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Auch wenn der Sprung von der Intel-100- und die 200-Serie in Zahlen einen großen Unterschied bedeutet, so fällt der technologische Fortschritt zwischen den Serien gering aus. Mit dem Z170-Chipsatz bietet Intel 20 Gen3-Lanes an. Der Z270-PCH kann vier Gen3-Lanes mehr bereitstellen und kommt somit auf ganze 24 Gen3-Lanes. Dadurch können vier weitere Lanes an die Komponenten verteilt werden. Beispielsweise kann ein weiterer M.2-Anschluss angeboten werden.

Die Kaby-Lake-Prozessoren bieten weiterhin limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden.

In einem rechten Winkel wurden insgesamt zehn Spulen um den Sockel LGA1151 versammelt. Direkt vor den Spulen sind dabei insgesamt 20 MOSFET-Chips erkennbar, die von RICOH stammen und auf die Bezeichnungen "4C06B" und "4C09B" hören. Doch auf der Rückseite des PCBs konnten wir zwei weitere 4C06B-MOSFETs entdecken. Sie werden zwei Spulen zugeordnet, die sich direkt über dem LGA1151-Sockel befinden. Aus diesem Grund werden zwei von insgesamt zehn Spulen von drei MOSFETs angefeuert. Für den CPU-Strominput zeigt sich hingegen ein 8-poliger EPS12V-Stromanschluss verantwortlich.

Beim PWM-Controller hat sich ASUS für dasselbe Modell wie beim Maximus IX Formula entschieden. Demnach kümmert sich der ASP1400BT um die Steuerung der Spulen. Doch ohne Unterstützung gelingt ihm dies leider nicht, sodass die Ingenieure außerdem sechs Phasen-Doubler mit verlötet haben. Nun steht dem Vorhaben nichts mehr im Wege.

Wie bei den meisten LGA1151-Mainboards auch treffen wir beim Prime Z270-A auf vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, die kombiniert bis zu 64 GB Arbeitsspeicher aufnehmen können. Laut ASUS sind die DIMM-Slots bis DDR4-3.866 zertifiziert. Rechts neben dem Hauptstromanschluss sind neben den vier Status-LEDs jeweils ein Mem-OK!- und Power-Button anzutreffen. An dieser Stelle hätten wir außerdem gern einen Reset-Button gesehen, der den Onboard-Komfort abgerundet hätte.

Natürlich kann der Besitzer des ASUS Prime Z270-A auch einige Erweiterungskarten installieren. Für diesen Zweck halten sich drei mechanische PCIe-3.0-x16- und vier PCIe-3.0-x1-Steckplätze bereit.  ASUS hat dabei die ersten beiden mechanischen PCIe-3.0-Slots mit dem Safe-Slot-Feature ausgestattet und diese beiden Steckplätze sind über die installierte LGA1151-CPU angebunden. Befindet sich also nur oben eine Grafikkarte, wird sie mit den vollen 16 Gen3-Lanes angesteuert. Bei zwei Grafikkarten herrscht eine faire x8/x8-Aufteilung.

Die restlichen Steckplätze arbeiten dann logischerweise mit dem Z270-Chipsatz zusammen. Die folgende Tabelle zeigt die Anbindung der Steckplätze im Detail auf:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x1
x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z270) - -

Theoretisch ist auch ein 3-Way-CrossFireX-Verbund möglich, allerdings spricht ASUS beim Prime Z270-A nicht davon.

Auf diesem Bild sind sämtliche Storage-Anschlüsse zu sehen. Neben zwei M.2-M-Key-Schnittstellen sind sechs angewinkelte SATA-6GBit/s-Buchsen an Bord. Doch wie bei vielen Z270-Mainboards gibt es auch bei der ASUS-Platine einzelne Einschränkungen zu beachten. Wird im M.2_1-Anschluss (auf dem Bild links, Modul bis 11 cm Länge) ein SSD im SATA-Modus betrieben, kann der SATA-Port 1 nicht mehr verwendet werden. Wer also ein schnelles Modul im PCIe-Modus nutzt, kommt damit also gut klar. Beim rechten M.2-Anschluss (Modul bis 8 cm Länge)werden die SATA-Ports 5 und 6 unbrauchbar, wenn die Schnittstelle im PCIe-Mode arbeitet.

Somit sollte der untere M.2-Steckplatz genutzt werden, damit die SATA-Ports allesamt frei belegbar und nutzbar bleiben.