Seite 8: Fazit

ASUS hat die Signature-Serie im Jahr 2017 in "Prime" umbenannt. Gleichzeitig wurde zumindest zum Kaby-Lake-Launch ein "Z270-Pro" und "Z270-Deluxe" gestrichen. Von den vier Modellen mit Intels neuem Z270-Chipsatz darf sich das Prime Z270-A daher als Flaggschiff bezeichnen, das wir in diesem Artikel auf den Prüfstand gestellt haben. Verglichen mit dem direkten Vorgänger, dem ASUS Z170-A, haben die ASUS-Ingenieure beim Prime Z270-A einen logischen Evolutionssprung vollzogen. Zu den Verbesserungen gehört der neue Realtek-ALC1220-Audio-Codec im Vergleich zum ALC892 beim Z170-A, zwei M.2-M-Key-Schnittstellen anstelle von nur einer sowie der besser angebundene (16 GBit/s statt 10 GBit/s) ASMedia ASM2142 als USB-3.1-Gen2-Controller.

Mit dem Prime Z270-A übergibt ASUS dem Anwender demnach eine solide und gut ausgestattete LGA1151-Platine im ATX-Format. Wie bei der Union-Point-Plattform üblich, wurden vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verlötet, sodass bis zu 64 GB Arbeitsspeicher installiert werden können. Bei den Erweiterungssteckplätzen hat ASUS nun gänzlich auf den mittlerweile veralteten PCI-Standard verzichtet und setzt mit drei mechanischen PCIe-3.0-x16- und vier PCIe-3.0-x1-Slots vollständig auf den modernen PCIe-3.0-Standard. Zwei von den PCIe-3.0-x16-Schnittstellen hat ASUS zudem mit dem Safe-Slot-Feature ausgestattet. Zu den Storage-Anschlüssen gehören abseits der bereits erwähnten beiden M.2-M-Key-Schnittstellen außerdem sechs SATA-6GBit/s-Buchsen.

Ohne Frage bietet das Prime Z270-A auch einige USB-Anschlüsse. Insgesamt sind es jeweis sechs USB-3.1-Gen1- und USB-2.0-Versionen und zwei schnellere USB-3.1-Gen2-Anschlüsse. Bei den letzten beiden ist es jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Variante. Bei Bedarf lässt sich auch die iGPU im LGA1151-Prozessor mithilfe eines DVI-D-, HDMI1.4b- und DisplayPort-1.2-Grafikausgangs nutzen. Bei der Netzwerkanbindung setzt ASUS weiterhin auf Intels I219-V-Netzwerkcontroller. Mit einem Power- und MemOK!-Button sowie einem XMP-Switch bietet ASUS auch etwas Onboard-Komfort. Ärgerlich ist an dieser Stelle jedoch, dass es kein Reset-Button mit auf das PCB geschafft hat, der den Komfort abgerundet hätte.

Neben zwei 4-Pin-CPU-FAN- und zwei 4-Pin-Chassis-FAN-Headern wurde auch an einen AIO-Header für eine All-in-One-Wasserkühlung und an einen H(igh)-AMP-Header gedacht. Sollte dies nicht ausreichen, kann auch die Extended-FAN-Platine angeschlossen werden, die dem Prime Z270-A jedoch nicht beiliegt. Rückseitig der künstlichen Leiterbahn zur Trennung des Audiobereichs hat ASUS einige RGB-LEDs untergebracht. Beim bekannten UEFI gab es nichts auszusetzen und auch müssen wir die sehr gute Energie-Effizienz der Platine loben.

Der Preisunterschied zwischen den Modellen Z170-A und Z270-A beträgt in etwa 10 Euro, während letzteres ab etwa 162 Euro gelistet ist. Verglichen mit der Mainboard-Konkurrenz liegt der Preis im angemessenen Bereich. Einzeln betrachtet fällt der Preis eher durchschnittlich aus. Das ASUS Prime Z270-A richtet sich an Interessenten, welche eine "normale" aktuelle LGA1151-Platine ihr Eigen nennen möchten und auf eine umfangreiche RGB-LED-Beleuchtung und eine spezielle Gaming-Ausrichtung verzichten wollen.

Positive Eigenschaften des ASUS Prime Z270-A:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer sehr guten CPU-Spannungsversorgung und umfangreichen Overclocking-Funktionen
  • solide Ausstattung, u.a. sechs SATA-6GBit/s-Schnittstellen, sechs USB-3.1-Gen1-Anschlüssen und zwei USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und sehr gute Effizienz
  • zwei M.2-Slots mit 32 GBit/s

Negative Eigenschaften des ASUS Prime Z270-A:

  • Reset-Button wäre wünschenswert gewesen

Mit dem Prime Z270-A liefert ASUS eine ausgewogene LGA1151-Platine mit aktuellster Technik und sehr guter Effizienz zum moderaten Anschaffungspreis. Auch wenn uns beim Onboard-Komfort ein Reset-Button gefehlt hat, zeichnen wir das ASUS Prime Z270-A mit dem Excellent-Hardware-Award aus.

eh asus prime z270-a

Alternativen? Für etwa 15 Euro weniger würde sich das ASRock Z270 Killer SLI anbieten, sofern auf USB-3.1-Gen2-Anschlüsse verzichtet werden kann. Im Gegenzug wird der Käufer mit einer noch besseren Effizienz belohnt.

 

Persönliche Meinung

Das ASUS Prime Z270-A passt genau in mein Schema. Grundsolide Ausstattung, wenig LED-Beleuchtung, die sich zum Glück abschalten lässt. Und nicht zu vergessen die sehr ansprechende Energie-Effizienz. (Marcel Niederste-Berg)