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Test: Gigabyte G1.Sniper 3 - mehr als ein Gaming-Mainboard

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Seite 7: Stromverbrauch

Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Gigabyte G1.Sniper 3 bietet schon einige Zusatzchips, darunter ein PLX-Gen3-Chip, zwei weitere SATA-Controller von Marvell, zwei USB-3.0-Controller-Hubs von VIA und zweimal Netzwerk und einmal Sound. Aber alleine der PLX-Chip kann schon für einen höheren Stromverbrauch sprechen.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

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Leistung in Watt

Das erste Ergebnis fällt entmutigend aus. Das G1.Sniper 3 verbraucht im Leerlauf satte 61,1 Watt und verbraucht bisher am meisten von allen getesteten Z77-Mainboards.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Bildname
Leistung in Watt

Und auch mit Cinebench verbraucht das Sniper 3 am meisten. Es übertrifft da sogar das ECS Z77H2-AX, das bisher am meisten verbraucht hat.

Leistungsaufnahme Prime95

Bildname
Leistung in Watt

Bei Prime95 jedoch verbraucht es weniger als das ECS-Mainboard. Hier sind es aber immer noch 135,5 Watt, was nicht gerade wenig ist.

Spannungen Prime95

Bildname
Spannungen in Volt

Es ist beinahe ironisch, dass das G1.Sniper 3 die niedrigste VCore verwendet (oder zumindest meldet). Jedoch spiegelt es sich nicht bei der Leistungsaufnahme wider.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Bildname
Leistung in Watt

Selbst das Deaktivieren der Onboardkomponenten hat wenig am Leerlaufverbrauch geändert. Es verbraucht mit 60,3 Watt immer noch zu viel und am meisten bisher.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Bildname
Leistung in Watt

Das gilt auch wieder einmal für den Cinebench-Testlauf. Lediglich 0,7 Watt konnten eingespart werden.

Leistungsaufnahme Prime95

Bildname
Leistung in Watt

Mit Prime konnten immerhin 0,4 Watt eingespart werden, verbraucht aber dennoch zusammen mit dem ECS Z77H2-AX zuviel.

Spannungen Prime95

Bildname
Spannungen in Volt

An den Spannungen hat sich wie gewohnt nichts verändert.

Das Gigabyte G1.Sniper 3 hat zwar einiges zu bieten, bezahlt dafür aber mit einer hohen Leistungsaufnahme. Bisher schneidet unser aktueller Testkandidat am schlechtesten in dieser Disziplin ab, was unter anderem am PEX8747 liegen kann. Auch die vorangegangenen Boards mit einem PEX8747 zeigten immer einen höheren Stromverbrauch.

 

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Kommentare (21)

#12
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5372
Kann der Soundchip eigentlich auch DD-Live oder DTS-Connect? Bzw. bringt eines der beiden oder beide in Software mit? Weil dann bräuchte man zum Spielen mit einem externen Verstärker keine bessere Soundkarte mehr...
#13
Registriert seit: 15.04.2007

Hauptgefreiter
Beiträge: 202
Zitat N!tro;19607762
[...] Würde gern mal ein Setup sehen, dass das Board voll ausfährt. Die Anzahl der Ports find ich zum Teil dann doch leicht Größenwahnsinnig. Aber soll ja Enthusiasten geben.


Meinst du die PCIe Ports, oder die SATA Ports?
Bei den PCIe Ports gebe ich dir Recht, bei SATA allerdings nicht. Ich brauch mindestens 8 Ports: drei Festplatten, zwei Hotswap Anschlüsse, einen eSATA Anschlüsse, zwei Laufwerke (DVD und BRD).
#14
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Registriert seit: 13.05.2004
Hannover
Kapitänleutnant
Beiträge: 1998
Zitat
man bekommt mit einem Kopfhörerverstärker satten Sound bis 150 ohm

Sind hier Dezibel gemeint? Ohm ist elektrischer Widerstand.
#15
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 29759
Zitat Virdon;19608741
Trotz Oberklassestatus hat z.B. das Maximus V Extreme hingegen nur einen.

Bei dem Modell liegt der Schwerpunkt noch ganz woanders und durch das PEG-Setup, den Thunderbolt Contoller und die anderen Zusatzchips waren dafür einfach keine PCIe Lanes mehr verfügbar. Trotzdem ist es selbst für die Extreme Reihe eher die Ausnahme, wie man am M4E oder M4E-Z sehen kann.
#16
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5372
Kann der Soundchip eigentlich auch DD-Live oder DTS-Connect? Bzw. bringt eines der beiden oder beide in Software mit? Weil dann bräuchte man zum Spielen mit einem externen Verstärker keine bessere Soundkarte mehr...
#17
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Registriert seit: 01.01.2009

Korvettenkapitän
Beiträge: 2430
Hm irgendwie fehlt in dem Test was... Wie hoch kommt der Bustakt? 103? oder mehr?
Wie groß ist der Raum mit den ausladenenen Spawa Kühlern? Insgesamt sieht das eher aus wie Spielzeug ohne echte OC Eigenschaften...
#18
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Registriert seit: 23.09.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 287
Der maximale Bustakt ist doch abhängig von der verwendeten CPU.
Wie sollte man diesen denn angeben ?

Und die OC eigenschaften dieses Boardes stehen einem UD3/5H in nichts nach einzigst das Ud7 hat vorteile in Benchruns da man dort den multi während eines Benchruns ändern kann
#19
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Registriert seit: 01.01.2009

Korvettenkapitän
Beiträge: 2430
Der Bustakt hängt genauso an den verbauten Teilen auf dem Board... Daher spannende Frage sind die ganzen Zusatzchips dem OC im Weg.

Den Multi im Windows änder sollte jedes 1155 Board können....
#20
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Registriert seit: 23.09.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 287
Du hast mich falsch verstanden ....mit dem UP7 kann man den Multi per taster auf dem Board während eines benchruns ändern.;)

Und ob UD3h,UD5h oder UP5Th ändert nichts am OC Ergebniss
#21
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Registriert seit: 01.01.2009

Korvettenkapitän
Beiträge: 2430
Ah okay, das ist dann tatsächlich zusätzlich.
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