Seite 3: Messergebnisse und Fazit

Kommen wir nun zu den Messergebnissen:

Leider bietet die GeForce GTX 670 nur die Möglichkeit die GPU-Temperatur zu überwachen. Wir haben durch einen ausgiebigen Dauertest aber sichergestellt, dass auch die anderen Komponenten bei einer dauerhaften Belastung stabil bleiben. Die nun folgenden Messwerte sind nicht mit denen aus den Grafikkarten-Tests zu vergleichen, da wir andere Bedingungen wie Abstand und ein offenes Gehäuse annahmen.

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Schauen wir uns erst einmal die Idle-Temperatur an, die allerdings bereits bei der werksseitig von Gigabyte verbauten Kühlung einen niedrigen Wert erreicht. Dennoch schafft es der Accelero Xtreme III die GPU noch einmal um 3 °C niedriger zu kühlen. Mit 35 °C ist die Referenzkühlung in diesem Punkt abgeschlagen.

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Einmal mehr interessanter ist allerdings der Zustand unter Last. Auch hier konnte Gigabyte mit der Windforce-3X-Kühlung bereits mit guten Werten auftrumpfen, erkaufte sich dies allerdings mit einer relativ hohen Lautstärke. Die Temperatur von 62 °C wird vom Accelero Xtreme III aber mit 54 °C um Längen geschlagen. Wieder einmal mit deutlichem Abstand liegt die Referenzkühlung mit 81 °C weit hinten.

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Wieder enger zusammen rückt das kleine Testfeld bei der Lautstärkemessung. Hier präsentiert sich der Accelero Xtreme III mit 33,5 dB(A) am leisesten, lässt seine Lüfter dabei mit etwa 870 Umdrehungen pro Minute arbeiten. Die Windforce-3X-Kühlung kann mit 33,6 dB(A) aber gut folgen und lässt ihre Lüfter mit 570 Umdrehungen pro Minute drehen. Schon deutlich lauter im Idle-Betrieb ist die Referenzkühlung mit 35,1 dB(A).

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Die Spreu trennt sich wieder einmal unter Last vom Weizen. In diesem Fall ist die Referenzkühlung gemeint, die mit 45,2 dB(A) am lautesten arbeitet. Gigabyte lässt die Lüfter der Windforce-3X-Kühlung mit 1800 Umdrehungen pro Minute arbeiten, was letztendlich für einen Geräuschpegel von 41,7 dB(A) sorgt. Am leisesten sind die drei Lüfter des Accelero Xtreme III die bei 1200 Umdrehungen pro Minuten und einer Lautstärke von 39,8 dB(A) arbeiten.

Fazit:

Arctic bietet mit dem Accelero Xtreme III eine Alternative zu den von den Herstellern verbauten Kühlern. Für eine solche Lösung müssen einige Punkte stimmen: Zum einen sollte die Kühlleistung besser sein als die meisten anderen Kühler. Gegenüber den Referenzlösungen von AMD und NVIDIA sollte ein deutlicher Abstand bestehen. Ebenfalls wichtig ist die einfache Montage. Nahezu jeder Nutzer mit etwas technischem Verstand und Geschick sollte den Kühler auf die Grafikkarte montieren können. Letztendlich spielt natürlich auch der Preis eine Rolle.

Die Performance des Accelero Xtreme III präsentiert sich in unseren Messungen durchweg positiv. Während im Idle-Betrieb der Abstand bei Temperatur und Lautstärke gerade gegenüber der Windforce-3X-Kühlung noch relativ gering ist, zeigt sich unter Last das Potenzial des Kühlers. Wir messen eine deutlich niedrigere Temperatur bei gleichzeitig niedrigerer Lautstärke. Die Temperaturen legen auch nahe, dass ein deutlich höheres Overclocking-Potenzial vorhanden ist. Aus Zeitgründen können wir dies allerdings nicht überprüfen.

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Die Montage gestaltete sich relativ einfach. Vier Schrauben halten den Kühler auf der GPU, die restlichen Komponenten werden über kleine Kühler versorgt, die aufgeklebt werden. Der Kleber muss nicht erst eingerührt werden, sondern kommt in einer Tube daher (im Unterschied zum Accelero Xtreme Vorgänger). Durch leichten Druck ließen sich die verklebten Kühler wieder entfernen - ebenso wie der Kleber (rückstandslos). Die gut beschriebene Anleitung lässt nur selten Fragen offen, mit etwas technischem Verstand ist vieles auch selbsterklärend. Selbst wenn das eigene PCB nicht dem üblichen Layout entspricht, können die kleinen Kühler frei gewählt platziert werden. Etwas Fingerspitzengefühl sollte vorhanden sein, eine dritte Hand wünscht man sich ebenso hin und wieder.

Die letzte Frage betrifft noch den Preis: Der neue Accelero Xtreme III ist in unserem Preisverlgeich ab etwa 61 Euro gelistet. Nun muss jeder selbst entscheiden, ob der laute und vielleicht warme Kühler der eigenen Karte diesen Preis wert ist. Hinzu kommt noch, dass man bei den meisten Herstellern die Garantie verliert, wenn der Kühler entfernt ist.

Positive Aspekte des Accelero Xtreme III:

  • effektive Kühlung (niedrige Temperaturen und Lautstärke)
  • kompatibel zu zahlreichen aktuellen AMD- und NVIDIA-Grafikkarten (Ausnahme siehe negative Aspekte)
  • klare Anleitung

Negative Aspekte des Accelero Xtreme III:

  • etwas Fingerspitzengefühl bei der Montage notwendig
  • nicht kompatibel zu Karten mit "doppelstöckigen" Stromanschlüssen
  • Triple-Slot-Design