Seite 2: Features und Layout (1)

Auf dem Gigabyte G1.Sniper 3 kommt Intels aktueller Z77-Chipsatz zum Einsatz, über den wir bereits einschlägig berichtet haben. Er beherrscht alle Funktionen des Z68-Chipsatzes und erweitert die Funktionen um die native USB-3.0-Unterstützung. Hinzu gehören die drei Features: Intel Smart Response Technology, Intel Rapid Start Technology und schließlich die Intel Smart Connect Technology.

img_6.jpg
Für die Stromversorgung der CPU wird ein gesplittetes 8-Phasen-Design verwendet.

Die nötige Spannung der CPU wird einem effizienten achtphasigen Design anvertraut, das Gigabyte "Dual CPU Power" nennt. Die Phasen werden dabei in doppelter Ausführung (deshalb 16 VRM) auf das Board gesetzt, im Tandem-Betrieb werden beide genutzt und abwechselnd belastet. Das soll zum einen die Hitzeentwicklung verringern und zum anderen die Lebensdauer der Komponenten schonen. Weiterhin hat das Board zwei Phasen für den ehemaligen "Uncore-Bereich" der CPU und drei für die Speichermodule. Unter den mittelgroßen Passivkühlkörpern befinden sich die MOSFETs, die durch Unterstützung einer Heatpipe auf Temperatur gehalten werden. Um den Sockel herum ist außerdem genügend Platz für große CPU-Kühler.

img_7.jpg
Gigabyte hat sich für die Unterbringung von Spannungs-Messpunkten entschieden.

In diesem Bereich der Platine hat Gigabyte eine Menge untergebracht. Neben den üblichen vier DIMM-Slots befinden sich eine Debug-LED, ein Power-Button sowie ein CMOS-Clear- und Reset-Button. Obwohl es sich beim G1.Sniper 3 um ein "Gaming-Mainboard" handelt, scheint das Luxusgut natürlich auch für Overclocking prädestiniert zu sein. Zu sehen sind nämlich auch Messpunkte für sieben Spannungen: PCHIO, VDIMM, DDRVTT, CPUPLL, VSA, CPUVTT und schließlich die VCore selbst. Oberhalb des 24-Pin-ATX-Anschlusses wurde einer von zwei USB-3.0-Header untergebracht. An dieser Stelle platziert eignet er sich hervorragend für das mitgelieferte USB-3.0-Frontpanel.

img_8.jpg
Für ein Gaming-Mainboard ist eine 4-Way-Multi-GPU-Unterstützung schon fast ein Muss.

Beim Sniper 3 ist eine Multi-GPU-Konfiguration mit vier Karten kein Problem. Es lässt sich sehr gut erkennen, mit wievielen Lanes die vier grünen PCIe-3.0-x16-Slots angebunden sind. Der erste und der dritte Slot können mit jeweils 16 Lanes angesteuert werden. Slot zwei und vier sind elektrisch bedingt mit jeweils acht Lanes mit dem Mainboard verbunden. Jeweils zwei Slots teilen sich die Bandbreite, was bedeutet, dass der erste Slot auf acht Lanes heruntergestuft wird, wenn im direkt darunter liegenden Slot eine Erweiterungskarte installiert ist. Das gleiche gilt dann natürlich auch für Slot drei und vier.

Wer aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass ohne eine PLX-Bridge nicht genügend Lanes zur Verfügung stehen. Entsprechend sind die vier grünen Slots direkt mit dem PEX 8747 verbunden, der die 16 Lanes der CPU für sich beansprucht und sie auf das Doppelte erweitert. Die PLX-Brücke befindet sich unter dem Heatspreader über dem ersten PCIe-x16-Slot. Damit vier Grafikkarten mit Strom versorgt werden können, gibt es auch einen ATX12V-Anschluss (SATA) auf dem Board.

Werden nicht alle vier PCIe-3.0-x16-Slots verwendet, kann man sich zusätzlich noch für zwei PCIe-2.0-x1-Slots und einen PCI-Slot entscheiden.

img_9.jpg
Zehn SATA-Konnektoren werden wohl genügen.

Um auch SSDs, HDDs oder auch ROM-Laufwerke mit dem Mainboard zu verbinden, sind satte zehn SATA-Anschlüsse auf dem Mainboard vorhanden. Die Aufteilung fällt dabei denkbar einfach aus: Die beiden weißen, rechts platzierten Anschlüsse sind die nativen SATA-6G-Schnittstellen, daneben befinden sich vier SATA-3G-Buchsen. Alle sechs werden über den Z77-PCH angesteuert. Vier weitere SATA-6G-Anschlüsse werden über zwei 88SE9172-SATA-Controller von Marvell kontrolliert. Links daneben wurde der zweite USB-3.0-Header untergebracht. Nicht zu vergessen ist auf der gegenüberliegenden Seite ein separater SATA-Strom-Konnektor. Bei vier Grafikkarten kann dieser Anschluss ganz nützlich sein, wenn es um die gesamte Systemstabilität geht.

Der mSATA-Slot deaktiviert den SATA-3G-Slot Nr. 5 des Z77-Chipsatzes, wenn ein mSATA-Gerät eingesetzt wurde.