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ECS Z87H3-A2X Extreme im Test

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Seite 6: Stromverbrauch

Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ECS Z87H3-A2X Extreme hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein zusätzlicher SATA-Controller, zwei Chips für die Soundwiedergabe sowie jeweils ein WLAN- und Bluetooth-Modul tragen zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Mit einem Idle-Verbrauch von 62,1 Watt klopft das ECS Z87H3-A2X bereits an das Gigabyte G1.Sniper 5 an, dessen Verbrauch auch leicht erhöht ist. Da das ECS-Board jedoch keinen PLX-Chip hat, ist der Verbrauch umso kritischer anzusehen.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Auch beim Cinebench-Lauf zeigt sich die ECS-Platine von keiner effizienten Seite. Der Wert von 120,7 Watt ist auch hier zu hoch.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime95
Leistung in Watt

Noch höher ist die Leistungsaufnahme bei Prime95 ausgefallen. Hier positioniert sich das Z87H3-A2X an mit dem höchsten Verbrauch an der Spitze.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Bei der CPU-Spannung gab es hingegen keine Überraschung. Durch den iVR lag die Spannung auch dieses Mal bei 1,044 Volt.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Nachdem wir ein paar Controller abgeschaltet haben, reduzierte sich der Stromverbrauch um 1,1 Watt auf 61 Watt.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Mit Cinebench konnten sogar ganze zwei Watt eingespart werden. Nichtsdestotrotz zieht das ECS-Mainboard zu viel Strom aus der Steckdose.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime
Leistung in Watt

Hier hatten wir wieder unsere 1,1 Watt weniger. Dieses Mal jedoch mit Prime95. Trotz der Reduzierung schnitt das Z87H3-A2X allerdings noch immer am schlechtesten ab.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Die Spannungen haben sich erwartungsgemäß nicht verändert.

Es lässt sich somit ganz klar festhalten, dass der Stromverbrauch beim ECS Z87H3-A2X schlicht und ergreifend zu hoch ausfällt. Die Konkurrenz-Modelle bieten teilweise eine bessere Ausstattung, haben zudem auch noch ein oder zwei PLX-Chips drauf und sind dennoch effizienter als das ECS Z87H3-A2X. An dieser Stelle besteht also noch ein deutlicher Verbesserungsbedarf.

 

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Kommentare (14)

#5
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Registriert seit: 08.03.2013
Kernelbasis
Oberbootsmann
Beiträge: 898
immerhin liegen 7 sata kabel bei. da könnten sich andrere hersteller mal ne scheibe abschneiden...
#6
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Registriert seit: 11.06.2011
Bremen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2147
ASUS Maximus VI Extreme = zehn SATA-Kabel xD
#7
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Registriert seit: 09.01.2006

Admiral
Beiträge: 15138
Zitat neo[2k];21106765
K7S5A sag ich nur. :D


:haha: gleicher gedanke bei mir ... 1 mal das brett und nie wieder :lol:
#8
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28975
Es ist wirklich schade, dass man aus den - hin und wieder sogar recht guten Ideen - insgesamt einfach nicht mehr rausholt. Da ist wieder ein Mainboard, das eine neue frische Optik besitzt, die meisten Features moderner High End Platinen bietet und sogar brauchbare Bauteile und effiziente Wandler (DirectFet/RIF) besitzt... Doch dann scheitert man am BIOS, dem hohen Stromverbrauch* und dem Vertriebskanal für einen der größten Märkte (schade).

Edit: Ein etwas zeitgemäßeres WLAN wäre in der Preisklasse auch schön gewesen. Wenn schon nicht Dual Band 2x2, dann wenigstens 300mbps in einem von beiden Bändern.

*ob die Phasen Doppler so eine gute Idee waren?
#9
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Registriert seit: 17.07.2004
Laupheim
Computersüchtig
Beiträge: 22616
Zitat neo[2k];21106765
K7S5A sag ich nur. :D


Hehe, bei mir auch immer das erste was mir dazu einfällt :D war aber auch legendär (scheiße^^)

Gesendet von meinem XT890 mit der Hardwareluxx App
#10
Registriert seit: 03.11.2006
Bruneck (Südtirol)
Vizeadmiral
Beiträge: 6971
Ja, davon kann ich ein Lied singen, Abstürze und Reboots am Laufenden Band, Startprobleme und und und...
Das K7SM5 welches ich hatte war damals eine echte Katastrophe und war froh als ich es los war, nach gut einem Jahr!
Weiss nicht warum ich es dennoch so lange ausgehalten habe :-(
#11
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28975
Schon interessant, dass sich so viele an diesem einen Modell hochziehen, dass zudem inzwischen antik ist. Erinnert sich noch jemand daran, was ASRock damals für Mainboards gebaut hat? Außerdem hatte jeder Hersteller mal ein Modell, bei dem irgendwas richtig schief gelaufen ist... Mir würden da auch für ASUS, Gigabyte und MSI Beispiele einfallen^^

Edit: Hätte übrigens noch eine fehlerfreies K7S5A hier :vrizz:
#12
customavatars/avatar163959_1.gif
Registriert seit: 27.10.2011

Bootsmann
Beiträge: 759
@emissary42: Nur ein bisschen doof, dass das getestete Mainboard auch einige Probleme hat - und das ist brandneu. ;)
#13
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Registriert seit: 10.03.2004
Köln
Leutnant zur See
Beiträge: 1053
Wofür bitte habe die 3 PCIe x16 Slots draufgepackt wenn eh nur 16 lanes zur Verfügung stehen. Nein, eine Aufteilung 8/4/4 ist Mumpitz.
#14
customavatars/avatar193800_1.gif
Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 375
Gibt zwar durchaus harte Konkurrenz im MB-Bereich, siehe z.B. den Rückzug der OC-Marke DFI, aber auch die Großen machen immer wieder Fehler und sei es nur das sie ihre Produkte softwaremäßig so mit grenzwertiger Bloatware vollproppen wie meiner Meinung nach z.B. Asus. Wenns mit den Leistungsdaten passt und der Preis nicht übertrieben ist findet sicher auch ein kleiner Anbieter seine Kunden.
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