Seite 6: Fazit

Das MSI Cubi 2 Plus ist einer der ersten Mini-PCs, der bereits auf den neuen Mini-STX-Standard setzt. Dieser reiht sich größentechnisch und featureseitig zwischen dem größeren Mini-ITX-Standard und den kleineren NUC-Systemen ein. Wie beim Mini-ITX-Standard ist die CPU gesockelt, womit theoretisch jeder Sockel-LGA1151 im MSI Cubi 2 Plus eingesetzt werden kann – die Kühlung allerdings verhindert dies, ist das Kühlsystem auf Prozessoren mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 35 W vorgesehen. Auch herkömmliche SO-DIMM-Speichermodule können in den beiden Speicherbänken eingesetzt werden – theoretisch sind bis zu 32 GB Arbeitsspeicher möglich. Dazu gibt es einen M.2-Steckplatz und SATA. Auf eine diskrete Grafikkarte mit PCI-Express-x16-Steckplatz wie bei Mini-ITX-Systemen aber muss man beim Mini-STX-Standard verzichten. Eingesetzt werden kann jeweils nur die in der CPU integrierte Grafiklösung. Da sich diese allerdings deutlich über den SoCs der Braswell-Reihe einsortiert, ist trotzdem ein deutlicher Leistungsgewinn zu verspüren.

Das MSI Cubi 2 Plus wird hier von einem Intel Core i3-6100T samt einer Intel HD Graphics 530 angetrieben. Trotz nur zweier Rechenkerne ist die Dual-Core-CPU auf Skylake-Basis in Benchmarks fast dreimal so schnell wie beispielweise ein Intel Celeron N3150 aus dem von uns erst kürzlich getesteten Cubi N. Mit der integrierten Grafiklösung lassen sich sogar ältere und weniger anspruchsvolle Spieletitel in geringer Auflösung spielen. Für Full HD aber reicht es noch immer nicht. Insgesamt ist das MSI Cubi 2 Plus für Office-Arbeiten mehr als ausreichend schnell und vor allem für diejenigen geeignet, die auch mal etwas mehr Leistung benötigen.

Während MSI gewohnt auf einen Speicherriegel mit 4 GB nach DDR4-2133-Standard setzt und damit etwas Speicherperformance verschenkt, ist die verbaute M.2-SSD sehr schnell. Sie erreicht in unseren Tests Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von über 1.200 bzw. 322 MB pro Sekunde. Die 128 GB sind für das Betriebssystem – MSI installiert Windows 10 Home bzw. Pro vor – und die wichtigsten Software-Programme nicht wirklich ausreichend. Wer will, der kann aber ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk verbauen – ein passender Adapter und ausreichend Platz ist beim MSI Cubi 2 Plus jedenfalls vorhanden. 

 

Auch anschlussseitig hat das bislang schnellste Cubi-System einiges zu bieten. Hier stehen zahlreiche USB-Schnittstellen – sogar nach Typ-C – zwei HDMI-Ports, eine DisplayPort-Buchse, Gigabit-LAN und ein COM-Port zur Verfügung. Wireless-LAN und Bluetooth gibt es natürlich ebenfalls. Schade nur, dass das Cubi 2 Plus gerade einmal nur drei schnelle USB-3.1-Gen-1-Ports besitzt, wobei eine nur als Typ-C ausgeführt ist. Der Großteil ist noch USB 2.0 und damit deutlich langsamer. 

Vergleicht man das MSI Cubi 2 Plus mit dem Cubi N, so beträgt der Aufpreis für die schnellere Hardware und die besseren Aufrüstoptionen sowie für die reichhaltigere Anschlussvielfalt etwa 200 Euro. Für unser Testmuster möchte MSI aktuell rund 590 Euro haben. Eine Version ohne vorinstalliertes Windows 10 Pro gibt es aber auch schon für rund 480 Euro. Wer noch mehr sparen möchte und auf das Betriebssystem, den COM-Port und das TPM-Modul verzichten kann, bekommt das MSI Cubi 2 Plus schon für etwa 400 Euro. 

Aufgrund der hohen Alltags-Performance, der guten Aufrüstmöglichkeiten und der zahlreichen Anschlüsse sowie der leisen Kühlung zücken wir unseren Excellent-Hardware-Award. Herzlichen Glückwunsch!

msi cubi2plus award

Positive Aspekte des MSI Cubi 2 Plus:

  • hohe Arbeitsleistung
  • viele Anschlüsse
  • gute Aufrüstbarkeit

Negative Aspekte des MSI Cubi 2 Plus:

  • schlechtes USB-2.0 zu USB-3.0-Verhältnis
  • wenig Speicher