Seite 1: Zwei Gaming-PCs aus dem „Powered by ASUS“-Programm im Test

csl powered asusWer einen Komplettrechner von der Stange kauft, kann zwar meist auf Prozessor, Grafikkarte und Speicherausstattung Einfluss nehmen, nicht aber auf das genaue Modell. Von welchem Hersteller die einzelnen Komponenten stammen, erfährt man erst beim Öffnen des Gehäuses. Hier kommen die professionellen System-Distributoren ins Spiel, die etwas genauer in die Details gehen. Um es seinen Kunden und Fans, die nicht ganz so mit der Hardware-Bastelei vertraut sind, einfacher zu machen, hat ASUS vor wenigen Monaten das "Powered by ASUS"-Programm ins Leben gerufen. In diesen Systemen, die es ausschließlich bei ausgewählten Partnern wie CSL, Kiebel oder MIFCOM gibt, kommen ausschließlich Komponenten aus eigenem Hause zum Einsatz. Zwei solcher Systeme haben wir uns nun einmal näher angesehen.

Wer bei Media Markt, Saturn, Aldi und Co. einen Komplettrechner von der Stange kauft, der weiß längst nicht, welche Hardware tatsächlich im Inneren steckt. Immerhin kann man meist auf den Prozessor, die Grafikkarte und die Speicherausstattung Einfluss nehmen. Welches Mainboard von welchem Hersteller und welches Grafikkarten-Modell tatsächlich im Rechner stecken, das erfährt man meist nur nach Kauf beim Öffnen des Gehäuses. Der Kundschaft solcher Läden dürfte dies aber ohnehin weniger stören. Wer etwas mehr Handlungsspielraum haben möchte, sich aber nicht an den Zusammenbau und die Beschaffung einzelner Komponenten herantraut, der ist bei einem Systemdistributor besser aufgehoben. Die Auswahl ist zwar längst nicht so umfangreich wie im Einzelhandel, dafür erfährt man meist, welches Mainboard als Unterbau dient oder welcher 3D-Beschleuniger im Inneren seine Dienste verrichtet.

Das "Powered by ASUS"-Programm

Noch einfacher macht es jetzt ASUS in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern wie CSL, Kiebel oder MIFCOM. Hier verkauft man unter dem "Powered by ASUS"-Programm seit einiger Zeit Spielerechner, die ausschließlich auf hauseigene Hardware setzen. Zum Einsatz kommen also nicht nur ein ASUS-Mainboard und eine ASUS-Grafikkarte, es werden auch eine beliebige Soundkarte oder ein optisches Laufwerk des Herstellers verbaut. Auf Wunsch liefert man zudem einen ASUS-Monitor oder gar einen ASUS-Router mit. Komponenten, die nicht von ASUS hergestellt werden, wie beispielsweise das WLAN-Modul, der Arbeitsspeicher oder die SSD sollen ebenfalls von Markenherstellern stammen und perfekt auf die Komponenten abgestimmt sein.

Die Auswahl soll laut ASUS neben den Kriterien der optimalen Kompatibilität auch aufgrund des jeweiligen Einsatzbereichs des PC-Systems (Office, Gaming, Multimedia) sowie nach qualitativen Gesichtspunkten (Lautstärke, Performance) erfolgen. Alle Systeme sind darüber hinaus konfigurierbar, sodass auch Technik-Enthusiasten einzelne Komponenten mithilfe des Konfigurators austauschen und nach ihrem individuellen Bedarf anpassen können. Später ist natürlich auch eine Aufrüstung möglich. Gebaut werden die Systeme des "Powered by ASUS"-Programms unter anderem von CSL, Kiebel und MIFCOM. Wir haben uns zwei aktuelle Gaming-Rechner aus dem ASUS-Programm einmal näher angesehen.

Die beiden Systeme

ASUS versorgte uns hier mit zwei aktuellen Spielerechnern, welche vom Partner CSL-Computer gebaut wurden. Beide sind für anspruchsvolle Gamer gedacht, machen jedoch nicht nur bei der Komponenten-Wahl Unterschiede, sondern auch bei der Ausstattung. Während der etwa 1.400 Euro teure CSL Speed X4910 ausschließlich per Luftkühlung auf Temperatur gehalten wird, gibt es beim fast 2.400 Euro teuren CSL Speed X4904 für den Prozessor eine Wasserkühlung, das nächst höhere Grafikkarten-Modell, deutlich mehr Speicher, ein besser ausgestattetes Mainboard mit RGB-Beleuchtungssystem und WLAN an Bord sowie natürlich das passende Designer-Gehäuse. Beide setzen jedoch mit dem Intel Core i7-6700K auf das Skylake-Flaggschiff auf Z170-Basis und eine Pascal-Grafikkarte mit GP104-Chip. 

Die beiden CSL-Rechner in der Übersicht
Hersteller und BezeichnungCSL Speed X4904CSL Speed X4910
Straßenpreis: ab 2.399 Euro ab 1.399 Euro
Homepage: www.csl-computer.com
Hardware  
Abmessungen: 210 x 505 x 506 mm (B x H x T)  214 x 540 x 483 mm (B x H x T)
Prozessor: Intel Core i7-6700K, 4x bis zu 4,2 GHz Intel Core i7-6700K, 4x bis zu 4,2 GHz
Grafikkarte: ASUS ROG GeForce GTX 1080 Strix, 8 GB GDDR5X ASUS ROG GeForce GTX 1070 Strix, 8 GB GDDR5
Mainboard: ASUS Z170 Pro Gaming/Aura ASUS Z170-K
Massenspeicher: 1x Samsung SSD 950 Pro, 512 GB
1x 3 TB Western Digital
1x Samsung SSD 750 Evo, 250 GB
1x 1 TB Western Digital
Arbeitsspeicher: 4x 8.192 MB DDR4-2400, Kingston HyperX Fury Black 2x 8.192 MB DDR4-2400, Kingston HyperX Fury Black
Optisches Laufwerk: - ASUS DVD-Brenner, 24x
Netzteil: be quiet! System Power 600W FSP 600W 
Gehäuse: Deepcool Genome Deepcool Dukase 
Kühlung:  Wasserkühlung Luftkühlung 
Anschlüsse: 1x USB 3.1 Gen 1 Typ-C
1x USB 3.1
6x USB 3.0
2x USB 2.0
1x PS/2
3x HDMI 2.0
2x DisplayPort 1.3
1x DVI-D
1x D-Sub
1x LAN (RJ45)
7x 3,5-mm-Klinke
1x S/PDIF
1x WiFI SMA
1x USB 3.1 Gen 1 Typ-C
2x USB 3.1
2x USB 3.0
2x USB 2.0
2x PS/2
2x HDMI 2.0
2x DisplayPort 1.3
1x DVI-D
1x D-Sub
1x LAN (RJ45)
5x 3,5-mm-Klinke
Sonstiges: Bluetooth 4.0, WLAN 802.11-AC
Software: Windows 10 Home + diverse Programme und Gutscheincode (u.a. Mafia III)

Wie sich die beiden CSL-Systeme nach dem "Powered by ASUS"-Programm in Sachen Performance, Lautstärke und Leistungsaufnahme schlagen, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.