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Die weit zuvor bekanntgewordenen Daten zu der Intel-100-Chipsatzserie zeigten bereits weitreichende Veränderungen, die sich im Nachhinein zumindest beim Z170-PCH auch bestätigt haben. Neu ist die Anbindung zwischen CPU und PCH über das Direct-Media-Interface in Version 3.0, wodurch eine größere Bandbreite zur Verfügung steht. Diese ist auch notwendig, denn Intel hat die PCIe-Lanes des Z170-Chipsatzes kräftig ausgebaut. Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes wie noch beim Z97-Chipsatz kann der Z170-PCH gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel mehr Spielraum für native Anbindungen von Zusatzcontrollern vorhanden ist. PCIe-Switches und Brücken - so sollte man meinen - würden jetzt der Vergangenheit angehören.

Beim heutigen Testkandidaten jedoch kommt der deutlich beschnittene B150-Chipsatz zum Einsatz, der lediglich acht PCIe-Lanes der dritten Generation zu bieten hat. Die Anbindung zwischen CPU und Chipsatz erfolgt dennoch über das performantere DMI 3.0 wie bei den größeren Chipsätzen.

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Die eingesetzte LGA1151-CPU wird von acht Spulen angetrieben.

Wir sehen hier insgesamt acht von MSI getaufte "Titanium"-Spulen, die für einen stabilen Non-Overclocking-Betrieb problemlos ausreichen sollten. Jede Spule wird dabei mit jeweils zwei MOSFETs angefeuert, die auch nicht unbekannt sind. Es handelt sich um den "PK616BA" und "PK632BA" aus dem Hause NIKOS und sind für dieses Einsatzgebiet keine schlechte Wahl. Rund um den CPU-Sockel und generell auf dem Mainboard wurden "Dark CAP"-Kondensatoren verlötet, die laut MSI ohne Probleme 10 Jahre durchhalten sollen. Für den Strominput ist der 8-polige ATX-EPS12V-Anschluss konzipiert, wodurch die CPU in der Theorie bis zu 336 Watt für sich beanspruchen könnte. Da das Overclocking auf dem B150A Gaming Pro jedoch kein Thema ist, sind diese Werte nicht zu erreichen.

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Ein PWM-Chip von Intersil ist der Herr der Spulen.

Es handelt sich um den Intersil 95856, der als 4+3-Multiphase-PWM-Regulator klassifiziert wurde und in diesem Fall ausreichend ist.

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Bis zu 64 GB RAM können verbaut werden.

Bei den DIMM-Slots hat es MSI beim Maximalausbau belassen, sprich vier DDR4-Speicherbänke, die bereit sind, insgesamt 64 GB RAM aufzunehmen. Neben dem Hauptstromanschluss wurde noch ein USB-3.0-Header verbaut, mit dem sich zwei schnelle Anschlüsse an die Gehäusefront verlegen lassen.

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Eine breite Auswahl an Erweiterungssteckplätzen erwartet den Besitzer.

Selbst wenn noch ältere PCI-Steckkarten genutzt werden sollen, stellt dies kein Problem dar. Das MSI B150A Gaming Pro hat neben drei PCI-Slots noch jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze im Gepäck. Bedingt durch den B150-PCH können ausschließlich die gesamten 16 PCIe-3.0-x16-Lanes von der Skylake-S-CPU auf den oberen PCIe-3.0-x16-Slot transferiert werden. Der Untere ist hingegen mit höchstens vier PCIe-3.0-Lanes an den B150-Chipsatz angebunden. Demnach ist auch ein 2-Way-CrossFireX-Verbund möglich, bei dem dann die Verteilung auf x16/x4 hinauslaufen würde.

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Selbst SATA-Express hält sich bereit.

In Sachen Storage vertraut MSI auf die nativen Anschlussmöglichkeiten. Dies schließt zwar keinen M.2-Steckplatz mit ein, dafür jedoch sind einmal SATAe und vier SATA-6GBit/s-Ports mit an Bord. Bei der Positionierung der Storage-Anschlüsse hat sich MSI allerdings keinen Gefallen getan. Besonders die beiden rechten SATA-Ports sind in der vertikalen Ausrichtung gerade so noch zu erreichen, wenn eine Dual-Slot-Grafikkarte ihren Dienst im System verrichtet. An dieser Stelle wäre es sinnvoller gewesen, wenn die SATA-Anschlüsse um 90 Grad angewinkelt angebracht wären. Weniger schlimm aber dennoch unpassend wurde die Position des SATAe-Anschlusses gewählt, der sich direkt oberhalb der dedizierten Grafikkarte aufhält.

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Das I/O-Panel beim MSI B150A Gaming Pro.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

  • PS/2, 2x USB 2.0
  • DVI-D
  • 2x USB 3.1 Typ A (ASMedia ASM1142)
  • 2x USB 3.0 (Intel B150), HDMI
  • Gigabit-LAN (Intel I219-V), 2x USB 3.0 (Intel B150)
  • und die analogen Audioanschlüsse sowie ein optischer Digitalausgang

Das I/O-Panel bietet neben einem DVI-D- und HDMI-Grafikausgang nicht nur zwei USB-2.0- und vier USB-3.0-Schnittstellen, sondern auch zwei deutlich schnellere USB-3.1-Anschlüsse, einen Gigabit-LAN-Port, fünf analoge Audiobuchsen sowie einmal Toslink. Für den Großteil der Nutzer wird diese Ausstattung am I/O-Panel ausreichen.