Seite 2: Die Lüftersteuerung im Detail

Wie üblich wird auch der Lamptron Fan-Controller FC10 in einem freien 5,25-Zoll-Schacht eingebaut. Die schwarze Slotblende schließt bündig mit dem Gehäuse ab und fügt sich somit sehr gut in das Gesamtbild ein. Die Steuerung wird es ausschließlich in Schwarz geben, lediglich die später erscheinende Special Edition enthält anders farbige Slotblenden.

 

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Die leicht hervorstehenden Nixie-Röhren können für Probleme bei Gehäusen mit Türen sorgen. Der Verzicht auf Bedienelemente verstärkt zudem den Fokus auf die ungewöhnliche Anzeige. Lediglich sieben LEDs, wobei vier für den jeweils ausgewählten Lüfterkanal stehen und die restlichen drei über den jeweiligen Anzeige-Modus (Temperatur, Spannung, Drehzahl des Lüfters) informieren, erleichtern das Justieren. Der Rest wird über die mitgelieferte Fernbedienung  geregelt.  Wird der Rechner mit der Lüftersteuerung eingeschalten, leuchten die einzelnen Zahlen von 0 bis 9 in Reihe auf.

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Die Ziffern in einer Nixie-Röhre bestehen jeweils aus einem gebogenen Draht und dienen als Kathode. Der komplette Zylinder ist mit einem Edelgas wie beispielsweise Neon gefüllt. Weiter hinten im Zylinder ist ein feines Metallgitter – die Anode – angebracht. Wird nun eine Spannung angelegt, glüht die Ziffer regelrecht in einem warmen Orange auf. Nixie-Röhren finden in der heutigen Zeit fast gar keine Anwendung und so versprüht der FC10 ihren ganz eignen Charme. Zusammen mit den ebenso orange leuchtenden LEDs hat Lamptron ein wahres Steampunk-Modell geschaffen.

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Bei der Verarbeitung kann Lamptron punkten und liefert ein solides Produkt ab. Die per CNC gefräste Slotblende weist geringe Spaltmaße auf und wirkt durch das 3 mm dicke Aluminium wertig. Einzig die dritte Nixie-Röhre wurde leicht schräg eingefasst, wobei es sich hier um einen Fertigungsfehler in der ersten Charge handelt, der bereits beseitigt wurde.

Die rückwärtige Platine ist aufgeräumt, die Lötpunkte sind sauber gesetzt worden. Die schwarzen Kondensatoren kommen aus dem Hause Panasonic und sind bis 125 °C spezifiziert. Die jeweils davon rechts befindlichen MOSFETs samt Aluminium-Plättchen - die gern als Kühlkörper deklariert werden – können mit bis zu 2,5 Ampere arbeiten. So ergibt sich eine mögliche Belastung von maximal 30 Watt pro Kanal für die Lamptron Fan Controller FC10.  Im Belastungstest wurden die Bauteile folglich ordentlich warm, jedoch nie kritisch heiß.

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Die Bedienung ausschließlich über die Funk-Fernbedienung funktioniert sehr gut. Über ein Drücken links oder rechts wechselt man zwischen den Kanälen hin und her. Da letztendlich nur die Spannung regulierbar ist – über die Pfeiltasten nach oben und unten – gehen die Eingaben schnell von der Hand.

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Damit zeigt sich auch gleich ein großes Manko der Lüftersteuerung. Es kann zwar die Spannung in ganzzahligen Schritten von null Volt bis zwölf Volt eingestellt werden, allerdings fehlt eine Möglichkeit die Lüfter automatisch über die gemessene Temperatur regeln zu lassen. Somit hat die Temperatur-Anzeige nur einen informellen Charakter, da auch keine Alarm-Funktion beim Überschreiten einer bestimmten Temperatur vorhanden ist. Die eingestellten Werte werden ohne Zögern übernommen und weichen maximal um 0,1 Volt ab, eine akzeptable Toleranz.

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Leider verzichtet Lamptron auch auf eine kurzzeitig erhöhte Anlaufspannung nach einem Kaltstart des PCs. Bei fast allen Lüftern liegt die Anlaufspannung höher als die minimale Betriebsspannung. Wer also auf sehr langsam drehende und somit leise Lüfter Wert legt, muss manuell die Spannung pro Kanal erhöhen und wieder senken. Eine gesonderte Regelung für 4-Pin-Lüfter mit einem PWM-Signal sucht man ebenso vergebens.