.a. sechs SATA-Schnittstellen, sechs USB-3.1-Gen1-Anschlüsse und drei USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und sehr gute Effizienz im Idle
  • zwei M.2-Slots mit jeweils 32 GBit/s
  • WLAN-AC und Bluetooth 4.1
  • USB-3.1-Gen2-Header

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Strix Z270E Gaming:

  • kein Power- und Reset-Button

 

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Strix Z270G Gaming:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer guten CPU-Spannungsversorgung und vielen Overclocking-Funktionen
  • angemessene Ausstattung, u.a. sechs SATA-Schnittstellen, sechs USB-3.1-Gen1-Anschlüsse und drei USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an zwei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und sehr gute Effizienz im Idle
  • zwei M.2-Slots mit jeweils 32 GBit/s
  • WLAN-AC und Bluetooth 4.1
  • USB-3.1-Gen2-Header

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Strix Z270G Gaming:

  • kein Power- und Reset-Button

Einmal in groß und einmal in klein: Das ASUS Strix Z270E Gaming und das ASUS Strix Z270G Gaming zeigen sehr viele Gemeinsamkeiten und stellen eine gute Ausstattung zur Verfügung.

Persönliche Meinung

Bei der derzeitigen Situation mit AMDs Ryzen-Prozessoren, welche zweifellos ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis aufweisen, existiert nichtsdestotrotz noch die LGA1151-Plattform, die noch lange nicht zum alten Eisen gehört, wie es manche vielleicht empfinden mögen. Mit der Qualität des ASUS Strix Z270E Gaming und Strix Z270G Gaming bin ich zufrieden, wobei ich den Preis etwas zu hoch angesetzt empfinde. (Marcel Niederste-Berg)