Seite 3: Features und Layout (2)

Wir setzen unseren Artikel mit dem Sound-Aufgebot fort.

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ROG SupremeFX aka Realtek ALC1150.

So ziemlich jeder Mainboard-Hersteller hat sich für seine Modelle einen besonderen Namen hinsichtlich der Soundlösung einfallen lassen. Bei den ROG-Platinen heißt es daher weiterhin "SupremeFX". Unter dem rot beleuchteten EMI-Shield versteckt sich der Realtek ALC1150, der problemlos acht Kanäle steuern kann und einen Front-DAC von maximal 115 dB bietet. Gut zu sehen ist zudem die Isolierung der Audiokomponenten vom Rest des PCBs, um Störgeräusche besser zu vermeiden. Das allerdings ist noch nicht alles, denn ASUS packt an dieser Stelle wieder einiges an speziellen Features oben drauf. Mit dem "Sonic SenseAmp" wird die Impedanz des angeschlossenen Kopfhörers automatisch ermittelt und gegebenenfalls entsprechend angepasst. Dagegen bietet "Sonic SoundStage" die Möglichkeit, das "optimale" Soundprofil für die jeweiligen Situationen per Onboard-Button "Soundstage" zu aktivieren. Vier Profile werden vorab angeboten: Shooter, Rennspiel, Sport und Kampfspiel. Einziger Haken an der Sache: Die eben genannten Features sind nur einsetzbar, wenn die analogen Buchsen genutzt werden. Abschließend gibt es noch "Sonic Studio", mit dessen Hilfe mit nur einem einzelnen Klick ein glasklarer Raumklang erzeugt werden soll.

Erfreulich ist auch, dass das ROG-OC-Panel mit den neueren ROG-Boards genutzt werden kann, welches dem Maximus VI Extreme beilag.

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Auch das günstigste ROG-Board hat einen Super-I/O-Chip.

Der Super-I/O-Chip stammt von Nuvoton und trägt die Bezeichnung "NCT6791D". Mithilfe seiner Fähigkeiten können die Grundspannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten kontrolliert werden. Lüftersteuerung? Auch kein Problem für diesen Chip.

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Die ROG-Features werden von einem eigenständigen Chip gehändelt.

Bei den vielen ROG-Features wird eine separate Steuereinheit benötigt, die über den gezeigten Chip ablaufen. Es handelt sich um ein zusätzliches CMOS, das sogenannte iROG. Wird das BIOS aktualisiert, wird der iROG-Chip meistens ebenfalls mit neuen Daten versorgt. Sein Aufgabengebiet umfasst die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features, die weder vom Chipsatz noch von der CPU übernommen werden können. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Für die Ai Suite III werden durch den Chip zusätzlich die Schnittstellen für TurboV Evo und die GPU Boost-Software bereitgestellt.

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Der KeyBot-Button aktiviert das neue Feature.

Ist keine Tastatur mit erweiterten Multimedia- und gar Makro-Tasten angeschlossen, ist das nicht weiter schlimm. Mit dem KeyBot-Feature kann all das ohne Probleme kompensiert werden. Dabei können die Tasten F1 bis F10 frei belegt werden. Entweder mit Shortcuts für spezielle Anwendungen bzw. Ordner oder Multimedia-Befehlen, um beispielsweise die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren. Es ist außerdem möglich, individuelle Makros abzuspeichern. Als Bonus kann mit der Taste F11 die CPU auf Knopfdruck übertaktet, mit F12 das XMP-Feature aktiviert und mit der DEL-Taste direkt ins UEFI gestartet werden.

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Alle Netzwerkaufgaben übernimmt ein Intel-Netzwerk-Controller.

Ohne Frage wurde von ASUS mit dem Intel I218-V der aktuellste Controller für die Desktop-Plattform ausgewählt. Für ihn sind Datenübertragungsraten von 1 GBit/s kein Hindernis, beherrscht jedoch auch die Modi 100 MBit/s und 10 MBit/s. Selbst Wake-on-LAN ist realisierbar. ASUS hat bei den neuen ROG-Mainboards mit Intels Z97-Chipsatz das "LANGuard"-Feature ergänzt, welches im Grunde bessere Kondensatoren und weit verbesserter Schutz vor elektrostatischer Entladung, Überspannung und gar Blitzeinschlägen während eines Gewitters bedeutet. Die besseren Kondensatoren sollen vor allem für einen besseren Datendurchsatz sorgen.

Ebenfalls dabei ist das "GameFirst III"-Feature, womit nach einer Aktivierung den Online-Gaming-Netzwerkpaketen eine weitaus höhere Priorität eingeräumt wird, sodass sich zumindest in der Theorie die Latenzzeit zum Spieleserver verbessern soll. ASUS hat hierbei vier Modi vorgesehen: Optimization, Game, Media Streaming und File Sharing. Für jede installierte Anwendung kann ein Modus festgelegt werden.

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Der ASM1442K ist auch mit dabei.

Der ASMedia ASM1442K (TMDS-Level-Shifter) befindet sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel und ist für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Das ASUS Maximus VII Ranger nochmal in der Übersicht.

Das gesamte Layout befindet sich auf einem hohen Niveau. Wir kamen ohne Schwierigkeiten an alle wichtigen Stellen heran und auch unser bequiet! Dark Rock Pro C1 nahm problemlos seinen Platz ein. Idealerweise wurden die sechs SATA-6G-Ports um 90 Grad angewinkelt, was von einem ROG-Mainboard auch einfach verlangt werden kann. Erfreulich gut arbeitet die integrierte Lüftersteuerung. Bereits in den Standard-Einstellungen arbeitet sie sehr zuverlässig und vor allem leise. Sie kann jedoch auch individuell angepasst werden. Neben den weiteren Modi "Silent" und "Turbo", steht auch noch der Punkt "Manual" zur Verfügung, wo sich der Anwender frei austoben kann und die für sich passenden Parameter festlegen kann.

Ein weiteres ROG-exklusives Feature ist "Truevolt USB". Dahinter verbergen sich zwei eigenständige, lineare 5V-Leitungen für die Front- und Back-USB-Anschlüsse. Das Ziel ist, dass die Spannung über die USB-Buchsen zu jeder Zeit exakt 5 Volt beträgt, was für viele Geräte von Vorteil ist. Allerdings hängt die Effektivität dieses Features von dem verwendeten Netzteil ab. Wird beispielsweise ein qualitativ schlechtes Netzteil mit einer fluktuierenden 5-Volt-Spannung genutzt, kann "Truevolt USB" das Ganze nur sehr schwer abfangen.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele eher als Cheating ansehen. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Wer die maximal möglichen 32 Gigabyte des Arbeitsspeichers ausreizt, könnte sich einmal mit dem "RAMDisk"-Feature näher beschäftigen. Aus dem RAM kann auf diese Weise ein rasant schnelles Laufwerk herbeigezaubert werden, welches in Punkto Performance laut ASUS um das 20-fache schneller ist als aktuelle SSDs.