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ASUS Maximus VII Impact im Test

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Seite 8: Fazit

Kam ASUS zunächst mit günstigeren Einstiegsmodellen der Kundschaft entgegen, wurde im letzten Jahr das Maximus VI Impact im sehr kompakten Mini-ITX-Format ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde das nun getestete Maximus VII Impact mit Intels Z97-Chipsatz auf die Beine gestellt, das natürlich ebenfalls im Mini-ITX-Format gefertigt wurde und bis auf den deutlich schnelleren M.2-Steckplatz, einem aktuellen Gigabit-LAN-Controller von Intel und natürlich dem aktuellen Z97-PCH jedoch keine großartigen Unterschiede vorzuweisen hat. So ist es platzbedingt bei höchstens zwei DDR3-DIMM-Speicherbänken (maximal 16 GB Speicher), dazu vier nativen SATA-6G-Anschlüssen und dem PCIe-3.0-x16-Erweiterungsslot geblieben, in dem wahlweise eine potente Grafikkarte eingesetzt werden kann. Letzterer muss sich allerdings die Anbindung mit dem M.2-Slot über das mitgelieferte mPCIe-Combo-IV-Modul teilen, in dem bereits eine WLAN-802.11ac- und Bluetooth-4.0-Mini-PCIe-Karte installiert ist und mit 32 GBit/s über die eingesetzte Haswell-CPU ordentlich Performance gezeigt hat.

Als absolutes Highlight kann der vertikal angebrachte VRM-Bereich festgehalten werden, auf dem acht hochwertige 60A-BlackWing-Phasen auf ihren Einsatz warten und selbst von leistungsstarken und effizienten PowIRstage-MOSFETs angetrieben werden. Auf diese Art wird kostbarer Platz auf den extrem begrenzten Mini-ITX-Abmessungen eingespart, allerdings auf Kosten einer hohen Inkompatibilitätsgefahr großer und breiter CPU-Luftkühler, die unserer Ansicht nach nichts auf diesem Winzling zu suchen haben. Spielt das Overclocking eine Rolle, sollte eher auf eine (All-in-One-)Wasserkühlung gesetzt werden, die einerseits platzgerecht montiert werden kann und zum anderen mehr Leistungsreserven bereitstellt. Davon einmal abgesehen zeigte sich das kleine ROG-Mainboard auch ziemlich taktfreudig und hat in den Overclocking-Tests eine gute Figur abgeliefert. ASUS hat auch dafür gesorgt, dass ROG-typisch jede Menge (Overclocking-)Funktionen im UEFI anzutreffen sind, wo sich der Besitzer ordentlich austoben darf. Mitunter wurden selbst einige Onboard-Features auf das kleine PCB gequetscht, wenn wir nun den Power- und Reset-Button sowie einige Spannungsmesspunkte berücksichtigen.

img_5.jpg

Am I/O-Panel wurden neben vier USB-3.0-, vier USB-2.0-Schnittstellen weitere ROG-Features, wie der Soundstage- und KeyBot-Taster angebracht, die beide neben der Diagnostic-LED verweilen. Rechts davon kann zusätzlich auch der CMOS-Clear- und ROG-Connect-Button betätigt werden. Des Weiteren lässt sich die interne Grafikeinheit in der CPU mithilfe des HDMI-1.4a- und DisplayPort-1.2-Grafikausgangs ansprechen. Intern wurden dagegen noch jeweils ein USB-3.0- und USB-2.0-Header untergebracht. Letzterer ist dabei gleichzeitig fester Bestandteil des ROG-EXT-Anschlusspanels, der für das ROG-exklusive OC-Panel gedacht ist. Auf dem PCB an sich befindet sich kein Audio-Codec. Der Realtek ALC1150 wurde stattdessen auf ein mitgeliefertes Zusatzmodul mit ELNA-Audio-Kondensatoren verpflanzt, für das sich ein spezielles Anschlusspanel bereithält. Gleiches gilt auch für das mPCIe-Combo-IV-Modul und dem Coolhub, der zwei weitere FAN-Header (insgesamt vier Stück) zur Verfügung stellen kann. An dem Coolhub lässt sich sogar der LN2-Modus aktivieren, der für den Einsatz von flüssiger Stickstoffkühlung benötigt wird.

Ohne Frage haben es auch die meisten ROG-exklusiven Features, wie LANGuard, GameFirst III, Sonic Radar II, KeyBot und RAMDisk auf das Maximus VII Impact geschafft. Beim UEFI erlebten wir hingegen keine Überraschung - ASUS setzt natürlich weiterhin die gewohnte UEFI-Oberfläche im ROG-Gewand ein, das wiederholt an manchen Stellen ruckelig auf den Bildschirm projiziert wurde. Ansonsten fällt die Bedienung per Maus und Tastatur angenehm aus. Viel wichtiger ist, dass sämtliche Einstellungen zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden, was wir dem kleinen Powerzwerg bescheinigen können. Die Leistungsaufnahme liegt angenehm im Durchschnitt und erlaubt sich keine kritischen Fehltritte.

Größter Kontrapunkt ist definitiv der hoch angesetzte Preis von mindestens 185 Euro. Auch wenn die Ausstattung und die Beigaben gerade für ein Mini-ITX-Mainboard ziemlich großzügig ausfallen, kann an dieser Stelle auf keinen Fall von einem guten Preis-Leistungsverhältnis gesprochen werden. Davon ist das ASUS Maximus VII Impact weit entfernt. Wenn allerdings zwingend ein Mini-ITX-Mainboard vorgegeben wird und auch gern die teuer erkauften Republic-of-Gamers-Features mitgenommen werden möchten, dem können wir diesen Winzling ans Herz legen. Für diesen Preis gäbe es allerdings genügend adäquate Alternativen, die nicht vornerein ignoriert werden sollten.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VII Impact:

  • hohe Leistungsfähigkeit mit einer starken CPU-Spannungsversorgung und umfangreichen Overclocking-Funktionen
  • brauchbare Ausstattung, u.a. vier SATA-6G-Anschlüsse und sechs USB-3.0-Schnittstellen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an einem PEG-Slot
  • sehr gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität
  • M.2-Steckplatz mit 32 GBit/s
  • WLAN802.11ac und Bluetooth 4.0
  • Spannungsmesspunkte

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VII Impact:

  • vertikaler VRM-Bereich bietet wenig Platz für große CPU-Kühler
  • hoher Preis

Das ASUS Maximus VII Impact ist die ideale Wahl für einen sehr kompakten Gaming-PC mit Overclocking-Absichten und dem Wunsch nach den exklusiven ROG-Features. Bis auf den hohen Preis und einer möglichen Inkompatibilität mit großen CPU-Kühlern hat das kleine ROG-Mainboard keine Schwächen gezeigt. Die beiden genannten Punkte reichten allerdings aus, um dem Maximus VII Impact ein Award zu verwehren.

Alternativen? Soll es zwingend beim Mini-ITX-Format bleiben, kann ein Blick auf das ASRock Z97E-ITX/ac geworfen werden, das eine ähnliche Ausstattung mit einigen Abstrichen, jedoch dafür neben vier SATA-6G-Ports eine SATA-Express-Schnittstelle bietet. WLAN802.11ac und Bluetooth 4.0 sind ebenfalls mit an Bord. Das Ganze gibt es für einen deutlich günstigeren Kurs von etwa 125 Euro. Muss es nicht unbedingt Mini-ITX sein, stehen einem die Türen ziemlich weit offen. Beispielsweise gibt es für zirka 40 Euro weniger das ASUS Maximus VII Ranger im Full-ATX-Format.

 

Persönliche Meinung

Es ist nicht unbedingt eine schlechte Idee, jede Menge Anschlüsse und ROG-Features auf ein Mini-ITX-Mainboard zu pressen. Auch ist der vertikal angebrachte VRM-Bereich eine gute Idee gewesen. Allerdings behindert dieser Bereich die Montage größerer CPU-Kühler, die manche statt einer (All-in-One-)Wasserkühlung einsetzen möchten. Zusätzlich kann ich den hohen Anschaffungspreis nicht ganz nachvollziehen. Positiv hingegen empfinde ich die Möglichkeit, den M.2-Slot mit 32 GBit/s anzusprechen, was leider nur mit sehr wenigen Sockel-LGA1150-Mainboards möglich ist. (Marcel Niederste-Berg)

 

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Kommentare (21)

#12
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Beiträge: 24480
@fdsonne

Auf dem Board sind zwecks Aufteilung der von der CPU gestellten PCIe Lanes entsprechend Switches verbaut.

Eine Zuordnung einzelner Lanes durch die CPU gibt es so nicht.

Außerdem ist es der CPU juck ob da PCIe 2.0 oder 3.0 ankommt ... wenn z.B. nur PCIe 2.0 kompatible Switches verbaut wären würde ein etwaiger zweiter PCIe x16 Slot halt mit PCIe 2.0 angebunden werden - den ersten würde das überhaupt nicht tangieren.

Genau so bzw. ähnlich verhält es sich mit einer mPCIe SSD, die nur ein PCIe 2.0 kompatibles Interface besitzt.

Ich hoffe Du ersparst uns jetzt weitere Fragen ob die GPU dann "wirklich wirklich wirklich" mit PCIe 3.0 angebunden ist nachdem der Redakteur das hinreichend klar gestellt hat.
#13
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Beiträge: 21808
Der CPU darf es garnicht egal sein, welche PCIe-Revision ankommt. Sie ist der PCIe-Root und da PCIe 2.0 einen anderen Takt und eine andere Bit-Kodierung hat als PCIe 3.0 ist die Frage von fdsonne berechtigt.

Zitat
The PCI Express* interface on the processor is a single, 16-lane (x16) port that can
also be configured at narrower widths. The PCI Express* port is being designed to be
compliant with the PCI Express Base Specification, Revision 3.0

Quelle: ]Desktop 4th Gen Intel® Core™ Processor Family: Datasheet, Vol. 2

Da kann nicht die Hälfte mit PCIe 2.0 und die andere Hälfte mit 3.0 fahren, oder?

@IronAge
Die Zuordnung einzelner Lanes durch die CPU gibt es laut Desktop 4th Gen Intel® Core? Processors Datasheet, Vol. 1 eben doch. Der PCIe-Controller kann seine Lanes entsprechend der bestückten Slots aufteilen: 1x16, 2x8 oder 1x8+2x4
Wären PCIe-Switches verbaut, so bekäme die GPU weiterhin 16 Lanes.
#14
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Mit juck ist selbstverständlich gemeint, dass beides möglich ist ... wäre auch schlimm wenns anders wäre. ;)

Natürlich sind auf dem Board einfache PCIe Switches verbaut zwecks Aufteilung ... von einem Multiplex Chip war nie die Rede.
#15
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Beiträge: 32569
Zitat IronAge;23031855
Ich hoffe Du ersparst uns jetzt weitere Fragen ob die GPU dann "wirklich wirklich wirklich" mit PCIe 3.0 angebunden ist nachdem der Redakteur das hinreichend klar gestellt hat.


Nur lese ich nach wie vor keine Aussage, das dies auch entsprechend getestet wurde... Ebenso lese ich nichts von wegen, dass da irgendwelche PCIe Switches verbaut wären...

Entgegen der Meisten hier kenne ich eben das Problem, wenn das Board/die CPU eben nicht in der Lage ist, das ganze entsprechend richtig zu händeln. Dann hast du eben halt auf dem PCIe Slot nicht mehr 3.0, wenn da ein zweites Gerät dran klemmt, was nur 2.0 fährt/kann... Und genau darauf zielt die Frage ab.
Mein P8P67 Evo B2 mit dem 2600K macht nämlich genau das... -> so war ich gezwungen meine Raidcontrollerkarte in den Slot zu stecken, der am Chipsatz hängt um wenigstens die vollen 8x/8x 2.0 für die beiden GPUs über zu haben ;)

PS: ich bin mir ziemlich sicher, dass es hier keinen Test gegeben hat ;) Und auch du kannst ohne das Board zu haben da nur raten. Deswegen die Frage, ob FM4E dies explizit mal nachstellen kann und auch eine Aussage bringen kann, wie es sich verhält. Zumal das ja nichtmal die einzige Kombination ist, die denkbar wäre.
Es gibt auch PCIe Controllerkarten, die nur 1.x können -> es wäre ziemlich ungünstig, wenn durch so eine Controllerkarte der M.2 Slot ebenso in den 1.x Mode gezwungen werden würde...

Zitat pajaa;23034011
Da kann nicht die Hälfte mit PCIe 2.0 und die andere Hälfte mit 3.0 fahren, oder?


Genau das wäre die Frage...

Zitat IronAge;23034689
Natürlich sind auf dem Board einfache PCIe Switches verbaut zwecks Aufteilung ... von einem Multiplex Chip war nie die Rede.


Ja und das steht genau wo? Nimms mir nicht übel, aber ich denke die Masse der Leute informiert sich über die Boards eben in Reviews. Und wenn da keine Aussagen getroffen werden, wie es sich verhält, dann bringt uns das nicht sonderlich weiter.

Spätestens seit dem X99 mit der teils grausigen PCIe Aufteilung/Anbindung bin ich da äußerst skeptisch, was sowas angeht...
#16
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Zitat pajaa;23034011
Da kann nicht die Hälfte mit PCIe 2.0 und die andere Hälfte mit 3.0 fahren, oder?


Zitat fdsonne;23035085
Genau das wäre die Frage...


Die Frage ist in diesem Fall eigentlich irrelevant, da bei belegtem M.2-Slot die Grafikkarte mit nur acht PCIe-3.0-Lanes versorgt wird. Der M.2-Slot selbst mit vier Lanes. Die Frage ist viel eher, ob die restlichen vier Lanes einfach ungenutzt bleiben und die Mini-PCIe-Karte vom Z97-PCH versorgt wird (sprich PCIe 2.0), was ich eher einschätze oder aber, ob die Mini-PCIe-Karte auch von PCIe-3.0-Lanes mit versorgt wird. Das könnte ich jedoch in Erfahrung bringen.
#17
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Zitat FM4E;23035652
Die Frage ist in diesem Fall eigentlich irrelevant, da bei belegtem M.2-Slot die Grafikkarte mit nur acht PCIe-3.0-Lanes versorgt wird.


Genau das ist doch die Frage. Dahinter steckt die Annahme, daß der PCIe-Controller der CPU 2 PCIe-Revisionen zur gleichen Zeit betreiben kann. Intels Datenblatt spricht aber von einem einzigen x16-Controller und da ist es meinem Verständnis nach nicht möglich, 2 Taktraten und 2 Bitkodierungen gleichzeitig zu nutzen.
Nun ist die Frage, ob das Auslesetool richtig arbeitet oder nicht.

@FM4E
Kannst du einen PCIe-Benchmark mit aus- und eingebauter M.2-SSD machen?
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Danke!
#18
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Registriert seit: 01.05.2008
Willich
Oberbootsmann
Beiträge: 786
Was schätzt ihr denn welchen Performanceverlust man erwarten könnte, wenn die Grafikkarte, keine 16, sondern nur noch 8 Lanes zur Verfügung hat ?
#19
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Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 29756
Hängt von der Grafikkarte selbst ab. Bei kleineren Modellen +/- 0, bei Spitzenmodellen im niedrigen einstelligen Prozentbereich (dazu gibt es mehr als genug Tests im WWW).
#20
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Serial-Killer
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Zitat pajaa;23035712
@FM4E
Kannst du einen PCIe-Benchmark mit aus- und eingebauter M.2-SSD machen?
Free Download latest version of PCIe Speed Test - GetNow
Danke!


Wenn das Programm mal funktionieren würde.
#21
Registriert seit: 03.11.2012

Matrose
Beiträge: 2
Moin, können sie mir sagen ob bei diesem Mainboard der M.2 anschluss auch als Bootlaufwerk genutzt werden kann. gruss
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